Microsoft stellt Cloud Computing-Lösung fertig
Windows Azure: Drei Bildschirme und eine Wolke (Update)
Microsoft steigt in das Cloud Computing-Geschäft ein: Windows Azure soll als Plattform für Software-Anbieter dienen, Anwender können die fertigen Programme im Browser nutzen. Da die Software in Rechenzentren betrieben wird, müssen sich die Nutzer keine Sorgen um Updates oder Rechenleistung machen. Das Update vom 2. Februar "Ende der Preview" finden Sie am Ende des Artikels.

Inhaltsverzeichnis
- 1Auch Privatnutzer profitieren
- 2Datenschützer noch skeptisch
- 3Rechenzentrum ersetzt Online-Server
- 4Erste Anwendungen in Deutschland
- 5Update vom 2. Februar: Ende der Preview
Microsoft hat mit Windows Azure seine neue Technikplattform für Cloud Computing fertiggestellt. Das teilt der Hersteller auf der Entwicklerkonferenz Professional Developers Conference (PDC) mit. Die Veranstaltung findet noch bis zum 19. November im Convention Center in Los Angeles statt.
Daneben arbeitet der Softwareriese an einem Online-Marktplatz namens "PinPoint". Über die Seite sollen Partner ihre Cloud-Anwendungen vertreiben können. Für Entwickler bietet Microsoft zudem Programmierwerkzeuge an, um Azure-Anwendungen zu erstellen. Zur Datenhaltung kommt die Software SQL Azure zum Einsatz.
Für die Software-Anbieter bietet Cloud Computing eine Reihe von Vorteilen - wenn es denn so funktioniert, wie die Theorie verspricht: Auf die Azure-Plattform laden Kunden und Microsoft-Partner ihre eigene Software hoch. Die Programme laufen dann in Microsofts Rechenzentren. Software-Anbieter benötigen also kein eigenes Rechenzentrum, sondern laden bei Bedarf nur Aktualisierungen hoch. Die Administration von Hard- und Software übernimmt der Betreiber des Rechenzentrums.
Auch Privatnutzer profitieren
Auf der anderen Seite profitieren auch die Nutzer der jeweiligen Dienste und Programme von der neuen Plattform. Sie müssen keine neuen Versionen kaufen oder installieren und keine Updates oder Patches einspielen. Außerdem müssen sie sich keine Gedanken mehr über die Rechenleistung machen, die das Programm benötigt. Das Cloud Computing-Zentrum weist jedem Programm so viel Rechenleistung und Speicherplatz zu, wie es gerade benötigt.
Der Hauptvorteil besteht aber darin, dass Anwender von jedem beliebigen Rechner mit Webzugang auf die Internet-Programme und ihre Daten zugreifen. Microsofts Chief Software Architect Ray Ozzie bezeichnete das auf der PDC in seinem Eröffnungsvortrag als "drei Bildschirme und eine Cloud". Der Anwender kann via PC, Smartphone oder auch einem "intelligenten Fernseher" auf das Rechenzentrum zugreifen. Bezahlt wird nach Nutzung oder per Abo.

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Komm tmir alles sehr bekannt vor...