Betriebssystem mit Multitouch und schnellem Browser
Nokia: Symbian bekommt neue Oberfläche
Auf dem diesjährigen "Capital Markets Day" kündigte Mobiltelefon-Hersteller Nokia eine Überarbeitung des hauseigenen Betriebssystems Symbian an. Die Software soll eine neue grafische Oberfläche erhalten - und bis zu dreimal schneller arbeiten als die Vorgängerversionen.

Wie Nokia auf der Konferenz mitteilte, weist die Benutzeroberfläche von Symbian OS zahlreiche Mängel auf. Im Jahr 2010 will das Unternehmen neben neuer Hardware auch eine bessere Symbian-Ausgabe mit neuer Oberfläche auf den Markt bringen. Besonders Mobiltelefone mit großem Display und Multitouch-Bedienung sollen von der Überarbeitung profitieren.
Schnellere Symbian-Handys
Kai Öistämö, Executive Vice President von Nokia, zählte auf der Veranstaltung die den wichtigsten geplanten Neuerungen für die Mobiltelefon-Oberfläche auf. Dazu gehört unter anderem ein verbesserter Webbrowser, der gängige Webstandards besser unterstützt und auch Flash-Dateien abspielen soll.
Auch das Scrollen der Bildschirminhalte soll auf dem neuen Betriebssystem dank Bildwiederholungsraten von bis zu 60 Bildern pro Sekunde wesentlich flüssiger von der Hand gehen. Insgesamt soll die neue Symbian-Benutzeroberfläche bis zu dreimal schneller arbeiten als ihre Vorgänger.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2010 wird Nokia dann an der grafischen Gestaltung der Oberfläche arbeiten und dem Betriebssystem zu einem frischeren Aussehen verhelfen. Erste Konzeptstudien zum neuen Design stellte Nokia bereits auf der Konferenz vor.
Erster mobiler Computer mit Maemo 6
Des Weiteren kündigt Nokia an, in der zweiten Jahreshälfte 2010 den ersten mobilen Computer mit dem auf Linux basierenden Betriebssystem Maemo 6 vorstellen zu wollen. Die Vorgängerversion Maemo 5 kommt auf dem kürzlich erschienenen Smartphone Nokia N900 bereits zum Einsatz. Die sechste Version soll auf dem Framework Qt 4.6 und einigen Programmierschnittstellen des "Qt Mobility Projects" basieren.
"2010 werden wir die User-Experience vorantreiben und die Fortschritte werden Symbian-Nutzer zu einem Interface auf einer neuen Stufe führen", sagt Nokia-Geschäftsführer Olli-Pekka Kallasvuo. Das Unternehmen setzt außerdem vermehrt auf niedrigere Preise und einem wachsenden Umsatz aus den hauseigenen Handy-Diensten. Nokia erwartet nach eigenen Angaben, bis Ende 2011 mit seinem "Ovi"-Angebot 300 Millionen aktive Nutzer zu erreichen.

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