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Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine
Netbook mit Ion-Chip und kleinen Schwächen

von Roland Haberer Uhr veröffentlicht

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Samsungs N510 kommt als eines der ersten Netbooks mit einem Ion-Grafikchip auf den Markt. Zusammen mit dem 11,6-Zoll-Bildschirm und der HDMI-Schnittstelle bietet sich das Gerät als tragbare Medienstation an. Allerdings kostet die Hardware mit 450 Euro rund 100 Euro mehr als herkömmliche Netbooks - und überzeugt nicht in allen Disziplinen.

Samsungs N510 kommt als eines der ersten Netbooks mit einem Ion-Grafikchip auf den Markt. Zusammen mit dem 11,6-Zoll-Bildschirm und der HDMI-Schnittstelle bietet sich das Gerät als tragbare Medienstation an. Allerdings kostet die Hardware mit 450 Euro rund 100 Euro mehr als herkömmliche Netbooks - und überzeugt nicht in allen Disziplinen.

Leistung: Ion macht es möglich

Von der breiten Netbook-Masse hebt sich das Samsung N510 vor allem aufgrund seines Nvidia Ion-Chips ab. Der Grafikprozessor übernimmt die Berechnung von hochauflösendem Videomaterial - und erfüllt diese Aufgabe bei weitem besser als der sonst übliche Intel-Chip. Mit dem Windows Media Player Classic funktioniert die Wiedergabe von Full-HD-Material in der Praxis ohne Probleme. Auch die Betaversion des Adobe Flash Player 10.1 hinterlässt auf den meisten Browsern bereits einen guten Eindruck.

Die Multimedia-Inhalte gibt ein 11,6-Zoll-Bildschirm mit einer HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln wieder, der Blickwinkel wirkt bis etwa 30 Grad akzeptabel. Auch die Leuchtkraft des Displays ist zufriedenstellend. Ansonsten verrichtet im Samsung N510 klassische Netbook-Hardware ihre Arbeit: Auf der Hauptplatine stecken ein Intel Atom N270-Prozessor und ein Gigabyte Arbeitsspeicher, der CPU-Takt beträgt 1,60 Gigahertz. Die Festplatte stammt aus eigenem Haus und hat eine Kapazität von 160 Gigabyte. Sowohl Arbeitsspeicher als auch Festplatte lassen sich bei Bedarf ohne Probleme wechseln.

Festplattengeschwindigkeit 160GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
22,5 MB/sek.68,5 MB/sek.54,5 MB/sek.20,9 ms

Akkulaufzeit: Beachtlich

Sehr gut schlägt sich das Samsung N510 im Akkutest: Im Office-Betrieb wird der Bildschirm erst nach über fünf Stunden schwarz, bei der Wiedergabe eines Films gehen nach knapp vier Stunden die Lichter aus. Die Lautstärke, die der Lüfter erzeugt, fällt für Netbookverhältnisse hoch aus. Der kleine Lüfter macht sich vor allem unter Last durch leises Surren bemerkbar, auch im Leerlauf dreht der Lüfter in regelmäßigen Abständen auf.

Akkulaufzeit
OfficeFilm
310 min.230 min.
Lautstärke (30cm)
idleLast
34,8 db37,0 db

Tastatur und Touchpad

Die Bedienung des N510 geht vergleichsweise gut von der Hand. Beim Tastaturlayout stört jedoch die an den Rand gedrängte rechten Shift-Taste. Einige Sonderzeichen im Bereich der Entertaste fallen zudem etwas klein aus. Ansonsten tippt es sich auf der Tastatur aufgrund der Tastengröße und des guten Druckpunktes sehr angenehm.

Auch für das Touchpad bleibt ausreichend Platz. Samsung setzt unter das gut dimensionierte Bedienfeld eine durchgehende Taste. Das führt dazu, dass der Druckpunkt zum Tastenrand hin immer weicher und unpräziser ausfällt.

Anschlüsse: Mit HDMI

Bei den Anschlüssen stellt das Samsung N510 als eines der wenigen Netbooks eine HDMI-Buchse zur Verfügung. Des Weiteren sind drei USB-Ports sowie je ein LAN- und VGA-Anschluss vorhanden. Bei den drahtlosen Verbindungen bleibt dem Käufer die Auswahl zwischen Bluetooth und WLAN samt N-Standard.

Samsung N510

Bild 1 von 7
Das Display ist mit 11,6 Zoll größer als normal.

Der Einschaltknopf des Samsung-Rechners befindet sich auf dem rechten Bildschirmscharnier. Die Verarbeitung des Plastikgehäuses lässt allerdings an zwei Stellen zu wünschen übrig: Die linke Seite des Testgeräts durchzieht im Bereich der Lüftungsschlitze ein kleiner Spalt, zudem überträgt die Festplatte leichte Vibrationen an die rechte Handballenauflage.

Fazit: Gutes Netbook, zu hoher Preis

Das Samsung N510 überzeugt vor allem durch den großen Bildschirm und den leistungsfähigen Nvidia Ion-Chip. Weniger begeistern können Verarbeitungsqualität und Lautstärke. Gegen einen Kauf spricht vor allem das Preis-Leistungsverhältnis: Das N510 fällt mit 450 Euro vergleichsweise teuer aus. Das erst vor wenigen Wochen getestete, vergleichbare Acer Aspire 1810TZ kostet nur 50 Euro mehr - und bietet dafür deutlich mehr Rechen- und Akkuleistung.

Kommentare zu diesem Artikel

Samsungs N510 kommt als eines der ersten Netbooks mit einem Ion-Grafikchip auf den Markt. Zusammen mit dem 11,6-Zoll-Bildschirm und der HDMI-Schnittstelle bietet sich das Gerät als tragbare Medienstation an. Allerdings kostet die Hardware mit 450 Euro rund 100 Euro mehr als herkömmliche Netbooks - und überzeugt nicht in allen Disziplinen.

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  • burnout150 schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Evtl. hilft dir der Test zum Acer Aspire 1810TZ

    Der Acer ist merklich schneller als das Netbook von Samsung.
  • vladelay schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Hat jemand mal das Acer Aspire 1810TZ und das Samsung N510 direkt (!!!) miteinander verglichen. Ich habe mir beide Geräte (N510 mit Win7 und 250GB HDD) mal vorführen lassen, jedoch in unterschiedlichen Läden. Subjektiv erschien mir das 1810er deutlich lauter als das 510er... Gibt es Erfahrungen mit dem Betrieb externer Soundkarten bezüglich Aussetzern etc.?
  • burnout150 schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    War ein Zahlendreher und ist nun behoben. Danke für den Hinweis.
  • KCH schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Du hast ganz unten geschrieben, dass das ein Intel Atom n720 sei??????!!!!!!!! xD
  • burnout150 schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Die sind auf jedem Notebook zu finden.
  • Rupert schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Was sind das alles für hässliche Aufkleber auf dem Gehäuse?
  • Mr.XPT schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Hatte auch einen N510. Der Lüfter ist grausam! Im Büro geht es ja noch, aber abends einen Film schauen ist nicht drin, vor allem da der Lüfter ständig die Frequenz wechselt. Das bekommen andere besser geregelt.
  • burnout150 schrieb Uhr
    AW: News - Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Ein Full-HD Test folgt heute noch. Es handelt sich um die abgespeckte Variante des Ion, also der LE-Edition. Die Leistung ist dabei gleich zur normalen Variante. Einziger Unterschied: Der fehlende DirectX 10 Support.
  • PS3Junkie schrieb Uhr
    AW: Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine

    Hat das Gerät einen "vollständigen" ION an Bord oder nur den abgespeckten?!? Wäre für Full-HD (1080p24) sehr interessant.

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Samsung N510 im Test: Auf dem Weg zur Multimedia-Maschine
Samsungs N510 kommt als eines der ersten Netbooks mit Ion-Grafikchip auf den Markt. Auch dank 11,6-Zoll-Bildschirm und HDMI-Schnittstelle bietet sich das Gerät als tragbare Medienstation an. Allerdings kostet die Hardware mit 450 Euro auch mehr als üblich.
http://www.netzwelt.de/news/81232-samsung-n510-test-weg-multimedia-maschine.html
2009-11-20 18:31:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/409.jpg
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