Hersteller liefert umfangreiches Treiber-Paket nach
Hyundai-Monitore: 3D-Displays unterstützen 120 Spiele
Im August hatte der koreanische Display-Spezialist Hyundai eine Reihe von 3D-Displays vorgestellt, die auch für Heimanwender erschwinglich sind. Mit den Geräten richtet sich der Hersteller in erster Linie an Spieler, die sich für 3D-Effekte begeistern. Nun veröffentlicht Hyundai einen Nachschlag in Form eines Softwarepakets mit Treibern für 120 PC-Spiele.
Die Aufgabe der so genannten "Tridef"-Treiber besteht darin, Direct3D mit dem Grafikkartentreiber zu verbinden. Dazu muss das Spiel außerdem die Grafikschnittstelle DirectX9 unterstützen.
Treiber in unterschiedlichen Entwicklungsstadien
Zu den unterstützten Spielen gehören Actionkracher wie "Grand Theft Auto IV", "Assassin's Creed", "Battlefield 2", "Call of Duty - World at War" oder "Half Life". Außerdem arbeiten die Monitore nun mit dem Musikspiel "Guitar Hero", dem Rennspiel "Need for Speed", der Sportsimulation "FIFA 10" und Microsofts Flugsimulator zusammen. Eine Liste aller unterstützten Titel findet sich auf der Internetseite von Hyundai, den Link dazu finden Sie im Kasten Links zum Artikel unter diesem Beitrag. Einige Treiber befinden sich allerdings noch in der Betaphase, andere wurden von Anwendern programmiert und in einem Onlineforum zur Verfügung gestellt.
Nach Angaben von Hyundai liegt das neue Softwarepaket allen neu verkauften 3D-Monitoren des Herstellers. Käufer, die in den letzten Monaten ein entsprechendes Hyundai-Modell erworben haben, erhalten kostenlos eine CD mit dem aktuellen Softwarepaket, wenn sie die alte Software-CD mit dem Registrierungscode einschicken. Programmiert wurden die Treiber von den Entwicklern des Softwarehauses Dynamic Digital Depth (DDD). Das 1993 in Perth, Australien, gegründete Unternehmen ist auf 3D-Technik spezialisiert und liefert seine Tridef-Software unter anderem auch an Samsung, Sharp oder Texas Instruments.
Hyundai W240S: Der 24-Zoll-Monitor kostet 1.400 Euro und bringt 3D-Erlebnis ins Wohnzimmer. Die dafür nötige Polbrille legt der Hersteller bei. (Bild: Hyundai)
Bei den Displays handelt es sich um die Geräte W220S, W240S, S320D, S465D. Für Endanwender attraktiv wirken allerdings nur die ersten zwei Geräte: Der 22-Zöller W220S für 600 Euro und der 24-Zöller W240S für 1.400 Euro. Die letzteren beiden Modelle produziert Hyundai eher für den kommerziellen Einsatz - entsprechend hoch fallen die Preise mit 4.800 Euro beziehungsweise 8.000 Euro aus. Die Profigeräte wurden für Anwendungsbereiche wie Post-Production von 3D-Filmen, Architektur, CAD/CAM, Design oder auch Forschung und Produktentwicklung konzipiert. Alle Displays eignen sich außerdem auch für die konventionelle 2D-Darstellung.
Raumeffekt durch Polfilter und Streifengitter
Um den räumlichen Bildeindruck zu erzeugen, bringen die Hyundai-Ingenieure ein Filterglas mit einem Streifengitter auf das Display auf. Die mittels Horizontal-Interlaced-Verfahrens erzeugten ungeraden Zeilen liefern das Bild für das rechte Auge, die geraden Zeilen das Bild für das linke Auge. Der Anwender benötigt zum Betrachten der 3D-Bilder eine Polarisationsbrille, die für jedes Auge das passende Bild anzeigt. Die Polarisationsbrille liegt den Hyundai-Displays bei.
Eine technisch aufwendige Shutterbrille, die synchon zum Display einmal das rechte und einmal das linke Auge mit einem Bild versorgt, benötigt der Käufer hingegen nicht. Das Softwarepaket enthält auch einen Mediaplayer, der Fotos und Videos im 3D-Format ausgibt. Angeblich zeigt die Software auch konventionelle 2D-Videodateien in drei Dimensionen an. Allerdings können diese Videos den räumlichen Eindruck wohl nur näherungsweise erzeugen.
Die weitere Ausstattung der Monitore entspricht dem Klassenstandard: Zwei integrierte Lautsprecher mit je drei Watt, Schnittstellen für HDMI-, DVI und D-Sub sowie drei Jahre Garantie.

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