Medienmogul will Suchmaschinen aussperren
Bezahlinhalte: Murdoch kündigt Suchmaschinen-Boykott an
Der Medienmogul Rupert Murdoch plant, die Internetseiten seiner Medienangebote für Suchmaschinen zu sperren. Betroffen sind Online-Angebote wie "Wall Street Journal", "Times" und "Sun". Murdoch sieht seine Einnahmen vor allem durch Google bedroht. "Das sind Leute, die unsere Geschichten klauen", sagt der australische Unternehmer.
Der Medienunternehmer will seine Internetportale sowohl für Suchmaschinen als auch für Nachrichtensammlungen wie "Google News" sperren. Im Interview mit dem Fernsehsender "Sky News Australia" beklagt Murdoch, dass Suchmaschinenbetreiber ohne Skrupel Informationen sammelten und Autoren und Verlagen so die Geschichten stählen. Der Medienmogul kritisiert vor allem das Vorgehen von Google, nahm aber auch Microsoft und Ask.com in die Verantwortung.
Suchmaschinen bringen keine loyalen Leser
Murdoch vertritt die Ansicht, dass Suchmaschinen zwar dafür sorgen, dass mehr Leser die Internetangebote besuchen, die Zahl der loyalen Seitenbesucher nehme dabei aber nicht zu. "Wir wollen lieber weniger Nutzer, aber dann solche, die bezahlen", sagt der Besitzer des weltweit viertgrößten Medienkonzerns "News Corporation". Murdoch hatte schon vor einiger Zeit angekündigt, journalistische Inhalte im Netz nur noch gegen Bezahlung anbieten zu wollen.
Nach Murdochs Ansicht hätten Internetnutzer niemals kostenlose journalistische Inhalte im Internet bekommen dürfen. "Wenn sie es lesen wollen, sollen sie auch dafür bezahlen - für Zeitungen zahlen sie ja schließlich auch", betont Murdoch im Interview. "Es kostet uns sehr viel Geld, gute Zeitungen und gute Inhalte zusammen zu stellen." Allein über Werbeeinnahmen aus dem Online-Geschäft sei das nicht zu finanzieren.
Nach Aussagen des Medienunternehmers gibt es im Netz kaum Nachrichtenportale, die rentabel arbeiten oder "ein paar Millionen" verdienen. Murdoch sehe derzeit nirgendwo eine Nachrichten- oder Blogseite, die "ernsthaft Geld einbringt". Wann Murdoch Suchmaschinen den Zugriff auf seine Seiten verwehren will, ist derzeit noch offen. Ab dem Jahr 2010 sollen aber News Corp-Medien nach und nach dem Muster des "Wall Street Journal" folgen und online nur noch gegen Gebühr zur Verfügung stehen.

Sagen wir es mal so (gut ist wieder mal so ein Einzelbeispiel, aber...):cool:: Die Netzwelt hätte ich ohne Suchmaschine nie gefunden und treu (OO wie definiert man das? Fremdlesen tue...
lol xyz träum weiter. sry ich fände das auch schön aber in unserer heutigen gesellschaft undenkbar. wer sitzt denn am längeren hebel, die vernunft oder die gier.
Interessant wäre doch eine Art Jahresflatrate über die dann allerdings auch der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur (Fachzeitschriften ect.) und Büchern möglich sein müsste. Das Geld fließt in...
Ja die liebe Generation der Internet-Ausdrucker ;) Zitat: "Das sind Leute, die unsere Geschichten klauen" Welche Geschichten? Nachrichten sollten meiner Meinung nach Tatsachenberichte...
Da hat aber einer das Internet nicht verstanden. Man darf gespannt sein, wann dieser Schritt revidiert wird.