Blogeintrag: Israelische Zöllner schießen auf verdächtigen Rechner

Tel Aviv: Drei Kugeln für ein MacBook

Die US-Amerikanerin Lily Sussmann musste bei einer Grenzkontrolle im Tel Aviver Flughafen erleben, dass Zollbeamte auf ihr Apple MacBook feuerten. In ihrem Blog erzählte sie die Geschichte und zeigt Bilder des misshandelten Edel-Notebooks.

Tel Aviv: Drei Kugeln für ein MacBook
Gepäckkontrolle in Tel Aviv: Nach Angaben einer amerikanischen Bloggerin schossen israelische Zöllner auf ihr MacBook.

Die Internet-Seite der Amerikanerin berichtete bereits Ende November von der folgenreichen Zollkontrolle. Nach eigenen Angaben wollte Lily Sussmann Verwandte in Tel Aviv besuchen. Bei der Kontrolle auf dem Flughafen forderten israelische Grenzpolizisten die junge Frau auf, ihr Gepäck stehen zu lassen. Anschließend begleiteten die Beamten die Amerikanerin in ein Verhörzimmer.

Werbung

Bei näherer Untersuchungen des Gepäcks entdeckten die Zöllner ein auffälliges Foto auf der Speicherkarte der Digitalkamera Sussmanns. Die Aufnahme zeigte Graffiti mit einem Davidstern und dem Wort "Fuck". Die Amerikanerin will den Zöllnern versichert haben, dass sie jüdische Verwandte habe und dieses Bild lediglich aufgenommen habe, da sie es empörend fand.

Den Grenzpolizisten fanden die Antworten von Sussmann anscheinend unbefriedigend, das zumindest vermutet die Bloggerin. Denn kurz darauf klang eine Durchsage durch die Lautsprecheranlage. Die Ansage warnte die Fluggäste davor, sich nicht vor Gewehrsalven zu erschrecken - ein verdächtiges Gepäckstück solle zerstört werden.

Tel Aviv: Drei Kugeln für ein MacBook
Angeschossener Edel-Laptop: Die Festplatte überstand den Angriff, ohne Schaden zu nehmen.

Nach dem Ende Befragung erhielt die nichts Böses ahnende Sussmann ihr Gepäck zurück. Anschließend, so berichtet ihr Blog, musste die junge Frau feststellen, dass es sich bei dem zuvor erwähnten "verdächtigen Gepäck" um ihren Laptop handelte. Drei Gewehrkugeln hatten das MacBook durchschlagen. Zum Glück für Lilly Sussmann traf keiner der Schüsse die Festplatte des Rechners. Somit konnte die Israel-Reisende zumindest die auf dem Laptop gespeicherten Daten retten.

Inzwischen hat die Amerikanerin auf ihrem Blog auch ein Video veröffentlicht, in dem sie über den Zwischenfall berichtet. Nach Angaben von Sussmann haben die israelischen Behörden inzwischen eingelenkt und ihr Ersatz für das zerstörte MacBook in Aussicht gestellt.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Mit einer verschlüsselten Festplatte und leeren Speicherkarten wäre das nicht passiert.

Tja, was soll man sagen... Vielleicht, dass ich auch jüdische Verwandte habe, aber diese Art, sich zu verhalten mehr als empörend finde! Und dabei hat sie noch Glück. Man stelle sich...

Eigenen Kommentar schreiben