Software-Test: McAfee Internet Security 2010
Informationsmodule und Systemwartung
McAfee Internet Security 2010 stellt unter dem Menüpunkt "Extras" einige zusätzliche Informationsdienste bereit. Die so genannte "Virus Map" zeigt aus der Vogelperspektive, an welchen Orten der Welt derzeit Computer von Viren angegriffen werden.
Passend dazu liefert der "Visual Tracker" Informationen zu jeder gewünschten IP-Adresse oder Domain: Den mehr oder weniger genauen Standort der IP-Adresse zeigt ebenfalls eine Weltkarte an. Daneben gestattet das Programm auch den Zugriff auf Windows-Dienste wie Systemwiederherstellung, Defragmentierung oder Taskplaner.

Speicherverbrauch und Leistung
McAfee Internet Security 2010 beansprucht auf dem Testsystem lediglich 35 Megabyte an Arbeitsspeicher. Nach Installation des Programms verlängert sich die Zeit für den Systemstart um gute 14 Sekunden, eine spürbare Geschwindigkeitsveränderung im täglichen Betrieb oder beim Surfen im Netz tritt auf aktuellen Systemen nicht auf. Ältere Rechner mit wenig Leistungsreserven bremst die Anwendung hingegen je nach Konfiguration spürbar aus.

Erkennungsrate
Die Scan-Engine von McAfee Internet Security 2010 zeichnete das Prüflabor AV-Comparatives mit der zweitbesten Note "Advanced" aus. Die Suite erkannte 98,7 Prozent von 1.541.417 geprüften Schadprogrammen. Leider fällt auch die Zahl der Fehlalarme im AV-Comparatives Test hoch aus, die Scan-Geschwindigkeit hält sich im Mittelfeld.
Systemvoraussetzungen
McAfee Internet Security 2010 läuft auf den Betriebssystemen Windows XP, Vista, 2000 und Windows 7. An Hardware empfiehlt der Hersteller einen Ein-Gigahertz-Prozessor sowie ein Gigabyte RAM.
Fazit
Mit McAfee Internet Security 2010 steht ein umfangreiches Sicherheitspaket in den Regalen. Zum Preis von rund 60 Euro erhält der Anwender eine Einplatzlizenz für die deutsche Ausgabe der amerikanischen Sicherheitssuite. Im Test fallen vor allem die zahlreichen Schutzmodule und die teils umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten für professionelle Nutzer positiv auf.
Nutzer mit wenig Computererfahrung hingegen stellt die wenig komfortable Oberfläche des Programms möglicherweise vor Probleme. Selbst grundlegende Einstellungen verstecken sich teils in der Tiefe der Menüstrukturen - ein Kritikpunkt, der bereits auf die Vorgängerversion des Programms zutraf.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Virenschutz hier.
