Weniger Megapixel für bessere Bilder
Canon Powershot G11 im Test: Edle Kompaktkamera
Mit der Powershot G11 steigt Canon erstmals aus dem Wettlauf um immer höhere Pixelzahlen aus. Das Konzept geht auf: Der Bildsensor der Kompaktkamera liefert mit seiner Auflösung von zehn Megapixeln eine bessere Bildqualität als die meisten Kompaktmodelle. Im Test überzeugt die edle und 500 Euro teure Kamera zudem mit ihrem beweglichen Monitor, zahlreichen Funktionen und angenehmer Bedienung.
Canon Powershot G11: Es kommt nicht auf die Pixelanzahl an, das beweist Canon mit der Powershot G11. Mit einer Auflösung von zehn Megapixeln überzeugt die Kamera durch gute Bildqualität und solider Verarbeitung. Mit 500 Euro ist die G11 jedoch in der Oberklasse der digitalen Kompaktkameras zu finden. Zum Video: Canon Powershot G11
Inhaltsverzeichnis
- 1Weniger Pixel bei gleicher Sensorfläche
- 2Verarbeitung: Saubere Sache
- 3Fazit: Edle Kompaktkamera zum DSLR-Preis
Weniger Pixel bei gleicher Sensorfläche
Der 1/1,7 Zoll große CCD-Sensor der Canon Powershot G11 liefert eine Auflösung von zehn Megapixeln. Damit bringt der Hersteller vier Millionen Bildpunkte weniger auf der gleichen Sensorfläche unter als noch beim Vorgängermodell G10. Das Fertigungsverfahren soll nach Angaben des Herstellers die Lichtempfindlichkeit erhöhen und gleichzeitig für weniger Bildrauschen bei hohen ISO-Werten sorgen. Für alle denkbaren privaten Verwendungszwecke genügt die verminderte Auflösung in jedem Fall. Die Verarbeitung der Bilddaten übernimmt in beiden Kameras ein Digic-4-Bildprozessor, der auch in Canons Spiegelreflexkameras (DSLR) arbeitet.
Canon stattet die G11 mit einem Objektiv aus, dessen fünffacher Zoom einer Kleinbildbrennweite von 28 bis 140 Millimetern entspricht. Die Linse mit integriertem Bildstabilisator gehört nicht zu den schnellsten Optiken, wenn es darum geht die Brennweite zu verändern. Der Autofokus stellt zwar präzise scharf, arbeitet aber langsamer als der von Spiegelreflexkameras.
Die G11 bietet die gleichen manuellen und halbautomatischen Programme wie DSLR-Kameras. Der Nutzer kann eigene Einstellungen abspeichern sowie zwischen dem manuellen Modus, Zeit-, Blenden-, Programm- und Vollautomatik wählen. Fotos speichert die Kamera wahlweise komprimiert im JPEG-Format oder in Canons Rohdatenformat CR2 ab.
Canon Powershot G11 im Test
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Bild vergrößern CCD-Sensor mit zehn Megapixeln und Objektiv mit fünffachem Zoom. - Bild 2 von 6
Bild vergrößern Belichtungskorrektur, Lichtempfindlichkeit und Programmauswahl sowie der Auslöser mit umliegender Zoomwippe. - Bild 3 von 6
Bild vergrößern Der 2,8 Zoll große Bildschirm ist dreh- und schwenkbar. - Bild 4 von 6
Bild vergrößern Übersichtliche Anordnung der Bedienelemente mit ausreichend Ablagefläche für den Daumen. - Bild 5 von 6
Bild vergrößern HDMI-Schnittstelle, Fernauslöser-Anschluss und AV/Digital-Ausgang. - Bild 6 von 6
Bild vergrößern Lithium-Ionen-Akku und SD(HC)-Speicherkarte.
Der dreh- und schwenkbare Monitor der Canon G11 mit einer Diagonalen von 2,8 Zoll gibt als Sucher das komplette Bildfeld wieder. Zufallsbilder aus ungewöhnlichen Perspektiven gehören der Vergangenheit an, da der Nutzer das Motiv jederzeit im Blick hat. Der optische Sucher steht in Form einer kleinen Linse oberhalb des Objektivs bereit und zeigt einen kleineren Bildausschnitt an, als der Bildsensor tatsächlich aufnimmt.
Angenehme Bedienung und überdurchschnittliche Bildqualität
Die G11 liegt angenehm in der Hand. Mehrere kleine Änderungen am Gehäuse führen im Vergleich zur G10 dazu, dass die Bedienung der neuen Kamera komfortabler ausfällt. Alle wichtigen Einstellungen wie Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich, Blitzart oder Bildgröße erreicht der Fotograf über eigene Knöpfe oder als Menüeintrag, der nach einem Druck auf die "Func.-Set"-Taste auf dem Bildschirm erscheint.
Die Bedienung erfolgt trotz der kompakten Bauweise häufig mit zwei Händen. Die rechte Hand hält das Gehäuse und erreicht problemlos den Auslöser und die Bedienelemente auf der rechten Seite der Kamera. Die linke Hand bewegt den Bildschirm und dreht die Auswahlräder zur Einstellung von Belichtungskorrektur, Lichtempfindlichkeit und Aufnahmeprogramm. Alle Tasten zeichnen sich durch deutlich spürbare Druckpunkte aus.
Canon Powershot G11 Testbilder
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Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 80, Blende 2.8, 1 Sekunde (laut EXIF-Daten). - Bild 2 von 7
Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 100, Blende 2.8, 1/25 Sekunde. - Bild 3 von 7
Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 200, Blende 2.8, 1/50 Sekunde. - Bild 4 von 7
Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 400, Blende 3.5, 1/60 Sekunde. - Bild 5 von 7
Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 800, Blende 4.0, 1/100 Sekunde. - Bild 6 von 7
Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 1600, Blende 4.0, 1/200 Sekunde. - Bild 7 von 7
Bild vergrößern Zimmerbeleuchtung ein, Blitz aus: ISO 3200, Blende 4.0, 1/400 Sekunde.
Die Aufnahmen der G11 bieten natürlich wirkende Farben, eine hohe Detailgenauigkeit und deutliche Kontraste. Ein minimales Bildrauschen tritt in der Originalgröße schon bei ISO 100 auf, stört aber noch nicht. Bei ISO 400 fallen die Bildstörungen deutlicher aus. Ab ISO 1.600 beeinträchtigen sie die Wirkung von verkleinerten Ansichten der Fotos. Im direkten Vergleich zum Vorgängermodell G10 weisen die Aufnahmen ein deutlich geringeres Bildrauschen auf.
Für die Aufnahme von Videos empfiehlt sich die Canon G11 nicht. Sie zeichnet Filme nicht im HD-Format, sondern nur mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln auf. Während der Aufzeichnung steht das Zoomobjektiv nicht nur zur Verfügung, der Anwender muss auf den digitalen Zoom ausweichen. Dieser verschlechtert die ohnehin nur durchschnittliche Bildqualität der Filmaufnahmen massiv, sodass die entsprechende Szene unbrauchbar wird.
Links eine Aufnahme der Canon G11 mit zehn Megapixeln, rechts ein Bild aus Canons G10 mit 14 Megapixeln - beide Fotos entstanden mit ISO 1.600. Bei geringerer Lichtempfindlichkeit fällt der Unterschied weniger deutlich aus.
Verarbeitung: Saubere Sache
Das sauber verarbeitete und griffige Kunststoffgehäuse der G11 bietet Platz für den Lithium-Ionen-Akku und eine SD- oder SDHC-Speicherkarte. Canon stattet die Kamera mit einer HDMI-Schnittstelle, einem kombinierten AV- und USB-Ausgang sowie einen Anschluss für Fernauslöser aus. Das Objektiv verfügt über ein Gewinde, das bei Bedarf einem Telekonverter Halt bietet.
Fazit: Edle Kompaktkamera zum DSLR-Preis
Die Canon Powershot G11 empfiehlt sich für Anwender, die sich Zugriff auf alle Aufnahmeeinstellungen wünschen, dafür aber weder zu einer Kamera mit Wechselobjektiven noch zu einem Bridge-Modell mit Superzoom-Objektiv greifen wollen. Die kompakte Kamera überzeugt im Test mit einer Bildqualität, die deutlich über dem durchschnittlichen Niveau von Kompaktkameras liegt. Für die G11 sprechen außerdem die gute Verarbeitung und die unkomplizierte Bedienung.
Für Videoaufzeichnungen hingegen eignet sich die G11 nicht. Preislich konkurriert die Canon-Kamera mit Spiegelreflexkameras aus dem Einsteigerbereich und weniger mit anderen kompakten Geräten. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 589 Euro. Online bieten Händler die Powershot-Kamera bereits für rund 500 Euro an.






