Der Dreh mit dem Klick: Blackberry Storm 2 im Test
Praxis
In den ersten Stunden des Zusammenlebens zwischen Blackberry Storm 2 und neuem Besitzer überwiegt die Freunde über das sauber verarbeitete Gerät mit dem innovativen Touchscreen. Im Testzeitraum von zwei Wochen patzte das Testgerät von netzwelt allerdings an empfindlichen Stellen, die Freude wich wie beim Vorgängermodell der Frustration.
Patzer Nummer eins: Abruptes Beenden von Gesprächen. Während eines Telefonats unterbricht das Storm 2 ohne erkennbaren Grund und ohne jede Vorwarnung das Gespräch. Die Meldung: "Anruf fehlgeschlagen" erscheint im Display und die Gegenstelle muss erneut angerufen werden. Beim Testgerät von netzwelt kam es immer dann zu dieser Unterbrechung, wenn der Blackberry die Verbindung herstellte. Bei eingehenden Anrufen trat dieses Phänomen nicht ein einziges Mal auf.
Leider hat der Storm 2 einige Software-Schwächen vom Vorgänger geerbt.
Patzer Nummer zwei: Software-Abstürze. Während der zweiwöchigen Testphase stürzte der Storm 2 insgesamt vier Mal komplett ab und reagierte auf keinerlei Eingaben mehr. Das Einzige, was dann noch hilft, ist das Herausnehmen des Akkus. Unpraktischerweise benötigt der Blackberry eine halbe Ewigkeit, bis er nach dem Einschalten wieder einsatzbereit ist. Im hektischen Geschäftsalltag ist dies alles andere als angenehm. An diesen Punkten muss der Hersteller noch arbeiten und ein Firmware-Update nachliefern.
Gut gefällt die Akustik des Storm 2. Beide Gesprächspartner sind hervorragend verständlich. Praktisch: Die Standard-Lautstärke der Anrufer lässt sich vom Nutzer im Untermenü einstellen, lästiges Fummeln an der Lautstärkewippe entfällt somit. Auch die integrierten Stereo-Lautsprecher überzeugen durch eine kräftige Stimm- und Musikwiedergabe.
Fazit
Der Blackberry Storm 9520 gefällt durch solide Verarbeitung, umfangreiche Ausstattung und zahlreiche Multimedia-Funktionen. Der innovative Touchscreen ist eine willkommene Alternative zu herkömmlichen Displays und erleichtert in fast allen Fällen die Handhabung. Mit ein wenig Übung lassen sich auch längere Texte schnell verfassen.
Es sind die nervigen Software-Bugs, die den Storm binnen Sekunden vom mächtigen Multimedia-Smartphone zum überteuerten Briefbeschwerer machen. Spätestens dann, wenn während eines wichtigen Telefonates der Nutzer zum wiederholten Male zum Neustart gegängelt wird, schmeißt auch der treueste Blackberry-Fan seine Sympathien zum Hersteller über Bord. Aber diese Fehler kann RIM durch ein Update der Firmware ausbügeln.
Das Storm 2 ist derzeit exklusiv über den Provider Vodafone erhältlich. Ohne Vertragsbindung kostet das Smartphone 549 Euro. Im Vertrag "SuperFlat Internet" sinkt der reine Geräte-Preis auf bis zu 99 Euro.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Blackberry Storm. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Blackberry Storm. Zusätzlich haben wir ein Special zu Apple iPhone vorbereitet.
