Unter der Lupe: VDSL-Tarife der Internet-Anbieter

VDSL - vorerst ein Großstadtprodukt

Nach Angaben der Telekom steht das sehr schnelle Internet in insgesamt 750 Städten zur Verfügung, darunter die Metropolen Berlin, Hamburg, München, und Großstädte wie Hannover, Stuttgart, Bremen, Dresden oder Mainz. Doch auch Kleinstadt-Bewohner sollten prüfen, ob nicht ein Hochgeschwindigkeitsanschluss geschaltet werden kann.

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Vor allem in den bevölkerungsdichten Ortskernen steht häufig schon die nötige Infrastruktur bereit. In den Randgebieten - selbst in Großstädten - und auf dem Land sieht es hingegen schlecht aus. Denn die Telekom plant den Ausbau zunächst dort, wo eine hohe Nachfrage nach VDSL herrscht. Bewohner bevölkerungsschwacher Gebiete müssen demzufolge noch eine Weile auf mehr Bandbreite warten.

Anbieter-Webseiten geben Auskunft

Wer die VDSL-Verfügbarkeit überprüfen will, besucht die Webseiten der Anbieter. Deren Online-Dienste berechnen nach Abfrage von Telefonnummer oder Wohnadresse, ob der Provider den schnellen Anschluss liefern kann. Das entsprechende Formular steht bei einigen Providern häufig nur zusammen mit einer Bestellung zur Verfügung. Nach der Verfügbarkeitsprüfung lässt sich der Vorgang aber immer noch abbrechen.

Alternativ zur Online-Abfrage informiert der telefonische Kundenservice der Anbieter, ob VDSL am gewünschten Ort lieferbar ist. Dabei ist auch eine Nachfrage nach der technisch möglichen Bandbreite ratsam. Denn da die Internet-Geschwindigkeit von der Telefonleitung abhängt, kann es durchaus vorkommen, dass statt der maximal möglichen 50 Megabit pro Sekunde weit weniger beim Kunden ankommt.

VDSL-Alternative: Kabel-Internet

Bei den VDSL-Anschlüssen der Telekom ist aber auch unabhängig von ortsbedingten Engpässen eine Tempodrosselung eingebaut: Beim VDSL-Angebot des rosa Riesen steht ab einem Transfervolumen von 200 Gigabyte nur noch 6.016 Kilobit pro Sekunde im Downstream für den Rest des Verbrauchsmonats zur Verfügung.

Die Telekom begründet die Drosselung mit den starken Unterschieden in der Internetnutzung: Mit der Begrenzung wolle man sicher stellen, dass einige "Heavy User" die Nutzung für die restlichen Kunden nicht verschlechtern, heißt es beim Anbieter. Informationen zur VDSL-Bandbreitenbegrenzung bei der Telekom finden Kunden in den AGB des jeweiligen Tarifes.

Eine Alternative zu den sehr schnellen VDSL-Leitungen finden Interessierte bei den Kabel Internet-Anbietern. In bestimmten Regionen liefern die Netzbetreiber schon Internet-Geschwindigkeiten bis zu 128 Megabit pro Sekunde. Eine zuverlässige Aussage, welche Bandbreite geliefert wird, ist wie bei den DSL-Providern aber häufig erst nach Freischaltung des Anschlusses möglich.

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