Tipps zu Einrichtung und Anwendungen
Google Chrome Extensions: Guter Start
Mit Google Chrome hat der Internet-Gigant vor einem Jahr seinen Browser vorgestellt, der Firefox & Co. das Fürchten lehren soll. Für Chrome gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Extensions. Netzwelt gibt eine Einführung und stellt die besten Erweiterungen kurz vor.

Inhaltsverzeichnis
- 1Unterstützung für Extensions aktivieren
- 2Der Extension Manager: Noch nicht auf Firefox-Niveau
- 3Drei Arten von Chrome-Erweiterungen
- 4Unterstützung für Arbeit und Kommunikation
- 5Unterhaltung mit Bildern und Videos
- 6Eigene Extensions entwickeln
- 7Fazit: Guter Start mit nützlichen Anwendungen
Bereits im September 2008 hat Google mit Chrome den ersten eigenen Webbrowser veröffentlicht. Die kostenlose Anwendung tritt gegen eine Reihe etablierter Browser, darunter Internet Explorer, Firefox und Safari, an. Dabei haben die Entwickler vor allem auf die Sicherheit und Geschwindigkeit des neuen Browsers geachtet. Die Verbreitung des Google-Browsers hält sich allerdings in Grenzen. Nach einer aktuellen Erhebung des amerikanischen Unternehmens Net Applications hat Chrome zwar bereits den Apple-Browser Safari überholt, der Marktanteil des Browsers liegt aber immer noch im niedrigen, einstelligen Prozentbereich.
Wichtiger als die anfängliche Verbreitung ist für Google jedoch, dass rund um den Browser ein "Ökosystem" aus Entwicklern und Hilfsprogrammen entsteht - unter anderem deshalb, weil Chrome das Kernstück des hauseigenen ChromeOS-Betriebssystems darstellt. Dazu hat Google den gesamten Quellcode unter dem Namen "Chromium" als Open Source freigegeben und öffnet seinen Browser über die Einbindung von Extensions für Drittanbieter.
Unterstützung für Extensions aktivieren
Google Chrome befindet sich offiziell immer noch im Beta-Status. Google gibt regelmäßig neue Testversionen heraus und arbeitet derzeit an der Unterstützung weiterer Betriebssysteme. Erst seit Mai 2009 steht eine Version für Entwickler bereit, in der Anwender die Unterstützung für Extensions aktivieren können. Dazu startet der Nutzer den Browser einfach mit der Option "--enable-extensions" auf der Kommandozeile in Windows oder Linux.
Seit dem 8. Dezember 2009 ist Google Chrome einen bedeutenden Schritt weiter: Google hat mit Google Chrome 4 die erste Ausgabe des Beta-Browsers freigegeben, die den so genannten Extension Manager enthält. Das Hilfsprogramm arbeitet derzeit aber nur in den Windows- und Linux-Editionen. Zwar hat der Hersteller parallel auch eine erste Browser-Version für MacOS X freigegeben, die Apple-Ausgabe des Browsers kann aber noch nicht mit Erweiterungen umgehen.
Der Extension Manager: Noch nicht auf Firefox-Niveau
Um den Extension Manager zu starten, genügt nun ein Klick auf die entsprechende Schaltfläche in der Symbolleiste am rechten Rand von Google Chrome. Alternativ gibt der Anwender den Befehl "chrome://extensions" in die Adresszeile ein. Wer nun aber eine ausgefeilte Umgebung zur Verwaltung aller möglichen Plug-ins und Add-ons erwartet, wird enttäuscht: Der Browser zeigt ein einfaches Fenster an, das alle installierten Erweiterungen auflistet. Bei Bedarf lassen sich ungenutzte Einträge auch wieder entfernen.

Alle aktuellen Erweiterungen zeigt Google in der Chrome Extension Gallery an. Der Online-Marktplatz steht über eine eigene Webseite zur Verfügung, den Link finden sie im Kasten Links zum Artikel unter diesem Beitrag. Derzeit verzeichnet die Seite etwas mehr als 350 Anwendungen. Im Vergleich zum ausgefeilten Erweiterungssystem von Mozilla Firefox wirkt in der Extension Gallery aber alles noch sehr rudimentär. Beispielsweise steht - ganz untypisch für Google - nur eine mangelhafte Suchfunktion bereit, die die Beschreibungen nicht zuverlässig durchsucht.
Im Bereich Sicherheit liegt Google Chrome aber eindeutig vorn: Der Browser startet jede Erweiterung in einem eigenen Prozess, fehlerhafte Drittsoftware kann den Browser daher nicht zum Absturz bringen. Gleichzeitig muss sich der Anwender nicht um Updates der installierten Extensions kümmern - dies erledigt Google Chrome eigenständig im Hintergrund. Dieser Komfort ist in Firefox derzeit nicht in Sicht.

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