Alltagsgegenstände als Klangmaschinen

Kurzfilm der Woche: Funkphonic

Kurzfilm der Woche: Funkphonic Aus einer Studienarbeit des indischen Studenten Rakesh Tank entstand eine gelungene Animationsgeschichte rund um das Thema Musik: Die Hauptfigur des Videos verwandelt mit magischen Kopfhörern herkömmlichen Gegenstände in Töne - und setzt die Klänge zu einem kurzen Song zusammen.

Der Filmfigur geht nach einem Unfall der eigene Kopfhörer kaputt. Kurz entschlossen setzt sich der Protagonist an den Computer, um im Internet nach einem neuen Gerät zu suchen. Eine mysteriöse Werbung bietet ihm kostenlos "magische" Kopfhörer an - und da sich das Werbefenster nicht mehr schließen lässt, bestellt der Musikliebhaber die Hörer kurzentschlossen.

Werbung

Nach dem Auspacken der Kopfhörer macht der Musikliebhaber eine Entdeckung: Alles, was er berührt, beginnt zu klingen. Jeder Gegenstand bringt andere Instrumentenstimmen hervor. So entwickelt die Figur die Idee, mit der Einrichtung seiner kleinen Wohnung einen Song zu komponieren.

Wenn die Spülmaschine klappert

Auf diese Art verwandelt der Protagonist Wassertropfen in einzelne E-Piano-Klänge, der Bass materialisiert sich in drei Flaschen, die während der Wiedergabe in der Luft schweben. Ein Toilettendeckel und zwei Brieftaschen übernehmen die Rolle des Schlagzeugs.

Zwei schmutzige Teller geben die gleichen Geräusche von sich wie ein DJ, der auf einer Schallplatte "scratcht". Auch das Bücherregal und die Türen des Herds werden in das musikalische Werk einbezogen. Als Ergebnis klingt elektronische Musik in den Stilrichtungen Jungle und Drum & Bass aus den Lautsprechern des Betrachters.

Neben dem Spiel mit der elektronischen Klangerzeugung versucht der Film aufzuzeigen, dass Musik überall im Alltag existiert. Der Mensch muss nur aufmerksam zuhören, und die Laute zu einem Kunstwerk zusammen setzen - in dem auch das Rauschen des Computer-Lüfters oder das Klappern der Spülmaschine ihren Platz finden.

Die Animation wurde im Jahr 2007 als Studienprojekt von Rakesh Tank entwickelt. Der indische Student schloss mit dem Filmwerk sein zweites Studienjahr an der University of Hertfordshire in England ab. Obwohl Tank auch selbst Musik produziert, lieferte der DJ Randhir Bhumbar mit dem Song "13 rivers" den Soundtrack zum Video.

Forum

Eigenen Kommentar schreiben