Pakete mit GPS, Thermometer und Lichtsensor

Fed Ex: Organtransport mit Online-Check

Fed Ex: Organtransport mit Online-Check Fed Ex führt mit "Sense Aware" eine Technik ein, die den Kunden erlaubt, den Standort und den Zustand verschickter Pakete laufend zu kontrollieren. Vorerst kommt die Technik vermutlich nur im Gesundheitswesen für Organtransporte zum Einsatz, doch weitere Anwendungen sollen folgen.

Der amerikanische Transportdienstleister Fed Ex will mit Sense Aware einen Service einführen, bei dem der Kunde genau sehen kann, wo sich sein Paket gerade befindet - und in welchem Zustand der Inhalt ist. Der Service nutzt ein Modul mit GPS- und Temperatur-Sensoren, das auf dem Paket oder Behälter angebracht wird. Via Antenne werden Position und Umgebungstemperatur laufend an Fed Ex übermittelt. Der Kunde sieht diese Daten übers Web ein. So kann er die Reise, die seine kostbare Fracht macht, jederzeit verfolgen.

Anfangs soll Sense Aware im Gesundheitswesen zum Einsatz kommen. Damit könnten insbesondere Organtransporte besser überwacht und unnötige Verzögerungen vermieden werden. Auf der Fed Ex-Seite gibt es ein kurzes Werbevideo, das allerdings keine technischen Einzelheiten preisgibt - den Link auf die Seite finden Sie im Kasten Links zum Artikel unter diesem Beitrag.

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Start in den USA 2010

Die Technik lässt sich noch weiter ausbauen. Beschleunigungssensoren, wie sie heute schon in Festplatten oder Digitalkameras eingebaut werden, könnten Warnmeldungen weitergeben, wenn das Paket auf den Boden fällt. Derzeit plant Fed Ex die Einführung von Sense Aware nur für die USA. Dort soll der Dienst im Frühjahr 2010 an den Start gehen.

Ob und wann der Service auch nach Deutschland kommt, ist noch nicht absehbar. Allerdings will Fed Ex seinen Sense Aware-Dienst nach einer Probephase auch weltweit anbieten. Und in absehbarer Zukunft könnten Kunden auch weniger heikle Produkte per Sense Aware auf die Reise schicken. Wer dann zu Weihnachten Plätzchen oder eine Flasche Wein verschickt, sieht via Internet, wenn jemand sein Paket fallen gelassen oder gar geöffnet hat.

Ganz neu ist der Service allerdings nicht. Käufer in Onlineshops informieren sich heute schon auf den Webseiten von DHL oder UPS über den Verbleib der bestellten Ware. Allerdings arbeiten deren Systeme wesentlich gröber, da sie nur an bestimmten Stationen eine Statusmeldung ausgeben.

Trend zur intelligenten Ware

Fed Ex folgt damit einem Trend, den Zukunftsforscher schon seit Jahren propagieren. Manche nennen die Entwicklung "Internet der Dinge". Dabei werden alle Waren beispielsweise mit RFID-Funketiketten versehen. Die Chips geben dann per Funk ständig ihre Position durchgeben oder Informationen über die Ware speichern. Kombiniert mit Techniken wie WLAN, Datenbanken und intelligenter Software können Transport und Verteilung der Waren so besser gesteuert werden.

Weiter fortgeschrittene Szenarien sehen vor, dass die Waren eine Art eigener Intelligenz entwickeln. So könnte der Joghurt im Kühlregal via Funk melden, wenn das Haltbarkeitsdatum erreicht ist. Dann stellt der Mitarbeiter den Becher zu den preisreduzierten Produkten. Auch für den Einsatz im Haushalt bietet sich die Technik an: Ist das Haltbarkeitsdatum des Joghurts im Kühlschrank überschritten, zeigt dieser eine Meldung auf dem Display an der Kühlschranktür.

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