Unbequeme Konkurrenz für etablierte Hersteller

Skobbler: Günstige Navi-Lösung sorgt für Aufsehen

Nach Preiserhöhungen im Oktober steht die Navigations-Software "skobbler" für das iPhone wieder zu günstigen Konditionen in Apples AppStore. Der Preis für den Download beträgt nun 4,99 Euro. In einer Presserklärung nannte das gleichnamige Unternehmen aus Berlin den Grund für die vorhergehende Preiserhöhung. Angeblich übte der Konkurrent Navigon AG "enormen Druck" auf skobbler aus.

Skobbler: Günstige Navi-Lösung sorgt für Aufsehen
Skobbler: Die Navigationsanwendung als Zankapfel. (Bild: Apple)

Das Technologieunternehmen skobbler war bis zum Jahr 2008 ein Teil der Navigon AG, wurde aber aus dem Unternehmen ausgegliedert. Seitdem entwickelt skobbler vollkommen unabhängig Software für Mobiltelefone. Das Navigationsprogramm läuft neben dem iPhone auch auf Blackberry-Smartphones sowie vielen Symbian-Mobiltelefonen von LG, Nokia, Sony Ericsson und Samsung. Eine Version für Android-Geräte ist bereits in Arbeit.

Soziale Netzwerk-Navigation

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Die iPhone-Applikation stand bereits kurz nach der Veröffentlichung auf Platz eins der meistverkauftesten und umsatzstärksten Anwendung in Apples AppStore. Für 3,99 Euro erhielten Interessenten nicht nur eine vollwertige KFZ- und Fußgänger-Navigation. Vielmehr bietet skobbler mit einer Umkreissuche allen Nutzern die Möglichkeit, interessante Orte in der näheren Umgebung zu finden, zu kommentieren und zu bewerten.

Aufgrund des großen Erfolgs gingen nach Angaben von skobbler die Umsätze der Wettbewerber immer weiter zurück. Einem Blogeintrag des Unternehmens zufolge forderte die Navigon AG daher Apple auf, die erfolgreiche App aus dem AppStore zu entfernen. Dies ist bemerkenswert, da skobbler von der Navigon AG aus strategischen Gründen aufgegeben und an ehemalige Mitarbeiter verkauft worden war.

"Da wir nicht einschätzen konnten, wie Apple mit dem Thema umgehen würde, haben wir den Preis des skobbler zunächst proaktiv erhöht, um die Situation gegenüber Navigon zu deeskalieren", erklärt Marcus Thielking, einer der vier Gründer skobblers, die Gründe für die ungeplante Preiserhöhung auf 7,99 Euro am 17. Oktober.

Einstweilige Verfügung gegen Navigon

Der Schritt zur Deeskalation des Streits wurde aber nach Angaben von skobbler seitens Navigon ignoriert. Apple gab dem Unternehmen aber die Chance zu einer Gegendarstellung und erwägt, die Applikation nicht zu entfernen. Inzwischen hat skobbler beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen die Navigon AG erwirkt, die die Wiederholung der Apple gegenüber vorgebrachten Behauptung von angeblichen Vertrags- und Lizenzverletzungen untersagt.

Dagegen legte Navigon vor Gericht Widerspruch ein. "Da Navigon jetzt sogar trotz diverser Einigungsversuche von unserer Seite eine Klage gegen uns eingereicht hat, der wir inhaltlich gelassen entgegen sehen, sehen wir derzeit leider keine Chance auf eine gütliche Einigung", erklärt Marcus Thielking.

Vor einigen Tagen hatte skobbler ein erstes großes Update kostenlos allen Nutzern zur Verfügung gestellt. Mit der Preissenkung von etwa 40 Prozent möchte das Unternehmen noch einmal das Preis-Leistungsverhältnis des Programms verbessern. Nach wie vor ist skobbler im AppStore erhältlich.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge

haha, das ist ja wie auf dem spielplatz, wenn man dem anderen den sandkuchen zerhaut, weil er besser aussieht xD

Ich hatte eigentlich vor mir die Navigon Software für mein iPhone zu kaufen. Doch nach den Querelen zwischen Skobber und Navigon unterstütze ich Skobber! Ich leiste meinen kleinen Beitrag um einen Goliat in die...

danke carlos. du sprichst mir aus der seele. PEFs sind die Pest des 21. Jahrhunderts. Und wenn wir das mit Kaufkraft bekämpfen können dann sollten wir das doch tun....

ja ja da ist wohl ein Krieg entbrannt zwischen Navigon und Skobber, ich denke da steckt auch Heuschrecken Politik dahinter, denn der Aufsichtsratsvorsitzende ist ein gewisser Herr Esser, bekannt ehemalas Mannesmann,...

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