Behördenveröffentlichung schürt Diskussionen
Apple-Patentantrag: Neue Gerüchte um Tablet-PC
Eine Webseite der US-Patentbehörde zeigt einen Patentantrag von Apple für eine Technik, die Handschrifterkennung auf Tablet-PCs verbessert. Das liefert Anlass für Insiderspekulationen, ob Apple nicht doch bald einen Tablet-Rechner mit Stift auf den Markt bringt.

Apples Tablet-Rechner gehört zu den hartnäckigsten Zutaten in der Gerüchteküche der letzten Jahre. Einmal hieß es, Steve Jobs persönlich habe die Entwicklung eines Tablet-Rechners zur Chefsache gemacht, ein andermal, Apple arbeite an einer Art überdimensioniertem iPod Touch mit Zehn-Zoll-Display. Dann meldeten so genannte "Insider", Anfang 2010 sei es soweit, andere wollten gehört haben, dass Apple mit Plattenfirmen verhandelt. Noch zum Weihnachtsgeschäft 2009 solle daher ein Surf-Tablet mit interaktiven Booklets von Musikalben aus dem iTunes-Store in den Handel kommen.
Apple selbst schweigt zu allen Gerüchten beharrlich, hat aber offensichtlich kein Interesse daran, den Spekulationen durch klare Ansagen ein Ende zu machen. Das sieht auch jetzt nicht anders aus: Immer noch kein Wort von Apple. Doch nun ist ein Patentantrag bekannt geworden. Der Antrag vor dem US-Patentamt trägt frei übersetzt die Überschrift "Methode und Gerät um elektronische Tinte in Computersystemen mit Stifteingabe zu organisieren".
Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Handschrifterkennung auf Rechnern zu optimieren. Dazu versucht ein so genannter "Ink-Manager", ganze Sätze zu erkennen, wenn mehrere Wörter und Buchstaben eingegeben wurden. Anschließend übergibt der Dienst die erfassten Ausdrücke an das Programm für die Handschrifterkennung. Ein Patentantrag ist zwar noch kein Beweis, dass Apple ein entsprechendes Gerät mit Stifteingabe auf den Markt bringen wird, aber immerhin ein erstes Indiz.
Microsoft Courier arbeitet ebenfalls mit Stifteingabe
Sollten sich die Spekulation bewahrheiten, dann dürfte wohl innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Tablet-PC von Apple auf den Markt kommen, der ein Multitouch-Display mit Stifteingabe und ausgeklügelter Handschriftenerkennung kombiniert. Die Konkurrenz steht schon in den Startlöchern. Auch Microsoft will mit dem Courier einen raffinierten Tablet-Rechner auf den Markt bringen, der dank doppelseitigem Display und intuitiver Bedienung bereits bei ersten Vorführungen einen guten Eindruck machte.
Auch dieses Gerät kombiniert Multitouch-Display und Stift. Mit Stiften hat Apple übrigens bereits Erfahrung: Apples Handheld-Computer Newton aus dem Jahr 1993 ließ sich ebenfalls per Stift steuern. Das Gerät hatte auch schon eine Handschriftenerkennung, konnte sich aber auf dem Markt nicht durchsetzen. 1998 wurde die Produktion eingestellt. Verantwortlicher Chef war - damals wie heute - Steve Jobs.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Tablet-PC hier.

Bin ich denn der einzige, der noch einen Newton hat? Der Patentantrag sieht ja genau so aus wie der damalige Newton. Inklusive Rechtecke unten links und rechts und Pfeilen. Dieser Patentantrag hat bestimmt nichts zu...