Neue Regelungen im neuen Jahr
Technik & Netz: Das ändert sich 2010
Der Dezember neigt sich dem Ende zu, und wie gewohnt erwarten den Verbraucher im neuen Jahr neue Regelungen und Vorschriften. 2010 bringt niedrigere Handygebühren im EU-Ausland, mehr deutsche HDTV-Sender und neue Bestimmungen für den Internet-Einkauf.
Inhaltsverzeichnis
- 1Fernsehprogramm: Mehr HDTV-Angebote
- 2Handygebühren: Kostensenkung im EU-Ausland
- 3Internethandel: Widerrufsrecht nur noch zwei Wochen
- 4Glühlampen: "Aus" für 75-Watt-Birnen
- 5Stromanbieter: Tarife nach Netzauslastung
Fernsehprogramm: Mehr HDTV-Angebote
Ab Januar 2010 wollen die privaten TV-Sender Sat1, Pro7 und Kabel 1 mit dem HDTV-Sendebetrieb starten. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF planen, passend zu den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver hochauflösende Bilder zu senden. Ab Mitte Februar beginnen die beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit der unverschlüsselten Ausstrahlung in HD-Qualität über das Astra-Satellitensystem. Für den Empfang benötigen Verbraucher einen HD-Receiver und ein Fernsehgerät mit HD-Ready- oder Full-HD-Logo.
Die kostenpflichtigen HDTV-Programme der Privatsender strahlen die Sendeanstalten nur verschlüsselt aus. Für den Empfang des werbefinanzierten Satelliten-HDTV benötigen Kunden von Sat1, Pro7 und Kabel 1 einen Receiver mit HD+-Logo und passender Enschlüsselungsfunktion. Nach den ersten zwölf Monaten fallen pro Schlüsselkarte und Jahr 50 Euro Kosten an. Ab wann Programme in HDTV-Standard über Kabel zu empfangen sind, steht derzeit noch nicht fest.
Handygebühren: Kostensenkung im EU-Ausland
Die Gebühren für mobiles Telefonieren sollen in EU-Ländern auch nächstes Jahr sinken. Ab dem ersten Juli 2010, passend zur Urlaubszeit, sinkt der Höchstpreis pro Minute auf 46 Cent. Ein Jahr später fallen nur noch maximal 41 Cent pro Gesprächsminute an. Für ankommende Anrufe im EU-Ausland dürfen Mobilfunkanbieter maximal 15 Cent und ab dem Jahr 2011 nicht mehr als 11 Cent berechnen. Das Internet-Surfen im Urlaub per UMTS-Netz kostet ab nächstem Jahr maximal 80 Cent pro Megabyte zuzüglich Mehrwertsteuer. Ab Mitte nächsten Jahres soll außerdem das Abhören der Mobiltelefon-Mailbox im Ausland kostenlos sein.
Internethandel: Widerrufsrecht nur noch zwei Wochen
Das Widerrufs- und Rückgaberecht wird ab dem 11. Juni 2010 zum Teil neu geregelt. Bislang gilt für im Internet ersteigerte Waren eine vierwöchige Widerrufs- und Rückgabefrist. Diese Frist gleicht der Gesetzgeber den Regelungen für andere Online- und Fernabsatzgeschäfte an - und verkürzt die Zeitspanne auf zwei Wochen. Das gilt für Ebay-Auktionen von gewerblichen Anbietern genauso wie beim Einkauf in Online-Kaufhäusern wie Amazon.
Glühlampen: "Aus" für 75-Watt-Birnen
Der 1. September 2010 läutet das Ende für eine weitere Glühlampen-Generation ein: Ab diesm Datum dürfen Zulieferbetriebe Standardlampen ab 75 Watt nicht mehr an den europäischen Handel verkaufen. Das Verbot betrifft auch einige energieeffiziente Halogenleuchten Nennleistung ab 75 Watt. In diesem Segment gestattet der Gesetzgeber in Zukunft nur noch Produktion und Handel mit Leuchten der Effizienzklassen B und C. Händler dürfen ihre Lagerbestände aber noch über den Stichtag hinaus abverkaufen.
Stromanbieter: Tarife nach Netzauslastung
Ab Ende des Jahres 2010 sind die deutschen Versorgungsunternehmen verpflichtet, auch Stromtarife anzubieten, die niedrigen Verbrauch und Strombezug abseits der Spitzenlast-Zeiten belohnen. Damit wollen die Behörden unter anderem eine gleichmäßigere Netzauslastung erreichen. Die neuen Tarifangebote sollen Kunden dazu anregen, ihren Stromverbrauch zu überdenken. Die Beteiligten hoffen, dadurch vorhandene Kraftwerke effizienter nutzen zu können und Leistungsspitzen im Stromnetz zu vermeiden.

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Wenn mir nun noch einer sagen kann, warum ich für WerbeTV auch noch Geld zahlen soll, könnte ich einen Sinn darin sehen.