Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betruges

Verbraucherschutz: Konten von 99Downloads.de beschlagnahmt

Verbraucherschutz: Konten von 99Downloads.de beschlagnahmt Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat mehrere Konten der Webseiten-Betreiber von 99downloads.de beschlagnahmt, die Behörde wirft der Firma namens Belleros Premium Media Limited Internet-Betrug vor. Insgesamt wurde eine Summe von 85.000 Euro gesichert. Betroffene ruft die Staatsanwaltschaft auf, ihre Ansprüche per Anwalt durchzusetzen.

Im "Elektronischen Bundesanzeiger" bestätigt die Hamburger Staatsanwaltschaft unter der Kennziffer "6802 Js 11/09", dass die Firmenkonten der Belleros Premium Media Limited im Zuge des Verfahrens gegen die beiden Betreiber der Abo-Falle "99Downloads.de" wegen Verdachts auf Betrug beschlagnahmt wurden.

Nach Angaben der Behörde lockte 99Downloads.de Verbraucher über so genannte "Landing Pages" auf das eigene Angebot. Die Webseiten ähnelten stark den Internet-Auftritten von Markenherstellern und leiteten Besucher, die beispielsweise über Suchmaschinen auf die Seiten gelangten, auf die Domain 99downloads.de weiter. Die Anmeldung auf den scheinbar kostenlosen Herstellerseiten stellte Belleros Premium Media Limited mit einer Jahresgebühr von 60 Euro in Rechnung.

Mehr als 2.000 Geschädigte

Die Zahl der Geschädigten gibt die Staatsanwaltschaft mit 2.232 Personen an, den Gesamtschaden beziffert die Behörde auf mehr als 240.000 Euro. Die Beschlagnahme der Firmenkonten bietet nach Aussagen der Staatsanwaltschaft Betroffenen die Möglichkeit, ihre Ansprüche geltend zu machen.

Die Behörde rät Geschädigten, Ansprüche am Unternehmensvermögen der Belleros Premium Media Limited erst nach der Beratung durch einen Rechtsanwalt oder eine öffentlichen Rechtshilfeauskunftstelle anzumelden. Die genannten Stellen klären über die genauen Schritte, die für eine zivilrechtliche Durchsetzung der Ansprüche nötig sind, auf. Eine formlose Anmeldung von Ansprüchen bei der Staatsanwaltschaft hat nach Aussagen der Behörde keine Rechtswirkung und sei daher zwecklos.

Tipp: Geschädigte können bei der Hamburger Staatsanwaltschaft unter der Geschäfts-Nummer "7450 Js 226/09" oder "6802 Js 11/09" Akteneinsicht beantragen.

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