Neurosky Mindset zeichnet Gehirnaktivität auf

Gadget Globus: Headset für Gedankensteuerung

Gadget Globus: Headset für Gedankensteuerung Als nächsten Schritt in der Entwicklung der PC-Steuerung sehen viele die Gedankensteuerung an. Zu den führenden Firmen in diesem Bereich zählt Neurosky. Die Kalifornier verkaufen mit dem "Mindset" bereits die passende Hardware. Die Software soll von den Geräteherstellern kommen.

Das Mindset kostet 200 US-Dollar, das entspricht rund 135 Euro. Im Gegensatz zum klassischen Headset arbeitet das Mindset nicht mit einem Mikrofon - stattdessen befindet sich ein Sensor für Gehirnaktivität an der Kopfbügelseite. Zusammen mit dem Bluetooth-Headset liefert der Hersteller noch einen passenden USB-Empfänger sowie einige Demos und kleinere Spiele aus. Über die eigene Webseite bietet der Hersteller weitere kostenlose und kostenpflichtige Software-Titel an.

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Neurosky veröffentlicht zudem regelmäßig neue Software - eine der letzten Neuentwicklungen heißt Visualizer 2.0. Das Programm unterstützt nach der Neuauflage auch Apples iTunes-Dienst. Der Visualizer registriert beispielsweise anhand einer iTunes-Playlist, wie das Gehirn auf die gehörte Musik reagiert und zeigt die ermittelten Daten als Grafik an.

Die Hauptarbeit an der Entwicklung von passender Software sollen jedoch externe Programmierer übernehmen. Beispiel Robotik: Das Neurosky-Headset zeichnet die Befehle des Anwenders auf, um einen Maschinenarm zu bewegen. Der Roboter-Hersteller wiederum stellt das Programm zur Verfügung, dass die Befehle aus dem Headset in Bewegungsanweisungen für die Maschine verwandelt. Dafür steht zwar seit einigen Monaten eine passende Entwicklungssoftware (SDK) bereit, die Zusammenarbeit mit Hardwareherstellern und Entwicklern steht nach Angaben von Neurosky allerdings noch am Anfang. Dass auch Spiele von neuen Bedienkonzepten profitieren können, zeigte unlängst die Bewegungssteuerung der Nintendo Wii - inzwischen arbeiten sowohl Microsoft als auch Sony an vergleichbaren Eingabegeräten.

OCZ NIA: Das Erste seiner Art

Ganz neu ist allerdings weder die Idee noch die Umsetzung eines Headsets für Gedankensteuerung. Vor rund eineinhalb Jahren brachte der Speicherhersteller OCZ bereits den NIA (Neural Impulse Actuator) auf den Markt. Bis heute hat sich die Technologie jedoch nicht durchgesetzt, die OCZ-Hardware liegt zu Preisen von 80 bis 100 Euro in den Händlerregalen und setzt dort Staub an. Einer der zentralen Gründe für das Scheitern der OCZ-Steuerung: fehlende Unterstützung durch die Industrie.

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