Software-Test: Pinnacle Studio HD 14 Ultimate Collection
Effekte, Blenden und Musikbibliothek
Für die weitere Bearbeitung des Filmmaterials stellt Pinnacle Studio HD Ultimate Collection eine Fülle von Videoeffekten, Titel- und Montagevorlagen, Blenden, Soundeffekten und DVD-Menü-Vorlagen bereit. Das Programm bietet außerdem eine Musikbibliothek mit rund zwanzig Stücken an, die kostenlos zur Verfügung stehen. Weitere Vorlagen und Musiktitel stellt der Hersteller gegen Aufpreis zur Verfügung.
Zu den zahlreichen Übergängen und Effekten kommen noch die "Red-Giant"-Plug-Ins hinzu: "Shine" sorgt für spektakuläre Lichtstrahlen-Effekte, "Toon It" wandelt Videos in Animationen im Cartoon-Stil um, "Knoll Light Factory" fügt Blendenflecke und Sonnenuntergänge ein, "Magic Bullet Looks" imitiert bekannte Filmstile, "3D Stroke" sorgt für dreidimensionale Kameraeffekte und "Particular" bringt Rauch, Explosionen und abstrakte Effekte ins Projekt. Genauso gelungen wirkt die neue Stop-Motion-Funktion, mit der der Anwender aus Einzelbildern einen Film erstellt. Damit lassen sich Stop-Trick-Animationen - etwa mittels Knet- oder Lego-Figuren - recht einfach produzieren.
Systemanforderungen
Das Programm arbeitet auf den Betriebssystemen Windows XP Service Pack 3, Windows Vista und Windows 7. Als Mindestanforderungen empfiehlt der Hersteller einen Intel Pentium oder AMD Athlon mit 2,4 Gigahertz und einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Für den Schnitt in Full HD sollten im Computer mindestens ein Intel Core 2 Quad-Prozessor mit 2,66 Gigahertz sowie zwei Gigabyte RAM stecken. Für die Installation benötigt das Programm 3,6 Gigabyte Speicherplatz und jede Menge Festplattenkapazität für das Videomaterial. Der Speicherplatzbedarf hängt allerdings stark von der Länge und Auflösung der Filme ab.
Die Grafikkarte muss mit DirectX 9 oder 10 zusammen arbeiten - und für den Schnitt in HD-Auflösung mindestens 256 Megabyte Arbeitsspeicher mitbringen. Für die Video Plug-Ins der Ultimate Collection benötigt die Grafikkarte mindestens 128 Megabyte RAM, Intel-GMA-Grafikkarten werden nicht unterstützt.
Analoge und digitale Filmformate
Pinnacle Studio HD akzeptiert eingespielte Filmdateien aus digitalen DV-, HDV- und Digital8-Camcordern, das Programm unterstützt aber auch analoge 8-Millimeter-, HI 8-, VHS-, SVHS-, VHS-C- und SVHS-C-Camcorder - sofern die passende Software auf dem PC installiert ist. Dateien von Digitalkameras, Mobilgeräten und Webcams nimmt das Schnittprogramm per USB-Schnittstelle entgegen.
Die fertigen Projekte spielt das Pinnacle-Programm - das passende Aufnahmegerät vorausgesetzt - auf digitale DV-, HDV- oder Digital8-Kassetten aus, außerdem auch auf analoge Videokassetten. Für die Datenübertragung ist eine FireWire- oder USB-Schnittstelle am PC erforderlich.

Filme erstellen: Auf Wunsch erstellt Pinnacle Studio HD Ultimate Collection Filme auf Blu-ray-disc
Unterstützte Dateiformate
Das Videoschnittprogramm unterstützt die üblichen Dateiformate. Videodaten wie AVCHD, BD Blu-ray, DV, HDV, AVI, MPEG-1, MPEG-2, DivX, MPEG-4, 3GP, WMV und auch Apples QuickTime werden unterstützt. Zu den akzeptierten Audiostandards zählen MP3, MPA, WAV, AC3 und WMA, an Bildformaten importiert Pinnacle Dateien in den Formaten BMP, GIF, JPG, PCX, PSD, TGA, TIF, WMF, PNG und J2K.
Für den Export stehen die Standards DV, HDV, AVI, DivX, RealVideo 8, WMV, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, Flash, 3GP, WAV, MP3 und QuickTime zur Verfügung, Letzterer allerdings nur in SD Qualität. Die Filme können auch für die Endgeräte Apple iPod, Sony PSP und PS3, Nintendo Wii sowie für die Microsoft Xbox aufbereitet werden. Pinnacle Studio HD unterstützt auch die Ausgabe von Dolby Digital 5.1 Kanal-Audio.
Fazit: Gelungenes Einsteiger-Programm
Mit Pinnacle Studio HD 14 Ultimate Collection veröffentlicht der Hersteller ein gelungenes Videoschnittprogramm für Einsteiger. Die benutzerfreundliche Oberfläche und die zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten überzeugen im Test. Auch die Bearbeitung von HD-Material bereitete keine Probleme, die Anwendung läuft stabil und fehlerfrei. Allerdings bietet das Programm nur jeweils zwei Video- und Audiospuren zur Bearbeitung an. Die zahlreichen Effekte, Blenden und Funktionen rechtfertigen den Preis von 129 Euro bei Weitem.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Videoproduktion hier.
