Slider mit üppigen Multimedia-Funktionen und Remote Play

Playstation-Handy: Sony Ericsson Aino im Test



02.12.2009 19:08 Uhr

Sony Ericssons Aino-Handy macht ganz auf jugendlich: Animierte Menüs, viele Multimedia-Funktionen sowie umfangreiches Zubehör sollen junge und jung gebliebene Käufer ansprechen. Dazu passt auch die Funktion "Remote-Play", die Playstation-Inhalte drahtlos per WLAN oder UMTS auf das Aino bringt.

Sony Ericsson Aino
Das Sony Ericsson Aino kommt mit jeder Menge Zubehör. So findet der Käufer auch eine Docking-Station und ein Bluetooth-Headset im Karton.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Lieferumfang
  2. 2Bedienung
  3. 3Multimedia
  4. 4Kamera
  5. 5Surfen im Netz
  6. 6Remote Play
  7. 7Office und Sprachqualität
  8. 8Fazit

Das wahlweise weiße oder schwarze Slider-Handy Aino richtet Sony klare auf Multimedia-Anwendungen aus. Der drei Zoll große Bildschirm reagiert auf Berührung. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn sich das Aino im Medienmodus befindet. Bei ausgezogener Tastatur hingegen steuert der Anwender das sauber verarbeitete Aino ganz klassisch über die physikalischen Tasten. Diese liegen allerdings recht dicht beieinander, was die Steuerung erschwert.

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Trotz vieler verspielter Funktionen: Das Sony Ericsson Aino hat es faustdick hinter den Ohren. Ein Blick auf die Ausstattungsliste zeigt, warum der Hersteller den stolzen Preis von 549 Euro für den Slider aufruft. Mit aGPS-Empfänger, WLAN, UMTS inklusive HSPA, Bluetooth, Acht-Megapixel-Kamera und Speicherkarten-Schacht bietet das Sony-Ericsson-Handy nahezu Vollausstattung. Im Online-Handel ist das Gerät bereits für 350 Euro erhältlich.

Lieferumfang

Auch der Lieferumfang kann sich sehen lassen und geht deutlich über die üblichen Handy-Beilagen hinaus. So findet der Aino-Käufer neben dem Gerät zum Beispiel noch ein Bluetooth-Modul im Karton. An die kabellose Fernsteuerung mit integriertem Mikrofon kann der Nutzer sämtliche Kopfhörer mit 3,5-Millimeter-Klinke anschließen - oder die ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen In-Ear-Kopfhörer. Passende Aufsätze aus Silikon für unterschiedlich große Ohren legt der Hersteller ebenfalls bei.

Mit Hilfe der Bluetooth-Fernsteuerung greift der Anwender außerdem bequem auf grundlegende Funktionen des Aino zu. Er kann Musik abspielen, die Lautstärke ändern und dank eines eingebauten Mikrofons auch Gespräche annehmen. Bei eingehenden Anrufen pausiert die Musik automatisch.

Video Sony Ericsson Aino

Sony Ericsson Aino: Sony Ericssons Aino-Handy macht ganz auf jugendlich: Animierte Menüs, viele Multimedia-Funktionen sowie umfangreiches Zubehör sollen junge und jung gebliebene Käufer ansprechen. Zum Video: Sony Ericsson Aino

Besonders originell: Unter der Oberfläche der Bluetooth-Fernbedienung leuchten verschiedenfarbige LED, die den Anwender zum Beispiel über den aktuellen Status der Lautstärke informieren. Bluetooth-Fernbedienung und Aino finden nebeneinander auf einer Docking-Station Platz, die ebenfalls zum Lieferumfang gehört. Beide Geräte lassen sich auf diese Art und Weise bequem gleichzeitig über ein Netzteil laden.

Bedienung

Die Bedienung des Aino geht schnell von der Hand und dürfte die meisten Anwender kaum überfordern. Wem die zum Teil hektisch animierten Menü-Ansichten auf die Nerven gehen, der kann ein neues Design-Thema in den Einstellungen wählen oder über das Internet direkt vom Handy aus herunterladen.<7p>

Frisch gebackene Aino-Besitzer benötigen allerdings eine Eingewöhnungszeit, um mit der Bildschirm-Steuerung zurechtzukommen. Denn das Sony Ericsson Aino bietet zwei unterschiedliche Betriebsmodi. Im "normalen" Modus, bei herausgezogener Tastatur, reagiert der Bildschirm nicht auf Berührungen mit dem Finger. Erst wenn der Benutzer das Handy zusammenschiebt und anschließend die Tastensperre abschaltet, erwacht der kapazitive Touchscreen zum Leben.

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Dann befindet sich das Aino im Medien-Modus. Im Querformat präsentiert das Handy fünf leuchtende Symbole, die stark an die "Design-Sprache" der Playstation-Menüs erinnern. Per Druck auf den Touchscreen greift der Nutzer auf gespeicherte Fotos, Musik, Videos oder das integrierte Radio zu. Im Medien-Modus stellt das Aino die verschiedenen Menü-Ebenen zudem aufgefächert und nicht in der klassischen Gitter-Ansicht dar.

Multimedia

In der Disziplin Multimedia lässt das Aino ordentlich die Muskeln spielen. Der Klang des integrierten MP3-Players ist für ein Handy ausgezeichnet und lässt sich an die Vorlieben des Nutzers anpassen. Im Zusammenspiel mit den gut sitzenden In-Ear-Kopfhörern und der praktischen Bluetooth-Fernbedienung verlässt das Aino den Musik-Handy-Testparcours mit der Note "Sehr Gut".

Das Gerät stößt sogar das Sony Ericsson W995 als bislang bestes Musik-Handyvom Thron. Der interne Speicher ist mit 55 Megabyte sehr knapp bemessen, lässt sich aber durch das Einschieben von microSD-Karten erweitern. Eine Speicherkarte mit einer Kapazität von acht Gigabyte gehört zum Lieferumfang.

Auch als Radio hinterlässt die Kombination aus drahtlosem Headset und Handy einen guten Eindruck. Dank RDS-Unterstützung erscheinen die Sendernamen im Klartext auf dem leuchtstarken Display. Besonders praktisch: Der Radio-Empfang funktioniert auch ohne das Anschließen von kabelgebundenen Kopfhörern. Die meisten anderen Handys benötigen das Kopfhörerkabel als Antenne, nicht so das Sony Ericsson Aino - Extrapunkt.

Kamera

Der Sensor der eingebauten Digitalkamera löst mit maximal acht Megapixeln auf. Licht in dunkle Aufnahme-Situationen bringt ein LED-Blitz. Obwohl die Auslöseverzögerung mit knapp einer Sekunde erfreulich kurz ausfällt, eignet sich das Sony Ericsson Aino nicht wirklich für Schnappschüsse. Dafür fällt die Zeitspanne, die das Gerät benötigt, um ein Foto im Speicher abzulegen, mit etwa vier Sekunden deutlich zu lang aus. Zahlreiche Effekt- und Motivprogramme, darunter eine Lächelautomatik, erleichtern dem Handy-Fotografen die Arbeit.

Sony Ericsson Aino
Die Kamera auf der Geräte-Rückseite liefert eine Auflösung von acht Megapixeln. Die Auslöseverzögerung ist gering, jedoch benötigt das Aino für das Speichern von Bildern sehr lange.

Surfen im Netz

Ins Netz geht das Aino wahlweise über WLAN, UMTS oder GPRS. Seiten baut der installierte Sony-Ericsson-Browser etwas träge auf. Störender ist aber die Tatsache, dass sich das Aino beim Surfen im Netz nicht über den Touchscreen bedienen lässt.

Eine gute Alternative zum installierten Browser stellt der Opera Mini dar. Die knapp 150 Kilobyte große Software können sich Nutzer kostenlos auf der Opera-Webseite direkt vom Handy aus herunterladen. Unter Verwendung des Opera Mini steigt die gefühlte Online-Geschwindigkeit - und auch das Surfen über den Touchscreen ist nun möglich. Allerdings kommt es häufiger zu Darstellungsfehlern. Flash-Inhalte wie Youtube-Videos unterstützen beide Browser nicht. Zu diesem Zweck installiert Sony Ericsson eine separate Youtube-Anwendung.

Remote Play

Dank Remote-Play-Funktion verwandelt sich das Aino zusammen mit einer Playstation 3 in einen Netzwerk-Player. Sofern WLAN- oder UMTS-Verbindung zur Verfügung stehen, bietet das Sony-Handy auch unterwegs Zugriff auf die Spielkonsole. Videos, Musik oder Bilder streamt die Playstation dann auf das Aino. Um UMTS-Verbindungen nicht über Gebühr zu strapazieren, kann die Qualität des Streams angepasst werden. Auch das Ein- und Ausschalten der Sony-Spielekonsole aus der Ferne ist möglich. Wie dieses Streaming in der Praxis funktioniert, zeigt das Video.

Video Sony Ericsson Aino

Sony Ericsson Aino: Als Musik-Handy überzeugt es dank sehr guter Klangeigenschaften und des praktischen Bluetooth-Headsets auf ganzer Linie. Auch die übrigen Multimedia-Funktionen wie Kamera, Video-Wiedergabe und Playstation 3-Steuerung schlagen sich positiv in der Wertung nieder. Zum Video: Sony Ericsson Aino

Office und Sprachqualität

Die Akustik des Aino überzeugt. Im Gespräch sind beide Partner gut verständlich, auch die Tonausgabe über die integrierten Lautsprecher klingt kräftig. Allerdings darf das Handy im Freisprechmodus nicht weiter entfernt als 50 Zentimeter vom Sprecher entfernt liegen - sonst kommt es auf der Gegenseite zu Verständigungsproblemen.

Grundlegende Organizer-Anwendungen bringt auch dieses Sony-Ericsson-Handy mit. So findet der Nutzer einen grafisch aufwändig gestalteten Kalender, eine Notizfunktion und eine Aufgabenverwaltung. Timer, Wecker, Stoppuhr und Taschenrechner gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Fazit

Das Sony Ericsson Aino verdient sich das Prädikat "Empfehlenswert". Als Musik-Handy überzeugt es dank sehr guter Klangeigenschaften und des praktischen Bluetooth-Headsets auf ganzer Linie. Auch die übrigen Multimedia-Funktionen wie Kamera, Video-Wiedergabe und Playstation 3-Steuerung schlagen sich positiv in der Wertung nieder.

Lediglich der träge Browser und die zu klein geratenen Tasten fallen im Test negativ auf. Wer über diese Schwächen hinweg sehen kann, erhält mit dem Aino eines der besten Sony-Ericsson-Handys seit langem.

Sony Ericsson Aino
Aino: Eines der derzeit besten Sony-Ericsson-Handys

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Anio User
31.12.09 18:05

Eine kleine Berrichtigung: Das Anio braucht zwar keine kabelgebundenen Köpfhörer um Radio zu empfangen, aber es muss immer mit dem Bluetooth Kopfhörer verbunden sein. (Also Pech gehabt wenn man die vergessen hat XD!!)
Zudem ist auch ein Herstellen einer Internetverbindung des Handys über ein Usbkabel und dem heimischen Rechner (der natürlich eine Internetverbindung haben muss), gleiches müsste auch mit einer Bluetooth-Verbndung zum PC funktionieren.


mo mimi
01.02.10 17:21

ein tip top handy mit eins a bedienung top top top top


(2) Kommentare

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