Neue Cachetechnik für Domain Name System
Google: Eigener DNS-Dienst für schnellerers Internet
Schnelleren Internetzugang versprechen nicht nur Provider, sondern jetzt auch Google. Dazu hat das Unternehmen einen eigenen öffentlichen Nameserver installiert. Der soll dank cleverer Cachetechnik nicht nur schneller, sondern auch sicherer als herkömmliche Nameserver sein.
Kaum eine Woche vergeht, ohne dass Google ein neues Projekt vorlegt. Jetzt stellt der Suchmaschinenbetreiber einen öffentlichen Nameserver vor. Der soll nicht nur sicherer als herkömmliche Nameserver sein, sondern vor allem auch schneller.
Der Google-Nameserver versucht, die Technik beim Domain Name System (DNS) zu optimieren. DNS ist ein hierarchischer Verzeichnisdienst, der den Namensraum im Internet verwaltet. DNS wird häufig mit einem Telefonbuch verglichen. In beiden sucht man nach Namen, in beiden wird ein Name in eine Nummer aufgelöst. Bei DNS werden die Namen von Webseiten, beispielsweise "netzwelt.de", in die entsprechende numerische IP-Adresse umgewandelt. Besonders komplexe Webseiten erfordern oft häufiges Nachschlagen im "Internet-Telefonbuch", wobei immer neue Seiten mit eigener IP-Adresse nachgeladen werden. Das kann das Laden einer Webseite deutlich verlangsamen.
"Prefetching" frischt Arbeitsspeicher auf
Die Google-Technik soll eine DNS-Infrastruktur schaffen, die letztlich zu schnellerem Laden der Seiten führt. Name-Server legen einmal angefragte Adressen in einem Cachespeicher ab, um weitere Anfragen schneller bearbeiten zu können. Allerdings verschwindet eine Adresse wieder aus dem Cache, wenn sie länger nicht angefragt wurde und das Verfallsdatum - auch "time to live" (TTL) genannt - erreicht ist. Hier setzt die Google-Technik an. Bevor die Adresse einer Webseite aus dem Cache verschwindet, wird sie noch einmal aufgefrischt. Diese so genannte Prefetching wird auf eine große Zahl besonders populärer Domains angewandt.
Schutz vor DNS-Spoofing
Die Entwickler versprechen auch mehr Sicherheit. Eine besonders tückische Art der Attacken ist das DNS-Spoofing. Dabei wird die Zuordnung eines Domain-Namens zu der IP-Adresse so manipuliert, dass der vertrauenswürdigen Adresse eine andere URL untergeschoben wird. Der Anwender gerät damit ohne es zu wissen auf eine Webseite, die er gar nicht gewählt hat und die möglicherweise Malware enthält. Googles öffentlicher DNS-Server soll diese Attacken erschweren, indem Groß- oder Kleinschreibung durch ein Zufallsverfahren verändert wird geordnet und zusätzliche Daten in die DNS-Abfragen integriert werden
Die Technik ist derzeit aber noch im Experimentierstadium, frei zum Ausprobieren für jedermann. Allerdings sollten sich nur Anwender, die sich mit Internet-Technik sehr gut auskennen, daran wagen. Mehr Informationen bietet der Suchmaschinen-Betreiber in seinem Entwickler-Blog.

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Da will die Datenkrake mal wieder auf einfache Art und Weise ihre Datensammlung komplettieren, auch mit denen, die bisher Crome aus Datenschutzgründen verwenden. Na wenn das ma wieder kein Reinfall wird :D