Markforscher analysieren Playstation 3-Kosten

Playstation 3: Sony schreibt weiterhin Verluste

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts iSuppli fährt Sony nach wie mit jeder verkauften Playstation 3 Verluste ein. Vor knapp einem Jahr sagte das Marktforschungsunternehmen noch voraus, dass die Konsolenverkäufe des japanischen Hardware-Herstellers im Jahr 2009 die Gewinnzone erreichen werden.

Playstation 3
Kostenaufstellung der Playstation 3 (Quelle: iSuppli)

Seit Verkaufsbeginn der neuen Konsolengeneration schreibt Sony bei jeder verkauften Playstation 3 rote Zahlen. Das Jahr 2006 markiert den Verkaufsstart der Konsole, damals subventionierte der Hersteller noch jedes Gerät mit mehreren hundert US-Dollar. Im Jahr 2008 hingegen lagen die Verluste pro verkaufter Konsole nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts iSuppli bei 50 US-Dollar - umgerechnet 35 Euro.

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Für die neue Slim-Version der Playstation 3 mit 120 Gigabyte Speicherplatz berechneten die Marktforscher nun erneut die Produktionskosten. Angeblich konnte der Hersteller aber dank des kleinen Gehäuses sowie einer günstigeren Version des verwendeten Cell-Prozessors die Kosten der Konsole im Vergleich zum Vorgängermodell massiv drücken. Die aktuelle Marktlage hat den Hersteller allerdings bereits zu ersten Preissenkungen gezwungen.

Bei der Playstation 3 Slim hat Sony die Ausstattung im Vergleich zur ersten Generation der Playstation 3 weiter gekürzt. Die Abwärtskompatibilität zur Playstation 2 fiel ebenso dem Rotstift zum Opfer wie jüngst die Unterstützung für Linux. Zudem verfügt die Konsole nur mehr über zwei anstatt wie früher vier USB-Ports.

In den USA kostet die Playstation 3 Slim mit 120 Gigabyte derzeit 300 US-Dollar, nach Angaben der Marktforscher schreibt Sony damit bei jedem verkauften Gerät ein Minus von rund 37 US-Dollar - umgerechnet 26 Euro. Der größte Teil der Kosten soll nach wie vor auf das Blu-ray-Laufwerk entfallen, das im Einkauf 66 US-Dollar kostet - umgerechnet 45 Euro.

Die Playstation 3 stellt für Sony dennoch ein rentables Geschäft dar, allerdings erwirtschaftet das Unternehmen den Gewinn hauptsächlich über Softwareverkäufe und Zubehör. Die Konkurrenz macht es dennoch bei weitem besser: Nintendo erzielt mit seinen Wii-Konsolen schon seit Verkaufsstart Gewinne, Microsoft hat mit seiner Xbox 360 ebenfalls längst die Gewinnzone erreicht.

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