CES 2010: Tablets, Netbooks, E-Book-Reader

Neue Netbooks nach der Zauberformel

Biegsame Bildschirme könnten E-Book-Reader schon bald zu ultraportablen Mediengeräten machen. Für Aufmerksamkeit im Vorfeld der Messe sorgt das Modell "Que". Das in Dresden gefertigte Gerät der Firma Plastic Logic soll bereits ab Januar in den USA erhältlich sein und verfügt über ein biegsames Display in Din-A4-Größe. Die Verbindung zum Online-Buchladen nimmt es über ein eingebautes Mobilfunk-Modul vor.

Im Gegensatz zum Modell Que stellt der E-Book-Reader Skiff des Medien-Konzerns Hearst aller Voraussicht nach auch farbige Inhalte dar. Und das mit einer beeindruckenden Auflösung von 1.200 x 1.600 Bildpunkten. Verbindung zum Internet nimmt Skiff via UMTS oder WLAN auf. Die 11,5 Zoll große Anzeige bringt der Hersteller auf einer Metallfolie an, die in einem biegsamen Magnesium-Gehäuse steckt.

Skiff Reader

Das 11,5 Zoll große E-Paper-Display des E-Book-Reader Skiff ist biegsam und deshalb robust.

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Netbooks bescherten den Herstellern im letzten Jahr einen echten Umsatzschub. Geht es nach den großen Firmen in diesem Segment wie Asus, Acer oder Samsung, sollen die Verkäufe im Jahr 2010 weiter ansteigen. So rechnet zum Beispiel Asus-Präsident Jerry Shen für 2010 mit im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent mehr verkauften Netbooks.

Nicht nur EeePC-Erfinder Asus setzt für dieses Ziel auf die Zauberformel der PC-Branche: Billiger, einfacher und größer. Auch andere Netbook-Hersteller wollen den Kunden in diesem Jahr tragbare Computer präsentieren, die sich dank Windows 7 einfach bedienen lassen, größere Anzeigen besitzen und dank neuen Prozessoren sparsam im Stromverbrauch sind und damit Akkulaufzeiten von über zehn Stunden bieten sollen.

Asus EeePC 1005PE

Asus EeePC 1005PE: EeePC-Modell der vierten Generation und mit neuem Intel-Prozessor (Bild: eeepc.it)

Dabei soll Intels neue Prozessor-Generation mit dem Namen Pinetrail, bei den Netbooks insbesondere der Prozessor N450, helfen. Er taktet mit 1,66 Gigahertz und ist laut Herstellerangaben um bis zu 20 Prozent leistungsfähiger als bislang verbaute Atom-Prozessoren. Fast alle großen Hersteller werden auf der CES Netbooks mit Pinetrail-Chips vorstellen. Insgesamt sollen es an die 80 Stück werden.

Beflügelt vom Blockbuster: 3D-Fernseher

Sie gehören in jedem Jahr zu den versprochenen Highlights: Fernseher, die dem Zuschauer Inhalte dreidimensional präsentieren. Auf der CES in Las Vegas wollen die Hersteller erneut eine Begeisterungswelle lostreten. Ein guter Zeitpunkt, da der 3D-Hollywood-Blockbuster "Avatar" derzeit in aller Munde ist und Umsatzrekorde erzielt.

Davon beflügelt bringen Firmen wie Sony oder Mitsubishi auch in diesem Jahr neue 3D-Fernsehgeräte und Blu-ray-Player mit auf die Ausstellungsflächen. Passend dazu verabschiedete die Blu-ray Disc Association bereits Ende 2009 den Blu-ray-3D-Standard. Damit ist der Weg frei für hochauflösendes, dreidimensionales Kino-Erlebnis in den eigenen vier Wänden.

Vielleicht gelingt der 3D-Technik im Jahr 2010 endgültig der Durchbruch. Aber egal ob 3D-Fernseher, Netbook, E-Book-Reader oder Smartphone: Welche Produkte den Sprung von der Ausstellungsfläche in den Handel und damit nach Deutschland schaffen, entscheidet der Kunde. Denn obwohl sich auf der CES hauptsächlich Journalisten über Produktneuheiten informieren, gilt die Messe auch als Gradmesser für den möglichen Erfolg eines Produktes. Alles, was auf wenig Interesse stößt, wird im nächsten Jahr nicht mehr präsent sein.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Netbook und Asus EeePC.

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