Online-Shopping: Acht Tipps für den sicheren Internet-Einkauf
4. Vollständige Produktinformationen
Käufer sollten in jedem Fall auf eine ausführliche Produktbeschreibung einschließlich genauer Preisangaben Wert legen. Auch die Präsentation mit Fotos und der Hinweis, dass es sich bei der angebotenen Ware um das abgebildete Produkt handelt, sollte selbstverständlich sein. Denn ein Bild sagt zwar mehr als tausend Worte, doch das Produktfoto liefert unter Umständen nur ein Beispiel - und erst der Beschreibungstext weist darauf hin, in welchen Farben oder Größen ein Artikel im Lager liegt.
Der Online-Shop sollte außerdem Versandkosten, Lieferinformationen und Zahlungsbedingungen gut erkennbar auflisten. Sonst läuft der Käufer Gefahr, dass sich das vermeintliche Schnäppchen wegen hoher Versandpauschalen oder Lieferung aus dem Ausland als teures Vergnügen entpuppt. Die späte Angabe der Bezahlmethode sorgt spätestens dann für Unmut, wenn der Interessent den lang gesuchte Artikel nicht bezahlen kann - etwa weil der Anbieter nur Kreditkarten oder Online-Bezahlsysteme akzeptiert.
5. Sichere Zahlungsmethode nutzen
Neben klassischen Zahlungsmethoden wie Vorkasse, Nachnahme, Lastschrift, Rechnung und Kreditkartenzahlung haben sich mittlerweile auch andere Bezahldienste im Online-Shopping bewährt. Die bekanntesten Internet-Bezahldienste heißen PayPal, ClickandBuy und Giropay. Dienste wie Paypal bieten bei Online-Einkäufen einen Käuferschutz an - bei Mängeln an der Ware hat der Käufer dann Anspruch auf Kostenerstattung.
Hier lohnt sich auf jeden Fall der Blick ins Kleingedruckte der Bezahldienste und Online-Seiten. Denn einige Unternehmen schließen in bestimmten Fällen - zum Beispiel beim Kauf von privaten Anbietern - Kostenerstattung oder Garantie aus. So oder so sollten Kunden einen Bogen um Online-Angebote machen, die nur unsichere Bezahlverfahren wie zum Beispiel Vorkasse anbieten. Abrechnung per Lastschrift oder Kreditkarte beispielsweise gilt als sicher, da der Kunde die Zahlung rückgängig machen kann.
6. Verschlüsselte Datenübertragung
Die Sicherheit der eigenen Daten spielt bei Online-Einkäufen eine wichtige Rolle. Der Bestellprozess sollte verschlüsselt ablaufen. Dass eine Transaktion verschlüsselt abläuft, erkennen Verbraucher an einem Vorhängeschloss-Symbol in der Adressleiste des Internet-Browsers. Damit stellt der Käufer sicher, dass beispielsweise Konto- oder Kreditkartendaten ausschließlich in die Hände des Händlers kommen und nicht auf dem Weg durch das Netz von Unbefugten abgefangen werden.
7. Rückgaberecht beachten
Für Online-Händler gilt das Fernabsatzgesetz. Das bedeutet für den Käufer, dass er ungeöffnete Ware bis zu 14 Tage nach Erhalt an den Anbieter zurücksenden kann, ohne einen Grund nennen zu müssen. Verbraucher sollten allerdings einige Ausnahmen von der Regel kennen: Gerade "personalisierte" Ware - beispielsweise ein Feuerzeug mit Gravur - wird zwar gerne auch zu Weihnachten verschenkt, ist aber vom Umtausch ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für geöffnete Produkte und Literatur. Bei privaten Auktionen auf Online-Auktionshäusern wie eBay entfällt ebenfalls das Widerrufsrecht.
8. Auf Kundenservice achten
Beim Online-Einkauf treten, genauso wie bei der Shopping-Tour im Kaufhaus, auch Problemen oder Unklarheiten auf. Ein freundlicher und vor allem gut erreichbarer Kundendienst schafft da schnell Abhilfe. Neben dem E-Mail-Kontakt bieten einige Anbieter auch Telefon-Hotlines an, zunehmend stehen auch Live-Chat-Dienste für den Kunden bereit.
Während Online-Dienste wie Kontaktformulare oder Chat-Dienste keine Kosten mit sich bringen, fallen bei telefonischen Hotlines mindestens die üblichen Telefongebühren an. Anbieter mit teuren Servicenummern sollten Verbraucher in jedem Fall meiden. Andererseits kann sich die Abwicklung eines Problems per E-Mail mitunter länger hinziehen. Auch hier empfiehlt sich für Käufer der Blick auf Bewertungen und Erfahrungen anderer Kunden.
