Spiegelreflexkamera mit umfangreicher Ausstattung
Nikon D300s im Test: Erschwingliche Profi-DSLR
Hochwertige Spiegelreflexkameras sind erschwinglich geworden. Auch Nikons neuestes Profimodell D300s wechselt zum vergleichsweise günstigen Preis von rund 1.350 Euro den Besitzer. Die Kamera bietet eine gute Bildqualität und eine umfangreiche Ausstattung, allerdings wirkt die Bedienung teilweise sehr kompliziert.
Nikon D300s: Der vergleichsweise günstige Preis von 1350 Euro könnte auch Einsteiger mit ambitionen Überzeugen. Doch die Kamera ist nicht für Anfänger geeignet, sie verfügt über keine Hilfsprogramme oder -einstellungen, die den Anwender beim Fotografieren unterstützen. Zum Video: Nikon D300s
Inhaltsverzeichnis
- 1Kaum Bildrauschen, aber Vignettierung
- 2Livebild für Fotografen mit Erfahrung
- 3Bedienung: Von unsinnig bis angenehm
- 4Zwei Speicherkarten und viele Anschlüsse
- 5Fazit: Gut, aber nicht perfekt
Kaum Bildrauschen, aber Vignettierung
Der 23,6 x 15,8 Millimeter große CMOS-Sensor der Nikon D300s liefert bei einer maximalen Auflösung von 12,3 Megapixeln ansprechende Fotos mit natürlich wirkenden Farben. Die Aufnahmen überzeugen außerdem durch hohen Kontrastumfang und viele, gut zu erkennenden Details. Allerdings tritt bei Verwendung des zum Test-Kit gehörenden 16-bis-85-Millimeter-Objektivs eine kleine, aber sehr deutliche Vignettierung in den Bildecken auf.
Die Aufnahmen der D300 lassen erst ab einer Lichtempfindlichkeit von ISO 1.600 leichtes Bildrauschens erkennen, das die Bildqualität aber kaum beeinflusst. Selbst mit ISO 3.200 aufgenommenen Fotos eignen sich noch problemlos für Abzüge im Posterformat.
Videos zeichnet die Nikon D300s maximal in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Qualitativ bewegen sich die Filme auf dem gleichen hohen Niveau wie die Fotos: natürliche Farben, deutliche Kontraste, viele Details. Allerdings arbeitet der Autofokus während der Videoaufzeichnung sehr träge. Das integrierte Mikrofon liefert einen angenehmen Klang und gut zu verstehenden Ton.
Livebild für Fotografen mit Erfahrung
Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Nikon D300s zeigt ein Livebild an und kann auch alternativ zum optischen Sucher für die Motivwahl verwendet werden. Die nur wenig spiegelnde Anzeige mit einer Auflösung von 920.00 Pixeln gefällt durch große Betrachtungswinkel. Die Helligkeit der Anzeige lässt sich nach Bedarf anpassen.
Die D300s bietet eine Programmautomatik, Zeit- und eine Blendenvorwahl sowie einen manuellen Modus. Eine Vollautomatik steht ebenso wenig zur Verfügung wie fest eingestellte Werte für verschiedene Szenen.
Bedienung: Von unsinnig bis angenehm
Die Anordnung der Bedienelemente der D300s von Nikon überzeugt nicht - die Handhabung fällt teilweise sehr verwirrend und kompliziert aus. So muss der Nutzer zum Beispiel Tasten mit den Fingern der linken Hand gedrückt halten, um mit der rechten Hand über ein Drehrad Weißabgleich, Lichtempfindlichkeit oder Aufnahmequalität zu verändern. Da die linke Hand aber typischerweise das Objektiv hält, wäre es deutlich praktischer die Werte alleine mit der rechten Hand verstellen zu können - wie es bei vielen anderen Spiegelreflexkameras üblich ist.
Nikon D300S
- Ergonomisches Design
- Hochauflösnendes 3" Display (921.000 Punkte)
- Stabil gebaut
- Mono Mikrofon für Videoaufnahmen
- 5 Minuten Video Limit.
- Kein revolutionärer Schritt von der ein Jahr alten D300


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 20 Beiträge
Ich kann mich auch nur dem ganzen anschließen. Ein Fotograf der erfahrung mitbringt stellt ISO und Weißabgleich ein bevor er durch den Sucher sieht. Der Rest (Belichtung und Blende) kann ich dann ganz bequem...
Nachtrag: Es sollte oben natürlich heißen: Blende und Verschlußzeit mit der RECHTEN Hand verstellen, und das Objektiv mit der linken. Mein Fehler.
Zitat: Darüber hinaus handelt es sich bei Netzwelt um ein Online-Magazin für die breite Masse. Entsprechend fällt auch der Fokus der Tests aus. Sie sind eben nicht für Profi-Fotografen...
Ein Fotograf der so wie sie mit dem Auge am Sucher den Weißabgleich einstellen will, hat sowieso keine Ahnung. Den Weißabgleich stelle ich ein bevor ich die Kamera ans Auge nehme, da ich ja da schon weiß was...
Zitat Capa: "Sie sind eben nicht für Profi-Fotografen geschrieben, die schon seit Jahren mit Spiegelreflexkameras arbeiten, sondern für Besitzer von Kompaktkameras, die angesichts der stark gefallenen Preise einen...