Videokamera mit geneigtem Objektiv

Samsung SMX-C10 im Test: Camcorder mit schräger Linse

Samsung baut in den Einsteiger-Camcorder SMX-C10 ein um 25 Grad geneigtes Objektiv ein. Die praktische Bauweise schont das Handgelenk des Hobbyfilmers, da der Nutzer seine Hand zum Filmen nicht anwinkeln muss. Die Ansprüche an Bedienung und Bildqualität des 145-Euro-Camcorders sollten dennoch nicht zu hoch ausfallen.

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Samsung SMX-C10: Der Camcorder SMX- C10 von Samsung sieht von der Seite aus wie ein Meeresbewohner. Die um 25 Grad geneigte Linse verspricht eine natürliche Handhaltung und schont das Handgelenk. Noch dazu ist der Camcorder für 145 Euro äußerst günstig. Zum Video: Samsung SMX-C10

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Sinnvoll: Schiefe Linse
  2. 2Unpraktisch: Komplizierte Bedienung
  3. 3Unbrauchbar: Schlechte Bildqualität
  4. 4Speicherkarten und Schnittstellen
  5. 5Fazit: Gute Idee, schlechte Umsetzung

Sinnvoll: Schiefe Linse

Das Objektiv des Samsung SMX-C10 neigt sich im Vergleich zu Linsensystemen anderer Camcorder um 25 Grad nach oben. Dadurch filmt die Kamera mit Zehnfach-Zoom auch bei entspannter Haltung der Anwenderhand geradeaus. Bei herkömmlichen Camcordern muss der Nutzer hingegen sein Handgelenk anwinkeln, was mit zunehmender Aufnahmedauer anstrengender wird.

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Samsung verbaut im C10 einen 1/6 Zoll großen CCD-Sensor. Die Auflösung von maximal 680.000 Bildpunkten genügt für Videos mit einer Größe von 720 x 480 Pixeln bei 50 Halbbildern pro Sekunde. Als Sucher dient der 2,7 Zoll große Bildschirm. Die Helligkeit der beweglichen Anzeige kann der Nutzer anpassen. Der Blickwinkel des Monitors liegt - wie bei Geräten dieser Preisklasse üblich - bei rund 80 bis 90 Grad.

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Der Autofokus des Samsung C10 gehört nicht zu den schnellsten, arbeitet aber immer noch mit akzeptabler Geschwindigkeit. Zusätzlich bietet der Camcorder dem Nutzer eine Gesichtserkennung, die auf erkannte Personen fokussiert, und einen manuellen Fokus, der jedoch unkomfortabel zu steuern ist.

Unpraktisch: Komplizierte Bedienung

Trotz seines ergonomischen Designs liegt der Samsung C10 nicht sicher in der Hand. Dem Gerät fehlt der Trageriemen, die bei anderen Camcordern zum Austattungsstandard gehört und für sicheren Halt sorgt. Die mitgelieferte Handschlaufe bewahrt die Kamera zwar vor Stürzen, hält das Gerät aber nicht am Handrücken fest.

Der SMX-C10 lässt sich nur mit zwei Händen einschalten, da Samsung den Einschaltknopf auf der Innenseite des Camcorders anbringt. Der Nutzer muss die Taste zudem lange gedrückt halten, bevor die Kamera den Betrieb startet. Auch andere Bedienelemente sind nicht optimal positioniert: Der Anwender erreicht die Zoomwippe nur mit dem Mittelfinger und den Aufnahmeknopf erst nach Änderung der Handhaltung.

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