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Samsung SMX-C10 im Test: Camcorder mit schräger Linse
Videokamera mit geneigtem Objektiv

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Samsung baut in den Einsteiger-Camcorder SMX-C10 ein um 25 Grad geneigtes Objektiv ein. Die praktische Bauweise schont das Handgelenk des Hobbyfilmers, da der Nutzer seine Hand zum Filmen nicht anwinkeln muss. Die Ansprüche an Bedienung und Bildqualität des 145-Euro-Camcorders sollten dennoch nicht zu hoch ausfallen.

Samsung baut in den Einsteiger-Camcorder SMX-C10 ein um 25 Grad geneigtes Objektiv ein. Die praktische Bauweise schont das Handgelenk des Hobbyfilmers, da der Nutzer seine Hand zum Filmen nicht anwinkeln muss. Die Ansprüche an Bedienung und Bildqualität des 145-Euro-Camcorders sollten dennoch nicht zu hoch ausfallen.

Sinnvoll: Schiefe Linse

Das Objektiv des Samsung SMX-C10 neigt sich im Vergleich zu Linsensystemen anderer Camcorder um 25 Grad nach oben. Dadurch filmt die Kamera mit Zehnfach-Zoom auch bei entspannter Haltung der Anwenderhand geradeaus. Bei herkömmlichen Camcordern muss der Nutzer hingegen sein Handgelenk anwinkeln, was mit zunehmender Aufnahmedauer anstrengender wird.

Samsung verbaut im C10 einen 1/6 Zoll großen CCD-Sensor. Die Auflösung von maximal 680.000 Bildpunkten genügt für Videos mit einer Größe von 720 x 480 Pixeln bei 50 Halbbildern pro Sekunde. Als Sucher dient der 2,7 Zoll große Bildschirm. Die Helligkeit der beweglichen Anzeige kann der Nutzer anpassen. Der Blickwinkel des Monitors liegt - wie bei Geräten dieser Preisklasse üblich - bei rund 80 bis 90 Grad.

Der Autofokus des Samsung C10 gehört nicht zu den schnellsten, arbeitet aber immer noch mit akzeptabler Geschwindigkeit. Zusätzlich bietet der Camcorder dem Nutzer eine Gesichtserkennung, die auf erkannte Personen fokussiert, und einen manuellen Fokus, der jedoch unkomfortabel zu steuern ist.

Unpraktisch: Komplizierte Bedienung

Trotz seines ergonomischen Designs liegt der Samsung C10 nicht sicher in der Hand. Dem Gerät fehlt der Trageriemen, die bei anderen Camcordern zum Austattungsstandard gehört und für sicheren Halt sorgt. Die mitgelieferte Handschlaufe bewahrt die Kamera zwar vor Stürzen, hält das Gerät aber nicht am Handrücken fest.

Der SMX-C10 lässt sich nur mit zwei Händen einschalten, da Samsung den Einschaltknopf auf der Innenseite des Camcorders anbringt. Der Nutzer muss die Taste zudem lange gedrückt halten, bevor die Kamera den Betrieb startet. Auch andere Bedienelemente sind nicht optimal positioniert: Der Anwender erreicht die Zoomwippe nur mit dem Mittelfinger und den Aufnahmeknopf erst nach Änderung der Handhaltung.

Alternativ startet und unterbricht ein weiter Aufnahmeknopf neben dem Bildschirm die Aufzeichnung, für dessen Bedienung der Anwender allerdings die linke Hand zu Hilfe nehmen muss. Wenigstens weist der Knopf einen spürbaren Druckpunkt auf. Die Navigation durch das unübersichtliche Menü des C10 erfolgt mit einem kleinen Joystick neben dem Bildschirm. Der Steuerknüppel reagiert allerdings nicht präzise, was im Test für einige Fehleingaben sorgte.

Unbrauchbar: Schlechte Bildqualität

Die Bildqualität der Samsung SMX-C10-Videos lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Der automatische Weißabgleich arbeitet bei wechselnden Lichtverhältnissen nicht zuverlässig, sodass die Farben der Aufnahmen häufig unnatürlich wirken. Zudem weisen die Filme nur wenige Details und geringen Kontrastumfang auf. Außerdem treten bei zügigen Bewegungen des Camcorders Bildstörungen auf, und die Ecken der Videos zeigen dunkle Verfärbungen, die so genannte Vignettierung

Samsung SMX-C10 im Test

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680.000 Pixel genügen für Videos mit einer Auflösung von 720 x 480 Bildpunkten.

Unterhalb der Linse sitzen zwei Mikrofone, die Sprache und Geräusche in verständlicher Qualität aufzeichnen. Das Objektiv bewegt sich lautlos und hinterlässt daher auch keine Geräusche auf der Tonspur. Lediglich in ruhiger Umgebung fallen hin und wieder leise Arbeitsgeräusche des Autofokus sowie die Anschläge der Zoomwippe auf.

Speicherkarten und Schnittstellen

Das Kunststoffgehäuse des Samsung C10 ist sauber verarbeitet. Als Speichermedium akzeptiert der Camcorder SD- und SDHC-Karten. Je eine AV- und eine USB-Schnittstelle dienen zur Datenübertragung - entsprechende Kabel zum Anschließen der Videokamera an Computer und Fernseher gehören zum Lieferumfang. Der Lithium-Ionen-Akku liefert nach Angaben von Samsung bis zu 160 Minuten Strom.

Fazit: Gute Idee, schlechte Umsetzung

Die neuartige Bauweise des Samsung SMX-C10 kann durchaus überzeugen: Das angewinkelte Objektiv entlastet die Hand des Kameramanns merklich. Die ungünstige Platzierung der restlichen Bedienelemente sorgt allerdings dafür, dass die Bedienung des Camcorders insgesamt schlecht von der Hand geht. Auch die Bildqualität des Einsteigermodells wirkt wenig ansprechend. Das Gerät kostet bei Online-Händlern derzeit rund 145 Euro, Camcorder-Einsteiger investieren besser 50 Euro mehr in ein besseres Modell.

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Samsung baut in den Einsteiger-Camcorder SMX-C10 ein um 25 Grad geneigtes Objektiv ein. Die praktische Bauweise schont das Handgelenk des Hobbyfilmers, da der Nutzer seine Hand zum Filmen nicht anwinkeln muss. Die Ansprüche an Bedienung und Bildqualität des 145-Euro-Camcorders sollten dennoch nicht zu hoch ausfallen.

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Samsung SMX-C10 im Test: Camcorder mit schräger Linse
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Samsung baut in den Einsteiger-Camcorder SMX-C10 ein um 25 Grad geneigtes Objektiv ein. Die praktische Bauweise des 145-Euro-Camcorders schont das Handgelenk des Hobbyfilmers, da der Nutzer seine Hand zum Filmen nicht anwinkeln muss.
http://www.netzwelt.de/news/81371-samsung-smx-c10-test-camcorder-schraeger-linse.html
2009-12-11 11:58:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/obama438.jpg
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