Erste Produkte kommen 2010
Blu-ray: 3D-Standard verabschiedet
Eines der wichtigsten Gremien für den Home Entertainment-Bereich ist die Blu-ray Disc Association. Die Branchenvertreter haben gerade die Spezifikationen für Blu-ray-3D verabschiedet. Damit ist der Weg frei für das dreidimensionale Heimkino.

Inhaltsverzeichnis
- 1Erste Abspielgeräte vermutlich im Jahr 2010
- 2Langsame Verbreitung erwartet
- 3Kein 3D-Film ohne passende Aufnahmen
2010 wird das Jahr für Filme, Spiele und Fotos in 3D. Das zumindest hoffen Hightech-Fans und Hersteller wie Sony oder Panasonic, die derzeit eifrig an 3D-tauglichen TV-Geräten und Displays basteln. Den offiziellen Startschuss für das räumliche Filmvergnügen auf Blu-ray hat jetzt die Blu-ray Disc Association (BDA) gegeben. Die Spezifikationen für "Blu-ray 3D" stehen endlich fest.
Entsprechende Player geben 3D-Filme in HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wieder. Da die aktuelle Technik für die räumliche Darstellung jedem Auge ein eigenes Bild zur Verfügung stellt, steigt auch die Datenmenge um etwa 50 Prozent. Blu-ray-Discs fassen allerdings bis zu 50 Gigabyte. Das genügt für einen langen Spielfilm, inklusive Surround-Sound, Bonusmaterial, Untertiteln und verschiedenen Sprachversionen. Die 3D-Blu-ray ist dabei unabhängig von der Display-Technik, egal, ob diese mit Polarisations- oder Shutter-Brille arbeitet.
Als 3D-Codec definiert die BDA eine Erweiterung des aus der HD-Welt bekannten H.264 Advanced Video Coding (AVC), das Multiview Video Coding (MVC). Für die entsprechenden Blu-ray-Player schreibt das Gremium vor - wie nicht anders zu erwarten - dass sie abwärtskompatibel zu 2D-Blu-ray-Videos und herkömmlichen DVDs sein müssen.
Erste Abspielgeräte vermutlich im Jahr 2010
In der BDA sammeln sich alle Unternehmen, die in der IT- und Unterhaltungselektronikbranche Rang und Namen haben. Neben den großen US-Filmstudios wie Twentieth Century Fox, Walt Disney oder Warner Bros sind Hardware-Hersteller wie Dell, Intel, Panasonic, Sony, Philips, Acer oder AMD dabei. Auch Forschungseinrichtungen wie das deutsche Fraunhofer Institut sind mit von der Partie.
Erste Abspielgeräte mit Blu-ray 3D und TV-Geräte werden für 2010 erwartet. Sony hat bereits 3D-Fernseher aus der Bravia-Serie für das Jahr 2010 angekündigt. Da es noch zu wenig Filme gibt, werden die Nutzer das Angebot durch Spiele ergänzen müssen. Auch Panasonic hat bereits einen 50-Zoll-Plasma-Fernseher mit der räumlichen Technik gezeigt. Andere Hersteller wie LG oder Philips werden nach eigenen Angaben nachziehen.
Langsame Verbreitung erwartet
Mancher Heimkinofan mag befürchten, dass mit dem neuen Format die bestehende Videosammlung überflüssig wird. Wer vor einigen Jahren seine VHS-Videoschätze dem örtlichen Wertstoffhof anvertraut, dann eine neue Heimkinobibliothek mit DVDs aufgebaut hat, und seit einigen Monaten sozusagen scheibchenweise auf Blu-ray umsteigt, muss seine Hardware nicht sofort auf ein neues Format umstellen.
Denn 3D wird sich im Heimkinobereich wohl deutlich langsamer durchsetzen als die DVD. Erstens hat die Technik durchaus noch Mängel. So sind die Shutterbrillen, bei denen in schneller Folge jeweils das linke oder rechte Auge mit einem Bild beliefert wird, oder die Polarisationsbrillen nicht jedermanns Sache und können auf Dauer ermüdend wirken.
Kein 3D-Film ohne passende Aufnahmen
Zweitens gibt es noch zu wenig Filme in 3D. Zelluloid-Klassiker aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wie "Vom Winde verweht" lassen sich zwar auf ein hochauflösendes digitales Format übertragen, aber nicht in 3D. Deshalb ist "Vom Winde verweht" auf DVD und auf Blu-ray erhältlich, eine dreidimensionale Version wird es aber niemals geben. So wird die Auswahl an 3D-Filmen noch für längere Zeit spärlich bleiben.
Die 3D-Videos müssen mit speziellen 3D-Kameras aufgenommen werden. So wie James Camerons spektakulärer 3D-Blockbuster "Avatar", der in diesen Tagen gerade in den Kinos anläuft. Immerhin ein Anfang. Aber es wird noch einige Jahre dauern, bis sich das 3D-Format etabliert hat - und noch viele Jahre, bis die DVD-/Blu-ray-Videothek reif ist für den Keller.

Egal letztlich wird das produziert was verbreitet ist, das ist die DVD und die wird noch Jahre lang so bleiben, gibt keinen Grund auf Blue Ray umzusteigen, letztlich zählt das man auf einem Medium einen Film kucken...
2D nach 3d Ist ganz einfach: Heute schon möglich mit beliebigen 2D-Material: mit einer X-3D TV Box, die mit 50Hz / 60Hz Röhrenfernseher arbeitet kann ich heute schon (noch) Starwars Episode III (der...
Sehe ich auch so. Auf der IFA 2009 in Berlin wurde solch ein Verfahren demonstriert. Jeder Besucher konnte sich von den Stärken (und den noch vorhandenen Schwächen) selbst und von ganz nahe überzeugen.
Eine dreidimensionale Version von "Vom Winde verweht" wird es niemals geben? -Rein theoretisch könnte es schon mal eine geben. Technisch ist es nämlich grundsätzlich möglich, einen 2D-Film nachträglich am...