Unbewegliche Objekte zum Leben erwecken
Video-Tipp: Stop Motion-Videos drehen
Stop Motion-Filme erwecken Gegenstände zum Leben. Zur Inszenierung der Trickfilme benötigt der Filmemacher lediglich eine digitale Fotokamera oder einen Camcorder, ein Stativ - und die Figuren, die die Hauptrollen in seinem Trickfilm spielen sollen. Das Besondere an dieser Filmtechnik ist die Verwendung des Stoptrick, der auf die Anfänge des Films zurückzuführen ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fotoapparat besser als Camcorder
- 2Fotoapparat besser als Camcorder
- 31. Schritt: Fotos schießen
- 42.Schritt: Fotos animieren
- 5Stop Motion Filme erstellen mit VideoSpin
Dabei nimmt der Kameramann mehrere Einzelbilder eines Motivs - etwa eines Knetmännchens - in unterschiedlichen Positionen auf. Anschließend werden die Bilder zu einem Filmclip zusammengesetzt. Die schnelle Abfolge der Bilder im Film erweckt dann den Eindruck, dass die Figur durch das Bild läuft. Der Effekt funktioniert ähnlich wie das schnelle Blättern durch ein Daumenkino.
Obwohl Stoptrick als erster Spezialeffekt im Videobereich gilt, werden die Filme üblicherweise mit Fotokameras erstellt. Mittlerweile hat sich eine riesige Fangemeinde um die Filmtechnik gebildet, die mit einfachen Mitteln Geschichten aufwändig und kreativ in Szene setzt. Dabei dient vorwiegend das Internet als Plattform, um die eigenen Filme einem größeren Publikum zu präsentieren.
Fotoapparat besser als Camcorder
Die größte Schwierigkeit beim Erstellen eines Stop Motion-Films stellt die schlüssige Umsetzung einer guten Idee dar. Generell kann ein Regisseur jede Geschichte mit einer Stop Motion-Animation erzählen, der Auswahl an zu animierenden Objekten setzt lediglich die Fantasie des Filmemachers Grenzen. Vielfach kommen für Stop-Motion-Filme Modelle wie Knetmännchen, Lego- oder Playmobil-Figuren zum Einsatz. Aber auch Schreibtischstühle, Dominosteine oder Mobiltelefone können so zum Leben erweckt werden.
An Hardware benötigt der Filmemacher lediglich eine digitale Fotokamera oder einen Camcorder, ein Stativ und die gewünschten Figuren oder Objekte - und bei Bedarf einen geeigneten Hintergrund, das so genannte Setting. Da ein Stop Motion-Film aus einzelnen Fotos besteht, eignet sich die Fotokamera besser für die Aufnahme des Bildmaterials als ein Camcorder. Denn im Gegensatz zur Filmkamera liefert der Fotoapparat einzelne Aufnahmen, der Kameramann muss also die Einzelbilder nicht extra aus den Filmaufnahmen herausschneiden.
Fotoapparat besser als Camcorder
Für erste Aufnahmen empfehlen sich einfache und kleine Geschichten, mit wenig Bewegung. Wie viele Aufnahmen nötig werden, damit eine Bewegung später im Film flüssig wirkt, hängt von der Einstellungsdauer und der Zahl der Zwischenschritte der jeweiligen Bewegung ab. Als Richtwert eignen sich mindestens fünf Bilder pro Sekunde - damit zeigt der fertige Film ein Bild für 0,2 Sekunden an. Für dreißig Sekunden Filmmaterial benötigt der Hobbyregisseur demnach also 150 Fotos. Je feiner die Bewegungen unterteilt sind, desto flüssiger wirken sie. Je kürzer die Einzelbilddauer, desto schneller wirkt die Bewegung.
1. Schritt: Fotos schießen
Das Anfertigen der Fotos benötigt wenig Know-how, aber jede Menge Ausdauer. Anfänger sollten den gleichen Bildausschnitt über die gesamte Dauer der Aufnahmen beibehalten. Um keine Bildsprünge zu erhalten gilt es, die Kamera während der Aufnahme nicht zu bewegen. Die kleinste Änderung lässt den Hintergrund "springen", das empfindet der Zuschauer als störend.
Daher empfiehlt sich der Einsatz eines Stativs, außerdem ist darauf zu achten, nicht gegen die Kamera zu stoßen. Sofern die Filmidee eine Veränderung des Kamerastandortes erfordert, sollte der Anwender in jedem Fall darauf achten, die Kamera und das Objekt auf einer gedachten Linie zu verschieben. Dabei sollte die Kamera stets den gleichen Abstand zum Boden beibehalten. Je kleiner die Unterschiede zwischen den Einstellungen, desto ruhiger wirkt das Bild.
Je einheitlicher die Abstände desto gleichmäßiger die Bewegung. Ein Playmobil-Männchen, das sich nach vorne bewegt, sollte immer im gleichen Abstand versetzt werden. Einen "richtigen" Abstand gibt es nicht. Die Wahl der Einstellungen liegt immer im ästhetischen Empfinden des Filmemachers.

Wer auf öffentlichen Wänden seine Kunstwerke hinterlässt, macht sich für gewöhnlich wenig Freunde. Anders der italienische Künstler Blu, der die Wände mit seinen Zeichnungen verschönert und in Stop-Motion-Technik Kurzfilme dreht.
Seine Stimme kennt der eine oder andere aus dem Soundtrack zum Film "Prinz Kaspian von Narnia". Der israelische Musiker, Theaterschriftsteller und Regisseur Oren Lavie veröffentlichte bereits 2007 sein Album "The Opposite Side Of The Sea". Zum ersten Titel "Her Morning Elegance" produzierte er einen einzigartigen Stop-Motion Film.
Das kostenlose Schnittprogramm Pinnacle Videospin unterstützt den Anwender dabei, die eigenen Filmaufnahmen ohne großen Aufwand professionell aufzubereiten. Das Programm bietet neben dem Entfernen unerwünschter Szenen auch das Einbinden von Übergangseffekte und Titeln an.
Pinnacle Studio 14 bietet Einsteigern und fortgeschrittenen Privatanwendern umfangreiche Funktionen für den Video-Schnitt. Das Programm importiert Filme, hilft bei Schnitt und Bearbeiten und spielt anschließend das Material aus. Daneben hilft die Software auch bei der Menüerstellung für CD, DVD oder Blu-ray.
Vielseitiges Ausgangsmaterial: Aus Sand kreiert der spanische Filmemacher Cesar Díaz Meléndez beeindruckende Animationsvideos. Für die Produktion benötigt der Künstler nur das Naturgestein, eine Fotokamera, Leuchttisch und einen Rechner.
Das heutige Google Doodle ehrt einen Pionier der Stop-Motion-Animation. Art Clokey wäre heute 90 Jahre alt geworden. Durch ein Klicken des Nutzers verwandeln sich die Knetbälle im Doodle in unterschiedliche Clokey-Charaktere.
Google Street View ist in Deutschland heftig kritisiert worden. In anderen Ländern gab es weniger Widerstand. Jetzt zeigt ein Kurzfilm, dass sich der Dienst auch für künstlerische Projekte eignet.




