"Zum Schutz der körperlichen und geistigen Entwicklung der Jugend"
Sex im Internet: China zahlt bis zu 1.000 Euro Porno-Prämie
Chinesische Bürger erhalten eine Prämie von bis zu 1.000 Euro, wenn sie einer Behörde Webseiten mit pornographischen Inhalten melden. Das staatliche Zentrum für illegale Internet-Aktivitäten richtete eine Telefon-Hotline ein, bei der in den ersten 24 Stunden bereits 500 Anrufe eingegangen sind - dies entspricht dem Zehnfachen der sonst üblichen Anruferzahl. 13.000 Bürger meldeten Porno-Seiten zudem online. Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Anrufer, die als erstes auf eine Webseite mit schlüpfrigen Inhalt hinweisen, erhalten nach Angaben der Agentur eine Prämie zwischen 1.000 und 10.000 Yuan. Umgerechnet entspricht dies einer Summe zwischen 100 und 987 Euro. Gehen mehrere Hinweise zu ein und derselben Webseite ein, bekommt der erste Anrufer die Prämie zugesprochen. Auch Hinweise auf Werbung für illegale Sexspielzeuge nimmt die Behörde entgegen.
Melden zum Wohle der "körperlichen und geistigen Gesundheit der Jugend"
Die Aktion ist Teil einer groß angelegten chinesischen Kampagne, die seit Anfang des Jahres 2009 gegen Webseiten mit anstößigem Inhalt vorgeht. Konkret sollen Webseiten, deren Inhalte "die körperliche und geistige Gesundheit der Jugend gefährden", vom Netz genommen werden. Auch Angebote, die sich der Sexualerziehung der chinesischen Jugend widmen, sind im Land der Mitte bereits nicht mehr zu erreichen.
Seit Sommer diesen Jahres ist auf öffentlich zugänglichen Rechnern des Landes mit den meisten Internet-Nutzern die Filtersoftware Green Dam aktiv. Diese hat zum Ziel, den Zugang zu anstößigen oder "unpassenden" Webseiten zu verhindern. Kritiker und Netzpolitiker werfen der chinesischen Regierung seit dem vor, auch politische Inhalte "zum Schutz" der Bevölkerung zu filtern.
Ursprünglich sollte Green Dam auf allen in China neu verkauften Computern von Anfang an installiert sein. Von diesem Plan nahm die Regierung allerdings Abstand. Seitdem läuft Green Dam vor allem auf Rechnern in chinesischen Internet-Cafes.
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Kommentare: Sex im Internet: China zahlt bis zu 1.000 Euro Porno-Prämie (3)
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Thema: News - Sex im Internet: China zahlt bis zu 1.000 Euro Porno-Prämie
07.12.09 13:11
Mal meine Favoritenleiste einschicken und ihr dürft mich nächstes Jahr auf der Forbesliste an Platz 1 sehen ^^
Aber mal ehrlich. Entweder die leute werden mit wenigen Euros abgespeist oder es heißt: Sorry, leider leider waren sie nur der zweite. Dass jemand ehrlich reicht wird, bezweifle ich. Könnte ja jeder kommen und zig Seiten proggen, die er denen dann verrät. Wenn die allerdings wirklich bei jedem Fall so viel zahlen wollten, China wäre demnächst bankrott, weil "the internet is for porn"...gelle?
08.12.09 12:18
Na vor allem isses ne Syssiphusarbeit.
Für jede Pornoseite die die Indizieren sprießen 10 neue aus dem Boden.
Allein die ganzen Tube-Seiten da hätte ich ja gute 20.000 beisammen wenn ich da jedesmal nur die Hundert Eure kriegen würde...
Aber so sin se halt die Chinesen...
Und mal ehrlich... Wenn die Regierung es verbietet dann wirds halt ein Untergrund Hype bei denen. Spaßig ist die Meldung jedenfalls allemal xD
10.12.09 12:55
Aber wer Kinderpornos meldet, wird wohl gleich verhaftet. Schliesslich kurbeln diese Fotos ja die chinesische Wirtschaft an...