Maus, Tastatur, Zubehör: Roccat Gaming-Schreibtisch SDMS im Test
Roccat Kova
Eine Besonderheit der sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeigneten Spieler-Maus Roccat Kova ist die Installation ohne Treiber. Einfach den Stecker in einen freien USB-Port des Rechners stecken - und die Maus ist unter Windows 7, XP und Vista aber auch unter Mac OS X einsatzbereit. Das Feintuning nimmt der Besitzer mittels Tastenkombinationen direkt an der Maus vor.
So lässt sich etwa die Leuchtfarbe der eingebauten LED steuern - oder deren Leuchtdauer und Abfolge. Auch die Auflösung des optischen Sensors stellt der Kova-Besitzer direkt an der Maus ein. Die passende Tastenkombination wechselt zwischen den vier Auflösungsstufen 400, 800, 1.600 und 3.200 dpi.

Das geringe Gewicht von 85 Gramm merkt man der Kova an. Ob eine Maus schwer oder leicht in der Hand liegen soll, ist Geschmacksfrage und daher nicht pauschal zu beantworten. Negativ fällt allerdings auf, dass sich die Arvo im Gegensatz zu Roccats Vorzeigemaus Kone nicht mit zusätzlichen Gewichten bestücken lässt.
Selbst große Hände finden auf der Kova ein angenehmes Plätzchen zum Spielen oder Arbeiten. Jede einzelne der insgesamt sieben Tasten gibt hervorragend Rückmeldung an die Fingerkuppe, dies gilt besonders für die linke und rechte Maustaste. Die Rasterung des Mausrades fällt sehr feingliedrig aus, dafür hört man das Scrollrad der knapp 50 Euro teuren Maus im Betrieb kaum. Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls von Roccat stammenden Maus-Pad "Sota" zeigt das Eingabegerät gute Gleiteigenschaften ohne hässliche Kratzgeräusche. Selbst auf nacktem Schreibtisch arbeitet der Sensor ohne Aussetzer bei der Abtastung.
Roccat Apuri
Ein Blickfang auf dem Schreibtisch ist der USB-Hub mit dem Namen "Apuri". Bis zu vier Geräte finden per Kabel Anschluss an den Hub, gleichzeitig übernimmt das Gehäuse auch die Führung des Mauskabels. Einen flexibler Gummiarm, der so genannten "Mouse Bungee", hält die Leitung vom Mauspad fern. Das vermeidet das Verheddern des Kabels mit Tastatur oder Mauspad in hitzigen Spielsituationen.

Den Hub schließt der Nutzer entweder mit dem im Lieferumfang enthaltenen Netzteil an die Steckdose an, oder er verbindet das Gerät nur über ein USB-Kabel mit dem Rechner. Bei angeschlossenem Netzteil liefert jede der vier USB-Schnittstellen genügend Energie für stromhungrige Geräte wie externe Festplatten oder Digitalkameras. Ohne Netzteil finden immer noch Handys oder MP3-Player Anschluss.
Dank drei gummierter Standfüße ruht Roccats Apuri sicher und rutschfest auf dem Schreibtisch. Sauber verlegt bringt das Apuri tatsächlich mehr Ordnung auf den Gamer-Schreibtisch. Den Mauskabelarm kann der Nutzer bei Bedarf entfernen und das Apuri fortan als reines USB-Hub nutzen.
Fazit Roccat SDMS
Wer gerade überlegt, den Schreibtisch zu entrümpeln und die längst überstrapazierte Maus-Tastatur-Kombination in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken, sollte einen Blick auf Roccats SDMS-Serie werfen. Im Paket profitiert der Nutzer neben der einheitlichen Optik der Eingabegeräte und deren Beleuchtung vor allem von einem sauber organisierten Arbeitsplatz.
Positiv fiel im Test vor allem die Gaming-Maus Kova auf. Rechts- und Linkshänder können sich auf eine gelungene Ergonomie, eine gute Verarbeitung und gute Gleiteigenschaften freuen. Auch der praktische USB-Hub Apuri überzeugt den Tester.
Kritik erntet hingegen die Gaming-Tastatur Arvo Compact auf Grund mangelnder Standfestigkeit: Zu leicht lässt sich die von außen nicht sichtbare Metallplatte verbiegen. Für eine Tastatur, die auch mal den ein oder anderen Schlag auf die Tischplatte unbeschadet überstehen sollte, nicht gerade ein schlagendes Kaufargument. Auf der anderen Seite überzeugt das Keyboard durch sinnvoll angeordnete Makrotasten und kompakte Abmessungen.
