Homepage-Betreiber muss Verweise löschen

Internet & Netzwelt: Bundesliga geht gegen illegale Fußball-Übertragungen vor

Bundesliga geht gegen illegale Fußball-Übertragungen vor Die Deutsche Fußball Liga zwingt den Betreiber der Webseite "fussball-livestreams.de", Links auf illegale Übertragungen von Bundesliga-Spielen von seinen Seiten zu löschen. Der Fußballverband hat eine entsprechende Untersagungsverfügung beim Landgericht Frankfurt erwirkt.

Fußball am Samstag gehört für viele Menschen zum Alltag. Allerdings kommen Live-Bilder per Pay-TV nur gegen Gebühr in die Haushalte. Abhilfe schaffen Webseiten, die die Spiele gratis übers Internet übertragen. Zahlreiche Links auf solche Angebote verzeichnete die Homepage "fussball-livestreams.de", gegen die die Deutsche Fußball Liga (DFL) erfolgreich klagte. Beim Landgericht Frankfurt erwirkte der Verband eine Untersagungsverfügung gegen den Anbieter.

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Bis zu 250.000 Euro Ordnungsstrafe

Das Gericht verbietet dem Betreiber der Webseite, ohne Zustimmung der DFL "Links einzustellen und/oder einstellen zu lassen, über die das Fernseh-Basissignal des Antragstellers mit Live-Übertragungen der Spiele der Deutschen Fußball-Bundesliga in Form von so genannten 'Live-Streams' abrufbar gemacht werden". So lautet ein Auszug aus der Verfügung des Landgerichts.

Bereits vorhandene Links zu illegalen Anbietern von Bewegtbildmaterial musste der Betreiber daher von der Seite nehmen. Ein kurzer Blick auf die Homepage verrät, dass diese Inhalte bereits gelöscht wurden: "fussball-livestreams.de" listet jetzt nur noch Weblinks zu ARD und ZDF sowie dem Web-TV-Angebot Zattoo. Bei einem Verstoß gegen die Anordnung des Gerichts droht dem Anbieter ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro.

Außerdem zwingt die Verfügung den Betreiber von "Fussball-livestreams.de", innerhalb einer Woche Auskunft zu geben, "welche Links er zu welchen Live-Übertragungen von Spielen der Deutschen Fußball-Bundesliga im Internet" eingestellt hat. "Wir werden mit Nachdruck die Rechte unserer Lizenzpartner schützen, die für die Vereine eine wesentliche Refinanzierungssäule darstellen", sagte DFL-Geschäftsführer Tom Bender dem Nachrichtenmagazin Focus anlässlich der erwirkten Unterlassungsverfügung.

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