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MSI GT640 im Test: Gaming-Notebook mit Vierkern-Prozessor
Rechenstarker 15-Zoll-Gaming-Rechner

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Das MSI GT640 gilt als Flaggschiff unter den Spieler-Notebooks des Herstellers. Vier Prozessorkerne arbeiten auf der Platine, mit der Nvidia Geforce GTS 250M steckt außerdem eine der schnellsten mobilen Grafikkarten im Gehäuse. Vier Gigabyte RAM stecken in den beiden RAM-Slots. Die Hardware-Zusammenstellung soll den Konkurrenzgeräten den Rang ablaufen, doch die zusätzlichen Rechenkerne bringen auch Nachteile.

Das MSI GT640 gilt als Flaggschiff unter den Spieler-Notebooks des Herstellers. Vier Prozessorkerne arbeiten auf der Platine, mit der Nvidia Geforce GTS 250M steckt außerdem eine der schnellsten mobilen Grafikkarten im Gehäuse. Vier Gigabyte RAM stecken in den beiden RAM-Slots. Die Hardware-Zusammenstellung soll den Konkurrenzgeräten den Rang ablaufen, doch die zusätzlichen Rechenkerne bringen auch Nachteile.

Technik: Vier Kerne für mehr Leistung

Der spiegelnde Monitor misst in der Diagonale 15,4 Zoll bei einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln. Sowohl Helligkeit als auch Betrachtungswinkel des Bildschirms können überzeugen. Auf der Platine steckt ein Vierkern-Prozessor von Intel. Die CPU stammt aus der neuen mobilen Core i7-Reihe. MSI entschied sich beim GT640 für das kleinste Modell, den 720QM mit einem Takt von 1,60 Gigahertz. Im integrierten Turbomodus taktet die CPU auf maximal 2,80 Gigahertz hoch. Spiele profitieren allerdings kaum von den vier Kernen des Prozessors - und die sehr gute Leistung bringt auch einige Nachteile mit sich.

Für die Grafikberechnung zeichnet die Nvidia Geforce GTS 250M verantwortlich. Die Karte gehört zu den schnellsten mobilen Grafikkarten am Markt, allerdings limitiert MSI die Speicherbandbreite anstelle der üblichen 256-Bit-Anbindung auf 128 Bit. Die Grafikkarte bietet dennoch genügend Leistung, um aktuelle Spiele in der nativen Auflösung des Bildschirms mit hohen Details zu spielen. Die durchschnittlichen Frame-Raten liegen allerdings vielfach nur knapp im flüssigem Bereich. Ob das Gerät auch zukünftige Grafikblockbustern in voller Auflösung und mit maximalen Details wiedergibt, bleibt daher fraglich.

Die beiden RAM-Slots sind mit vier Gigabyte DDR3-Speicher voll belegt. Trotz der Speicherfülle und der 64-Bit Architektur des Prozessors installiert MSI auf dem GT640 lediglich die 32-Bit-Version von Windows 7 Home Premium. Als Folge adressiert der Rechner nur gut drei Gigabyte des verbauten Speichers. Als Festplatte steckt eine Western Digital des Typs Scorpio Blue im Gehäuse, der Datenträger bietet ein Fassungsvermögen von 500 Gigabyte.

MSI GT640
3D Mark Vantage (high)2320
S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat (1680 x 1050)32,0 FPS
Resident Evil 5 (1680 x 1050)39,5 FPS
Far Cry 2 (1680 x 1050)29,5 FPS
3D Mark Vantage (performance)3839
S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat (1280 x 1024)41,0 FPS
Resident Evil 5 (1280 x 1024)49,9 FPS
Far Cry 2 (1280 x 1024)34,9 FPS
Cinebench R10 32bit (1 CPU)3002
Cinebench R10 32 bit (x CPU)7796
HDD Tune Minimum34,4 MB/sek.
HDD Tune Maximum76,8 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt55,9 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit16,9 ms

Akkuleistung und Lautstärke: Unbefriedigend

Die Zeche für hohe Prozessorleistung und schnelle Grafikkarte zahlt der Akku des MSI-Notebooks: Die leistungshungirge Hardware saugt den Sechs-Zellen-Akku förmlich leer. Im Spielbetrieb wird der Bildschirm bereits nach 80 Minuten schwarz, die Laufzeit im Office-Betrieb fällt mit nicht ganz zwei Stunden ebenfalls unbefriedigend aus.

Auch der Filmbetrieb fordert dem Energiespeicher einiges ab: Bei einer Laufzeit von rund 90 Minuten bekommt der Anwender nicht jeden Abspann zu Gesicht, bevor das Gerät wieder an die Steckdose muss. Bei Bedarf verlängern die Stromsparmodi zwar den Atem des Akkus ein wenig, das geht allerdings zu Lasten der Leistung und der Bildschirmhelligkeit.

Akkuleistung
Spielen80 min.
Film90 min.
Office115 min.

Ein weiterer Nachteil der Vierkern-Lösung macht sich bei der Lautstärke bemerkbar. Trotz eines großen Kühlsystems - bestehend aus zwei Heatpipes und einem Lüfter - bleibt das Notebook so gut wie immer hörbar. Im Leerlauf dreht der Lüfter immer wieder für kurze Zeit auf, unter Last sorgt die hohe Drehzahl des Lüfters für eine konstant hohe Geräuschkulisse.

Lautstärke
idleLast
35,4 db44,1 db

Tastatur und Touchpad

Das Testnotebook verfügt über ein englisches Tastaturlayout mit deutscher Tastenbelegung. Nach Angaben des Herstellers steht der Rechner auch mit deutschem QWERTZ-Tastenfeld zum Verkauf. Beim normalen Tippen irritiert das englische Layout kaum, die andere Beschriftung der Umlaute und Sondertasten irritiert allerdings. Hier schafft nur das Umschalten auf die original englische Tastenbelegung Abhilfe.

Das Layout der getesteten Tastatur weist auch sonst noch ein paar Eigenarten auf: Die "Entfernen"-Taste befindet sich mittig über dem Ziffernblock, die Tasten "Steuerung" und "Funktion" haben im Vergleich zu üblichen Laptop-Keyboards die Position getauscht. Die Verarbeitungsqualität der Tastatur bietet ebenfalls Anlass zur Kritik: Das Tastenfeld gibt bei stärkeren Anschlägen auf der gesamten Fläche nach.

MSI GT640

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Der Displaydeckel besteht aus Aluminium

Wie bei den anderen Notebooks der MSI G-Serie integriert der Hersteller auch das Touchpad der GT640 mitsamt beider Tasten in die Handballenauflage. Im Dauertest senkte sich die linke Touchpadtaste nach rund zwei Wochen Betrieb leicht ab, als Ergebnis fällt bei der Bedienung immer wieder die neue Kante zwischen den beiden Tasten auf.

Anschlüsse: Alles an Bord

Zu den größten Stärken des MSI GT640 zählen neben der Leistung die zahlreichen Anschlüsse. Das Notebook bietet einen Expresscard-Slot 54 sowie je einen VGA- und HDMI-Anschluss für Zweitmonitore. Beide Buchsen befinden sich neben dem Stromanschluss an der Rückseite des Notebooks. Daneben verfügt das MSI GT640 über drei USB-Ports, einer davon dient gleichzeitig als eSata-Anschluss. Auch eine Firewire-Schnittstelle, ein Modem- und ein Antennen-Anschluss stehen bereit. Die Verbindung zu anderen Geräten nimmt der Laptop per Gigabit-LAN, WLAN oder Bluetooth auf. Speicherkarten nimmt der eingebaute Kartenleser entgegen.

Oberhalb der F-Tasten befinden sich noch zehn weitere Knöpfe. Die Schalter steuern den Media-Player, die Betriebsmodi des Notebooks und schalten die drahtlosen Verbindungen sowie die Zwei-Megapixel-Webcam ein und aus. Optisch hebt sich das MSI GT640 durch seine roten Elemente und die großen Flächen aus Aluminium von der Konkurrenz ab. Das gleiche, auffällige Design zierte bereits die Vorgängermodelle.

Fazit: Keine Vorteile durch vier Kerne

Das MSI GT640 hinterlässt einen gespaltenen Eindruck. Die Rechenleistung kann begeistern, auch Design und Gehäuseverarbeitung wissen zu gefallen. Bei der Spieleleistung trübt lediglich die ausgebremste Grafikkarte den guten Eindruck. Außerdem steht vielen Anwendungen mangels 64-Bit-Betriebssystem nicht der gesamte Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Doch die leistungsstarke Hardware fordert vor allem bei der Akkuleistung ihren Tribut: Als Arbeitsgerät eignet sich das MSI GT640 aufgrund des hohen Gewichts und der bescheidenen Akkkulaufzeit nicht. Daneben stört die hohe Lautstärke beim Arbeiten. Der Preis des Notebooks fällt aufgrund des Vierkern-Prozessors mit 1.385 Euro vergleichsweise hoch aus. Unter dem Strich bringt der teure Quadcore-Prozessor den meisten Nutzern daher mehr Nach- als Vorteile - es sei denn, der Anwender benötigt die hohe CPU-Leistung für rechenintensive Anwendungen.

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Das MSI GT640 gilt als Flaggschiff unter den Spieler-Notebooks des Herstellers. Vier Prozessorkerne arbeiten auf der Platine, mit der Nvidia Geforce GTS 250M steckt außerdem eine der schnellsten mobilen Grafikkarten im Gehäuse. Vier Gigabyte RAM stecken in den beiden RAM-Slots. Die Hardware-Zusammenstellung soll den Konkurrenzgeräten den Rang ablaufen, doch die zusätzlichen Rechenkerne bringen auch Nachteile.

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Das MSI GT640 gilt als Flaggschiff unter den Spieler-Notebooks des Herstellers. Vier Prozessorkerne arbeiten auf der Platine, mit der Nvidia Geforce GTS 250M steckt außerdem eine der schnellsten mobilen Grafikkarten im Gehäuse.
http://www.netzwelt.de/news/81393-msi-gt640-test-gaming-notebook-vierkern-prozessor.html
2009-12-15 19:42:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/internet440.jpg
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