Amerikanische Firma fordert Schadenersatz wegen Markenverletzung

Bing: Design-Unternehmen verklagt Microsoft

Bing: Design-Unternehmen verklagt Microsoft Das Unternehmen Bing! Information Design LLC reichte in den USA am Mittwoch, dem 16. Dezember, Klage gegen den Softwarekonzern Microsoft ein. Der Dienstleister wirft Microsoft eine Verletzung der eigenen Markenrechte vor. Nach eigenen Angaben nutzt die Design-Firma den Namen "Bing" schon deutlich länger, als sich Microsofts gleichnamige Suchmaschine auf dem Markt befindet.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bing! Design seit neun Jahren aktiv
  2. 2Verwechslungsgefahr
  3. 3Microsoft: Wir respektieren Marken anderer Menschen

Bing! Design seit neun Jahren aktiv

Das Unternehmen gab an, den Namen Bing! bereits seit dem Jahr 2000 zu verwenden. Außerdem habe die Design-Firma bereits Antrag auf eine Registrierung der Markenbezeichnung gestellt. Microsoft hatte erst im Mai des Jahres 2009 die eigene Suchmaschine unter dem Namen Bing gestartet.

Bing! Information Design erstellt interaktive Abbildungen, Zeichnungen, Grafiken, Animationen, technische Diagramme und erbringt weitere Dienstleistungen. Das Unternehmen nutzt das Internet, Suchmaschinen und die eigene Webseite, um Produktwerbung zu platzieren. Auch Microsoft bewirbt die Suchmaschine Bing derzeit intensiv, um dem Bekanntheitsgrad des Suchdienstes zu steigern.

Werbung

Verwechslungsgefahr

Nach Aussagen der Anwaltskanzlei The Simon, die das klagende Unternehmen vertritt, kommt es zu "Verwechslungen mit Blick auf das Verhältnis zwischen den beiden Parteien". Außerdem werde "die Öffentlichkeit im Hinblick auf die Herkunft der Dienstleistungen der Klägerin verwirrt und der Wert ihrer Marke geschwächt."

Bing! Information Design gibt weiterhin an, dass Microsoft von der Existenz des Unternehmens gewusst habe, bevor der Konzern die gleichnamige Suchmaschine gestartet hatte. Der Kläger fordert daher, dass Microsoft die dem Unternehmen entstandenen wirtschaftlichen Nachteile ersetzt. Darüber hinaus soll der Konzern für die Kosten zukünftiger Werbemaßnahmen aufkommen, die potenzielle Bing!-Kunden vor Verwechslungen zwischen Suchmaschine und Design-Studio warnen sollen.

Microsoft: Wir respektieren Marken anderer Menschen

Microsoft reagiert gelassen auf die Klage: "Wir glauben, dass die Vorwürfe haltlos sind, und wir glauben nicht, dass es zu einer Verwirrung auf dem Markt im Hinblick auf die Angebote der Klägerin und Microsoft Bing gekommen ist", sagte ein Pressesprecher von Microsoft gegenüber dem amerikanischen Blog Ars Technica. "Wir respektieren die Marken und das geistige Eigentum anderer Menschen und sehen den nächsten Schritten der Justizbehörden zuversichtlich entgegen."

Bing! Information Design muss das Gericht vor allem davon überzeugen, dass die Suchmaschine von Microsoft mit dem Design-Unternehmen verwechselt werden könnte. Das amerikanische Markenrecht gestattet in der Regel zwei Unternehmen die Führung des gleichen Markennamens, solange die Firmen in unterschiedlichen Märkten agieren.

Links zum Thema

Kommentieren