Linuxdistribution mit neuen Funktionen
Red Hat: Fedora in der Version 12 erschienen
Etwa fünf Monate nach der Fertigstellung der Linux-Distribution Fedora 11 veröffentlicht das von Red Hat gesponserte Projekt nun die zwölfte Version unter dem Codenamen "Constantine". Neben einem überarbeiteten Software-Portfolio bringt das Betriebssystem zahlreiche technische Neuerungen mit.
Inhaltsverzeichnis
- 1Unterstützung neuer Grafikkarten
- 2Wahl zwischen Gnome und KDE
- 3Fedora auch auf Netbooks
Unterstützung neuer Grafikkarten
Die aktuelle Fedora-Version greift auf die bereits in der Vorversion eingeführten Kernel-based Mode Settings (KMS) zurück, um Grafikkarten-Einstellungen wie Auflösung und Farbtiefe bereits im Kernel durchführen. Das gestattet das schnelle und flackerfreie Umschalten vom Textmodus in den X-Server. Constantine unterstützt nun auch viele GeForce- und Radeon-Grafikkarten.
Die KMS-Unterstützung stellt außerdem 3D-Beschleunigung für Radeon-Grafikkarten der Serien 2000, 3000 und 4000 zur Verfügung. Außerdem arbeitet Fedora 12 jetzt mit dem noch relativ jungen Kernel Samepage Merging (KSM). Durch das Verfahren sinkt der Speicherverbrauch beim Einsatz von Virtualisierungsumgebungen merklich.
Als Kernel-Version kommt die Ausgabe 2.6.31.5 zum Einsatz, die die Entwickler im Vergleich zur Vorgängervierion mit über 100 Patches bedacht haben. Die größte Veränderung betrifft die KMS-Unterstützung für die 3D-Beschleunigung der Radeon-Grafikkarten, außerdem erweiterten die Programmierer das bereits in Fedora 11 als Standard eingesetzte Dateisystem ext4.
Wahl zwischen Gnome und KDE
Die grafische Oberfläche stellt X.org in der Version 7.5 dar. Nach der Installation greift Fedora auf Gnome 2.8.1 zu, allerdings wurde der Multimessenger Pidgin gegen Empathy ausgetauscht. Wie Pidgin bietet auch Empathy Video- und Audio-Chats. Dennoch bleibt Pidgin Bestandteil der Distribution, der Anwender kann das Programm bei Bedarf weiterhin installieren. Als Alternative zur Gnome-Oberfläche steht KDE 4.3.2 bereit. Die Version fand bereits in Fedora 11 als Softwareupdate ihren Weg auf den Rechner.
Fedora auch auf Netbooks
Um Fedora auch auf Netbooks und Nettops zu bringen, integriert das Entwickler-Team die grafische Oberfläche des auf mobile Geräte abgestimmten Open-Source-Projekts Moblin in die Installation. Dazu muss der Anwender das Betriebssystem mit dem Fedora Live USB Creator von der LiveCD auf einen USB-Stick übertragen. Die Anwendung arbeitet mit den Betriebssystemen Linux und Windows zusammen.

