Release Candidate 2 unter der Lupe

Thunderbird 3 im Test: Gelungene E-Mail-Suite

Neben dem bekannten Browser Firefox arbeitet das Mozilla-Team auch an dem E-Mail-Programm Thunderbird. Der E-Mail-Client konnte Konkurrenzprodukten wie Outlook oder Evolution bislang kaum Paroli bieten. Das soll mit der neuen Ausgabe Thunderbird 3 nun anders werden. Netzwelt wirft einen Blick auf den Release Candidate 2.

Mozilla Thunderbird 3 RC2
Mozilla Thunderbird 3: Das neue Mozilla-Programm greift auch auf die Adressbücher von Windows und Mac OS X zu.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Download und Installation
  2. 2E-Mail-Einstellungen leicht gemacht
  3. 3Suchfunktion mit deutlichen Verbesserungen
  4. 4Neue Oberfläche mit Tabbed Mails
  5. 5Bessere Zusammenarbeit mit E-Mail-Servern
  6. 6Add-On-Manger: Gute Ideen, wenig Programme
  7. 7Mozilla Raindrop: Der nächste Schritt
  8. 8Fazit: Zuverlässige E-Mail-Suite

Während der Mozilla-Browser Firefox in den vergangenen Jahren signifikante Marktanteile erobert hat, bleibt es um den E-Mail-Client Thunderbird vergleichsweise still. In der Windows-Welt gilt Outlook als beliebtester E-Mail-Client, Linux-Anwender hingegen greifen vielfach zu Evolution als Standard-E-Mail-Anwendung. Viele Anwender können sich vor allem deshalb nicht für Thunderbird erwärmen, da das Programm im Gegensatz zu etwa Outlook auf nützliche Funktionen wie Kalender, RSS-Feeds oder Projektunterstützung verzichtet. Solche Zusatzdienste für Planung und Zusammenarbeit fasst der Begriff "Personal Information Manager" (PIM) zusammen.

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Um die Entwicklung von Thunderbird voranzubringen, hat die Mozilla-Stiftung die Entwicklung von Thunderbird von Firefox abgekoppelt und in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert. Seit September des Jahres 2007 gibt es die so genannte "Mail Corporation", die inzwischen unter dem Namen "Mozilla Messaging" firmiert. Deren Team setzt sich intensiv mit den Rückmeldungen von Anwendern auseinander und versuchte bereits mit Thunderbird 2, neue Funktionen für den E-Mail-Client einzuführen.

Download und Installation

Nun ist die aktuelle Ausgabe fast fertig: Thunderbird 3 steht als Release Candidate zur Verfügung. Die neue Version lässt allerdings einige Anwender im Regen stehen: Das Programm läuft nicht mehr auf Betriebssystemen, die vor Windows 2000 veröffentlicht wurden. Damit bleiben unter anderem Windows 98 und ME außen vor. Auch Mac- und Linux-Anwender müssen Abstriche machen. Thunderbird 3 läuft nur auf Mac OS X 10.4 oder neuer. Auf Linux benötigt die Anwendung ebenfalls eine halbwegs aktuelle Distribution: GTK 2.10 sowie GNOME 2.16 sollten schon dabei sein.

Mozilla Thunderbird 3 RC2
Mozilla Thunderbird 3: Die Oberfläche des E-Mail-Clients wirkt deutlich übersichtlicher.

Positiv fällt auf, dass schon der Release Candidate in mehreren Sprachen bereit steht. Der Download geht schnell von der Hand, da die neue Version durchschnittlich kaum größer als der Vorgänger ist. Die Mac OS X-Variante von Thunderbird etwa nimmt rund 19 Megabyte auf der Festplatte ein. Während Windows und Mac OS X den gleichzeitigen Betrieb von Thunderbird 2 und Thunderbird 3 gestatten, müssen Linux-Anwender beachten, dass die neue Thunderbird-Ausgabe alle Vorgänger-Versionen überschreibt.

E-Mail-Einstellungen leicht gemacht

Bereits beim ersten Start von Thunderbird 3 fällt auf, dass das Programm die Standardeinstellungen vieler E-Mail-Provider kennt. In der Regel genügt daher die Eingabe von E-Mail-Adresse und Kennwort, um sich anzumelden - das Programm ergänzt die Einstellungen für POP-, IMAP- und SMTP-Server.

Mozilla Thunderbird 3 RC2
Mozilla Thunderbird 3: Die Einstellungen für E-Mail-Konten wurden deutlich vereinfacht.

Grundsätzlich verwendet Thunderbird 3 eine verschlüsselte Verbindung, sofern der Server den Standard unterstützt. Schlägt die automatische Konfiguration fehl, gibt der Anwender die Einstellungen wie gewohnt manuell ein.

Suchfunktion mit deutlichen Verbesserungen

Nach dem ersten E-Mail-Abruf mit Thunderbird 3 stellt die Anwendung umfangreiche Suchfunktionen zur Verfügung - hier hat sich Thunderbird erheblich verbessert. Zum Einen arbeitet der E-Mail-Client endlich mit den Suchfunktionen des laufenden Betriebssystems zusammen. So lassen sich mit der Suchfunktion von Windows Vista, Windows 7 und Mac OS X nun auch E-Mails in Thunderbird finden. Außerdem können Thunderbird 3-Nutzer auf die Kontakte aus dem Windows- beziehungsweise MacOS-Adressbuch zugreifen. Die Daten erscheinen vollständig im Adressbuch der E-Mail-Anwendung.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Browser & Mailer hier.

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Beiträgeinsgesamt 8 Beiträge

Bei mir hat TB 3 problemlos geklappt, auch mit Kaspersky. Zuerst funktionierte das Ganze nicht. Danach habe ich erst mal alles was zu Thunderbird gehört, gelöscht, also auch im Registry alles...

Klingt schön, sieht gut aus, alles wunderbar - tja, bis auf den Fehler, daß mein neuer TB (upgedatet von V2) keins meiner IMAP-Konten mehr abruft... Firewall deaktiviert, AV ebenfalls, Konten gelöscht und...

bin recht zufrieden mit Thunderbird 3

hmmm..auf die idee, dass es an Kaspersky liegt, bin ich noch nicht gekommen .,..bei mir lief die V3 ebenfalls nicht ..hab dann auch die alltversion zurückgeholt ..bei mir kam kein fehler oder so ..aber es wurde...

Zitat: V3 läuft unter Kaspersky nicht Das etwas genauer wäre natürlich hilfreich gewesen. Versucht das Problem zu lösen statt sofort den Thunderbird wieder downzugraden? Hier...

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