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Canon Selphy ES40 im Test: Der sprechende Fotodrucker
Tragbarer Fotodrucker mit Sprachausgabe und Kreativoptionen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Canon stattet den kompakten Fotodrucker Selphy ES40 mit einer Sprachausgabe aus, die dem Nutzer bei der Steuerung helfen soll. Das tragbare Gerät druckt Fotos mit einer Größe von 10 x 15 Zentimetern aus und überzeugt im Test mit Bedienkomfort und Druckqualität. Die Druckkosten hingegen fallen deutlich zu hoch aus.

Canon stattet den kompakten Fotodrucker Selphy ES40 mit einer Sprachausgabe aus, die dem Nutzer bei der Steuerung helfen soll. Das tragbare Gerät druckt Fotos mit einer Größe von 10 x 15 Zentimetern aus und überzeugt im Test mit Bedienkomfort und Druckqualität. Die Druckkosten hingegen fallen deutlich zu hoch aus.

Zwei Minuten für einen brauchbaren Abzug

Canon nutzt beim Selphy ES40 das bei Fotodruckern weit verbreitete Thermosublimationsverfahren. Dabei überträgt ein 300 bis 400 Grad Celsius heißer Druckkopf die Farbpartikel von einem Farbband auf das Fotopapier. Die Höhe der Temperatur bestimmt dabei die Menge der übertragenen Pigmente. Theoretisch lassen sich mit dieser Technik aus drei Grundfarben bis zu 16,8 Millionen Farbtöne mischen.

Vom Start des Druckvorgangs bis zum fertigen Abzug muss der Nutzer rund 120 Sekunden warten. 24 Sekunden benötigt der Selphy ES40 bereits, um das Papier aus dem Magazin in die richtige Druckposition zu befördern. Zieht man die Vorbereitungszeit ab, liegt die reine Druckzeit von gut 56 Sekunden im für Thermosublimationsgeräte üblichen Geschwindigkeitsrahmen. Während des ohnehin lautstarken Druckvorgangs arbeitet auch der Lüfter des Geräts auf Hochtouren - das erhöht die Lärmkulisse zusätzlich.

Die mit dem Canon Selphy ES40 angefertigten Abzüge entsprechen bei Farbe, Kontrast, Helligkeit und Sättigung den digitalen Vorlagen - sofern sie der Nutzer nicht mit dem Drucker nachbearbeitet hat. Je nach Format des Ursprungsbildes beschneidet der ES40 allerdings die Ränder, um das Bild auf das Seitenverhältnis des Fotopapiers von 3:2 anzupassen.

Canon Selphy ES40 im Test

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Pro Abzug rund zwei Minuten Wartezeit.

Die Detailgenauigkeit bleibt etwas hinter Abzügen aus einem professionellen Fotolabor zurück, insgesamt genügt die Qualität 10 x 15 Zentimeter großen Bilder dennoch bei Weitem für die Aufnahme ins Familien-Fotoalbum. Der Canon Selphy ES40 arbeitet mit einer automatische Bildoptimierung. Im Detail sind deren Auswirkungen kaum zu erkennen, den Gesamteindruck des Abzuges verbessert die Technik jedoch ein wenig.

Sprachausgabe unterstützt Bedienung

Die Bedienung des Canon Selphy ES40 erfolgt über zwölf Tasten und ein drehbares Steuerkreuz. Die Bedienelemente befinden sich rechts und links des 3,5 Zoll großen Bildschirms. Auf diesem zeigt der Drucker die Fotos auf eingelegten Speicherkarten oder angeschlossenen Geräten an. Der Nutzer kann einzelne, mehrere oder alle Bilder für den Druck auswählen.

Die Sprachausgabe hilft bei der Orientierung in den Menüs. Die elektronische Stimme teilt dem Nutzer beispielsweise mit, in welchem Menü er sich befindet und welche Auswahl er treffen kann. Auch ohne die Sprachausgabe gestaltet sich die Bedienung des Selphy ES40 angenehm unkompliziert. Fotos lassen sich schnell und einfach für den Druck auswählen und bei Bedarf bearbeiten. Neben der automatischen Bildoptimierung erlaubt der Drucker dem Nutzer auch, Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Sättigung zu beeinflussen - leider ohne hilfreiche Vorschaufunktion.

Canon stattet seinen Fotodrucker mit so genannten "Kreativoptionen" aus. Der Nutzer kann Bilder so mit Stempeln verzieren, mit Rahmen umgeben oder mit Sprechblasen versehen sowie in Kalenderblätter oder Seitenlayouts zusammen mit weiteren Bildern einfügen. Zusätzlich bearbeitet der Selphy ES40 die Fotos auf Wunsch mit Effekten wie verblassten Ecken, Weichzeichnung oder einer Lochblende.

Schnittstellen und Kosten

Canon stattet den Selphy ES40 mit Lesegeräten für fast alle gängigen Speicherkartentypen aus. Der Drucker verfügt neben den Schächten für Compact Flash-, SD- und MicroSD-Karten sowie Memory Sticks auch über je eine USB- und PictBridge-Schnittstelle. Über diese beiden Verbindungen schließt der Anwender bei Bedarf etwa Digitalkameras oder Computer an den Fotodrucker an.

Canon Selphy ES40: Bis auf xD-Picture Cards für alle Speicherkarten ein Lesegerät.

Online-Händler bieten den Canon Selphy ES40 bereits für rund 165 Euro an. Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon liegt bei 189 Euro. Für eine Packung mit 100 Blatt Fotopapier inklusive Farbband für Abzüge im Format 10 x 15 Zentimetern zahlt der Käufer bei Canon 29,99 Euro. Im Internet-Versandhandel fallen wegen der Versandkosten vielfach noch ein paar Euro mehr an. Schon ohne die Anschaffungskosten für den Drucker schlägt jeder Abzug also mit rund 30 Cent zu Buche.

Fazit: Jederzeit und überall kostspielige Abzüge

Der Fotodrucker Selphy ES40 von Canon liefert überall, wo eine Steckdose vorhanden ist, innerhalb kurzer Zeit brauchbare Papierabzüge von Digitalfotos. Die fertigen Ausdrucke sind allerdings etwa dreimal so teuer wie Abzüge aus einem professionellen Fotolabor, auf die der Nutzer aber mehrere Tage warten muss. Anwender, die die Sprachausgabe nicht benötigen, können etwa 30 Euro durch die Entscheidung für den fast baugleichen Selphy ES30 sparen.

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Canon stattet den kompakten Fotodrucker Selphy ES40 mit einer Sprachausgabe aus, die dem Nutzer bei der Steuerung helfen soll. Das tragbare Gerät druckt Fotos mit einer Größe von 10 x 15 Zentimetern aus und überzeugt im Test mit Bedienkomfort und Druckqualität. Die Druckkosten hingegen fallen deutlich zu hoch aus.

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http://www.netzwelt.de/news/81502-canon-selphy-es40-test-sprechende-fotodrucker.html
2010-01-12 16:21:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/googlesuche452.jpg
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