Samsung SMX-C10 im Test: Camcorder mit schräger Linse
Unbrauchbar: Schlechte Bildqualität
Alternativ startet und unterbricht ein weiter Aufnahmeknopf neben dem Bildschirm die Aufzeichnung, für dessen Bedienung der Anwender allerdings die linke Hand zu Hilfe nehmen muss. Wenigstens weist der Knopf einen spürbaren Druckpunkt auf. Die Navigation durch das unübersichtliche Menü des C10 erfolgt mit einem kleinen Joystick neben dem Bildschirm. Der Steuerknüppel reagiert allerdings nicht präzise, was im Test für einige Fehleingaben sorgte.
Die Bildqualität der Samsung SMX-C10-Videos lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Der automatische Weißabgleich arbeitet bei wechselnden Lichtverhältnissen nicht zuverlässig, sodass die Farben der Aufnahmen häufig unnatürlich wirken. Zudem weisen die Filme nur wenige Details und geringen Kontrastumfang auf. Außerdem treten bei zügigen Bewegungen des Camcorders Bildstörungen auf, und die Ecken der Videos zeigen dunkle Verfärbungen, die so genannte Vignettierung
Samsung SMX-C10 im Test
680.000 Pixel genügen für Videos mit einer Auflösung von 720 x 480 Bildpunkten.
Zur Schonung des Handgelenks ist das Objektiv um 25 Grad nach oben gedreht.
Hinter einer großen Klappe befinden sich die Fächer für Akku und Speicherkarte, sowie der Strom- und der AV-Anschluss.
Unbequem - Zoomwippe und Auslöser lassen sich nicht gleichzeitig mit Zeigefinger und Daumen bedienen.
Unterhalb der Linse sitzen zwei Mikrofone, die Sprache und Geräusche in verständlicher Qualität aufzeichnen. Das Objektiv bewegt sich lautlos und hinterlässt daher auch keine Geräusche auf der Tonspur. Lediglich in ruhiger Umgebung fallen hin und wieder leise Arbeitsgeräusche des Autofokus sowie die Anschläge der Zoomwippe auf.
Speicherkarten und Schnittstellen
Das Kunststoffgehäuse des Samsung C10 ist sauber verarbeitet. Als Speichermedium akzeptiert der Camcorder SD- und SDHC-Karten. Je eine AV- und eine USB-Schnittstelle dienen zur Datenübertragung - entsprechende Kabel zum Anschließen der Videokamera an Computer und Fernseher gehören zum Lieferumfang. Der Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben von Samsung bis zu 160 Minuten Strom.
Fazit: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Die neuartige Bauweise des Samsung SMX-C10 kann durchaus überzeugen: Das angewinkelte Objektiv entlastet die Hand des Kameramanns merklich. Die ungünstige Platzierung der restlichen Bedienelemente sorgt allerdings dafür, dass die Bedienung des Camcorders insgesamt schlecht von der Hand geht. Auch die Bildqualität des Einsteigermodells wirkt wenig ansprechend. Das Gerät kostet bei Online-Händlern derzeit rund 145 Euro, Camcorder-Einsteiger investieren besser 50 Euro mehr in ein besseres Modell.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Samsung SMX-C10. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Samsung SMX-C10. Zusätzlich haben wir ein Special zu Samsung Digitalkamera vorbereitet.
