Amerikanische Schulbehörde entlässt Hobbyforscher

Alien-Suche: UFO-Enthusiast verliert Job

Alien-Suche: UFO-Enthusiast verliert Job Alien-Suche mit Folgen: Weil ein US-Amerikaner während der Arbeitszeit nach außerirdischem Leben recherchierte, verlor er seinen Job. Der Angestellte soll sämtliche Rechner einer Behörde an einen virtuellen Supercomputer gekoppelt haben, um Aliens über Satellitensignale aufzuspüren.

Die Suche nach außerirdischem Leben kann manchmal fatale irdische Folgen haben. Der US-Amerikaner Brad Niesluchowski kann davon eine Geschichte erzählen: Der Angestellte suchte während seiner Arbeitszeit nach fremden Lebewesen. Das passte seinem Arbeitgeber, der Higley Unified School District im US-Bundesstaat Arizona, gar nicht. Die Verwaltungsbehörde verlangte von Niesluchowski, den Dienst zu quittieren, der Mann verließ die Schule im Oktober.

Das berichtet die Online-Ausgabe der "Arizona Republic". Die Begründung für den Rauswurf: Niesluchowski habe seine Autorität missbraucht. Dem Vernehmen nach hat der Mann auf jedem Computer der Behörde eine Software geladen, die Satellitensignale nach Spuren von außerirdischen Nachrichten durchsucht. Die verursachten Kosten belaufen sich nach Schätzungen der Schulbehörde einschließlich Energieverbrauch und Gerätenutzung auf 1,2 bis 1,6 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 800.000 bis 1,05 Millionen Euro.

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Software soll Aliens aufspüren

Für seine Alienjagd benutzte Niesluchowski nach Angaben der "Arizona Republic" zum einen das Programm "SETI", das Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien entwickelt haben. "SETI" steht für "Search for Extra Terrestrial Intelligence", was übersetzt "Suche nach extra-terristrischer Intelligenz" bedeutet.

Als zweite Software kam ein Programm namens "BOINC" zum Einsatz, das ebenfalls im Rahmen des SETI-Projekts entstand. Beide Anwendungen gestatten dem Nutzer, Computer über Internet oder Intranet zusammenzuschließen und deren Rechenleistung zu nutzen - etwa für das Scannen von Satellitensignalen.

Sie nannten ihn "Gott"

Web-Diskussionen der "SETI"-Mitglieder zeigen, dass sich Niesluchowski schnell einen Namen in der Alien-Community machte. Bei "SETI" wurde er zum aktivsten ehrenamtlichen Forscher: Innerhalb von neun Jahren Mitgliedschaft habe er mehr als 575 Millionen Rechenstunden für die Datensuche gestiftet, berichtet "Arizona Republic". Seine Bewunderer sollen sich in Chats auch über sein Pseudonym "NEZ" unterhalten haben - einige der Alien-Enthusiasten vermuteten gar, dass sich hinter dem Kürzel ein Gott verbirgt. Vor dem Jobverlust hat ihn dieser Titel aber nicht geschützt.

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