Hightech-Partnersuche bis zur Endstation

Verkehrte Netzwelt: DNA-Tango

Verkehrte Netzwelt: DNA-Tango Bitte nicht wundern, wenn Sie in nächster Zeit auf der Straße Szenen wie diese beobachten: Zwei wildfremde Passanten, Mann und Frau, lösen sich aus der Menge, gehen wie ferngesteuert aufeinander zu und liegen sich plötzlich in den Armen. Ein Psycho-Virus? Nein, das ist Hightech.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ein Gen als Flirt-Motor
  2. 2Die Dating-DNA
  3. 3Beim "Supermatch" gibts Cocktails gratis
  4. 4Bitte nur perfekte Partner
  5. 5Alarm vor Ehekrach

Internet und Hightech werden unsere Gesellschaft gründlich verändern, heißt es. Wie gründlich, sieht man am besten im Liebesleben. In wenigen Jahren wird vielleicht eine neue Welle der Blitz-Flirts durchs Land rollen. Tanzcafés, Pralinen und Champagner haben dann Hochkonjunktur. Was steckt dahinter?

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Ein Gen als Flirt-Motor

Mit DNA-Analysen können auch die Gene gefunden werden, die für Sympathie oder Antipathie zwischen Mann und Frau zuständig sind. Das behauptet eine Partnerbörse im Web. Und verspricht glückliche Paare, tollen Sex und fröhliche Kinder. Wohin das alles führen kann, zeigt die Verkehrte Netzwelt.

Den Anfang machte eine Entdeckung der Molekularbiologen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bestimmte Gene fremde Zellen wie Viren markieren, damit diese dann vom Immunsystem angegriffen werden können. Die freundlichen Immun-Unterstützer heißen übrigens Human-Leukozyten oder "HL-Antigene". Die Helferlein sorgen nicht nur für Ärger im Blutkreislauf - ganz nebenbei arbeiten die HL-Antigene auch am Körpergeruch eines Menschen mit.

Die Dating-DNA

Der wird nur unterbewusst wahrgenommen, spielt aber eine entscheidende Rolle bei der Anziehung zwischen Mann und Frau. Interessanterweise ziehen sich gerade die HL-Antigene an, die sehr verschieden sind. Ungefähr so: Wenn sich die HLA mögen, dann mögen sich auch Mann und Frau. Was liegt näher, als sich diese Erkenntnis für Partnerbörsen zu Nutze zu machen?

Genau das versucht die Online-Dating-Site Scientific Match. Der Kunden schickt eine Speichelprobe ein, im Labor wird dann die HLA-Informationen extrahiert. Dazu muss der Kunde noch ein paar Fragen zu Person, Lebenseinstellung, Hobbys und so weiter beantworten. Daraus baut Scientific Match ein Gesamtprofil. Den DNA-Service gibt es vorerst nur im Internet. Doch das wird nicht lange so bleiben.

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