Springer fordert Geld für Regionaltitel im Netz

Abendblatt und Morgenpost: Online-Seiten bald kostenpflichtig

Abendblatt und Morgenpost: Online-Seiten bald kostenpflichtig Der Axel Springer Verlag verkauft seine Zeitungstitel nicht nur auf dem iPhone - auch für die herkömmliche Nutzung seiner Webseiten will das Unternehmen künftig Geld kassieren. Zunächst plant der Verlag Gebühren für die Online-Auftritte der beiden Regionaltitel "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost". Starttermin ist kommende Woche.

Der Berliner Axel Springer Verlag will für seine Zeitungen "Die Welt" und "Bild" auf dem iPhone künftig Bares sehen - entsprechende Applikationen stehen in Apples App Store bereit. Aber das stellt nur den ersten Schritt des Medienunternehmens dar: In der kommenden Woche wird auch das herkömmliche Web-Angebot kostenpflichtig - die exklusiven Inhalte einiger Regionaltitel der Verlagsgruppe stehen dann nur noch gegen Gebühr zur Verfügung.

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Als erste Online-Medien setzen die Regionalzeitungen "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" die Bezahl-Strategie um. Online-Leser müssen für das komplette Angebot künftig einen monatlichen Obolus abtreten, der über den Micropayment-Dienst "Click & Buy" abgerechnet wird. Der genaue Preis steht noch nicht fest, dem Vernehmen nach liegt die Gebühr aber unter zehn Euro monatlich.

Weiterhin Gratis-Inhalte

Den Einzelverkauf von Texten plant das Verlagshaus nach eigenen Angaben nicht. Allerdings berichtet das Online-Medienmagazin DWDL, dass Seitenbesucher der beiden Springer-Angebote einen der kostenpflichtigen Artikel ohne Gebühr abrufen können. Ob diese Regelung täglich, wöchentlich, monatlich oder nur einmalig gilt, steht nach Angaben des Mediums derzeit noch nicht fest.

Die Strategie des Axel Springer-Verlags sieht allerdings keine komplette Abkehr von Gratis-Inhalten auf den Online-Seiten des "Hamburger Abendblatts" und der "Berliner Morgenpost" vor. Das Bezahl-Modell betrifft lediglich auf exklusive Nachrichten aus dem lokalen Bereich - Meldungen von Presseagenturen oder überregionale Nachrichten bleiben hingegen kostenlos abrufbar.

Rupert Murdoch setzt Trends

Der Axel Springer Verlag ist nicht das einzige Unternehmen, das in letzter Zeit Geld für seine Online-Inhalte Geld verlangt. Auch der Medienmogul Rupert Murdoch will seine Bezahlinhalte im Netz weiter ausbauen. Der Unternehmer setzt schon seit einiger Zeit auf kostenpflichtige Online-Angebote: Das "Wall Street Journal" kostet auch als Online-Ausgabe seit einiger Zeit Geld. Aktuelle Pläne Murdochs sehen vor, ab nächstem Jahr auch die britische Online-"Times" nur gegen Gebühr anzubieten.

Gleichzeitig wollen die Verlage auch vom Erfolg von Apples App Store profitieren und bringen ihre Inhalte deshalb auf mobile Geräte. Die Preise für die Nutzung von "Die Welt" und der "Bild"-Zeitung auf dem iPhone hängen davon ab, ob der Anwender eine PDF-Ausgabe mit einkauft, und liegen zwischen 1,59 Euro und 4,99 monatlich. Von seinen ursprünglichen Überlegungen, den Handy-Zugriff auf das Web-Angebot der beiden Titel zu verhindern, hat der Axel Springer Verlag inzwischen Abstand genommen.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iPhone hier.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

ja, die "Qualitätsnachrichten", was ja eigentlich das genaue Antonym zu dem ist, was der Axel Springer Verlag veröffentlicht, können künftig nur noch gegen eine monatliche Gebühr gelesen werden... ich finde es...

Na, da kann man dem Springer Verlag ja nur "Viel Glück" wünschen. Bisher hat noch jeder, der das gleiche versucht hat, entweder schnell aufgegeben, oder ist Pleite gegangen. Immerhin hat Springer genügend...

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