Kopenhagener Studie zeigt: Apple-Fans lieben ihr Smartphone
iPhone-Syndrom: Hype trotz technischer Mängel
Ein Beratungsunternehmen aus Kopenhagen kritisiert Apples iPhone wegen angeblicher technischer Mängel. Auch die Apple-Kunden nehmen die Berater aufs Korn. Sie würden die Mängel des Smartphones ignorieren und gegen Kritiker verteidigen. Die Berater sprechen von einem regelrechten "iPhone-Syndrom".

Apples iPhone-Kunden sind treue Kunden. Dass diese Treue manchmal blind für die Mängel des Geräts macht, behauptet jetzt eine Studie des dänischen Beratungshauses Strand Consult. Nach Meinung der Marktforscher hat das Kult-Handy von Apple einige gravierende technische Mängel, über die Apple-Fans aber geflissentlich hinwegsehen oder sogar gegen Kritiker verteidigen.
In einem Report listet Strand Consult insgesamt 20 angebliche Probleme beim iPhone auf. Alles Probleme, die iPhone-Fans angeblich nicht sehen wollten oder mit einem wohlfeilen Gegenargument zu widerlegen suchten. Strand Consult listet Kritikpunkte gegen das iPhone auf - und die Gegenargumente der Apple-Fans.
Auszug aus der Strand Consult-Liste
- Kritikpunkt: Das iPhone kann keine MMS versenden.
- Gegenargument: MMS benötigt ohnehin kein Anwender.
- Kritikpunkt: Für SMS steht keine Weiterleiten-Funktion zur Verfügung.
- Gegenargument: Diese Funktion wurde mangels Nutzerinteresse nicht integriert.
- Kritikpunkt: Die eingebaute Kamera ist schlecht.
- Gegenargument: Die Kamera genügt für ein Handy - und das iPhone macht tolle Fotos damit.
- Kritikpunkt: Kein Multitasking möglich.
- Gegenargument: Das ist eine bewusste Entscheidung der Entwickler, dadurch reagiert auch die Bedienoberfläche schneller. Das iPhone hat alle Funktionen, die wirklich nötig sind.
- Kritikpunkt: Der Akku lässt sich nicht wecheln.
- Gegenargument: Niemand oder nur sehr wenige Leute laufen mit Ersatzbatterien herum.
- Kritikpunkt: Apple allein entscheidet, welche Software der Anwender installlieren kann.
- Gegenargument: Damit gewährleistet Apple, dass nur gute Programme auf das iPhone gelangen.
- Kritikpunkt: Keine Unterstützung für Java, deshalb müssen Spiele eigens entwickelt werden.
- Gegenargument: Diese Spiele sind besser, weil sie speziell für das iPhone entwickelt wurden.
iPhone-Fans und das "Stockholm Syndrom"
Die bedingungslose Identifikation der Anwender mit dem iPhone bezeichnet Strand Consult als "iPhone-Syndrom" in Anlehnung an das "Stockholm Syndrom". Dieser von Psychologen geprägte Begriff geht zurück auf ein Geiseldrama im Jahr 1973 in Stockholm, bei dem die Opfer nach einigen Tagen Sympathien für die Geiselnehmer entwickelt hatten.
Allerdings behaupten die Mobilfunk-Experten aus Kopenhagen keineswegs, dass das Apple-Handy ein schlechtes Smartphone sei. Apple hat nach Angaben des Unternehmens ein schönes Mobiltelefon mit einer "fantastischen Bedienoberfläche" auf den Markt gebracht. Die Hersteller aus dem Mitbewerb wie Nokia, Sony Ericsson, Samsung, LG oder HTC könnten neidisch werden, angesichts der Euphorie, die Apple bei seinen Kunden ausgelöst habe.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 9 Beiträge
Also für die, die der Meinung sind der Bericht sei schlecht recherchiert, es handelt sich um das erste Iphone, was genau diese Mängel aufweist. Alle Iphone oder generell Appleuser die ich kenne, leiden in meinen...
Was für ein Mist, stellt wuch mal vor, im Appstore wären Programme von jedem Müllhersteller. Die Kontrolle durch Apple ist es doch, was das iPhone so gut macht. JB gibts ja zum Glück auch noch.
@Martinson @Thomas1979 @fprem Ihr habt wohl das "Stockholm Syndrom". Preis und technische Leistung stehen beim iPhone 3G(S)in keinem Zusammenhang. Viel zu überteuert.
LOL ich hatte auch mehr als drei Fragezeichen im Gesicht und die große Frage was können andere Smartphones (nicht) ?
Mich ärgert viel, viel mehr die Unzuverlässigkeit von iTunes. Syncronisationen dauern ne halbe Stunde und meh ... wenn sich überhaupt iTunes dazu herablässt. Und dass ich nicht zB über den Explorer auf die...