Hamburger konnte Bankverbindung und Adressen einsehen
Datenpanne: Hansenet verschickt sensible Alice-Kundendaten
Ein Kunde des DSL-Providers Hansenet hat per E-Mail Konto- und Adressdaten anderer Alice-Nutzer erhalten. Der Vorfall wird vom Bundesdatenschutzbeauftragten geprüft, das Unternehmen kündigt an, sich bei den Betroffenen zu entschuldigen.
Der Radiosender "NDR Info" berichtet über eine Datenpanne beim Hamburger Telekommunikationsanbieter Hansenet. Nach Informationen des Mediums landeten mehr als einhundert E-Mails mit Bankverbindungen, Kontonummern und den Adressen von Alice-Kunden im Postfach eines Hamburgers. Der 48-Jährige erhielt die elektronische Post unter seiner Hansenet-E-Mail-Adresse alice@alice.de.
Nach Angaben des Telekommunikationsanbieters kam es zu dem Vorfall, weil Vertriebspartner für DSL-Produkte die E-Mail-Adresse als Platzhalter für Neukunden eingetragen hatten, die bei der Anmeldung das zugehörige Feld frei ließen. Bei Hansenet heißt es, die E-Mail-Adresse alice@alice.de sei daher bereits am Montag gesperrt worden.
Bundesdatenschutzbeauftragter prüft Vorfall
Der Hamburger Telekommunikationsanbieter will nun technische Maßnahmen einleiten, um solche Vorfälle in Zukunft zu unterbinden. Dazu will der Anbieter nach eigenen Aussagen unter anderem die Vergabe von Platzhalter-Adressen unterbinden und dafür sorgen, dass im System nur noch eindeutige E-Mail-Adressen eingerichtet werden können. Das Unternehmen kündigt außerdem eine Entschuldigung bei betroffenen Kunden an.
Nach Informationen von "NDR Info" will der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar den Fall untersuchen. Dessen Pressesprecher Dietmar Müller bestätigt gegenüber netzwelt eine Prüfung des Sachverhalts, die Behörde sei bereits mit Hansenet in Kontakt getreten. Genauere Informationen hat der Bundesdatenschutz-Beauftragte nach Aussagen von Müller allerdings noch nicht erhalten. Vorher könne aber nicht geklärt werden, ob ein technisches Problem vorliegt oder ein unzuverlässiger Mitarbeiter für die Panne verantwortlich ist.
Datenpannen mehren sich
In den vergangenen Wochen hatten sich Datenschutz-Vorfälle bei Unternehmen verschiedener Branchen gehäuft. Beim Online-Netzwerk SchülerVZ etwa wurden Informationen über 100.000 Nutzer ausgelesen, und beim Internet-Buchhändler libri.de lagen Kundendaten offen im Netz. Ähnlich gelagerte Fälle traten es auch bei der Agentur für Arbeit in Nürnberg und im Online-Shop der Sparkassen in Deutschland auf.
Hansenet zählt mit seinen 2,3 Millionen DSL-Kunden zu den größten Telekommunikationsanbietern in Deutschland. In der letzten Woche wurde die Telecom Italia-Tochter für 900 Millionen Euro an die spanische Telefónica verkauft, zu der auch O2 gehört. Die Übernahme soll bis März 2010 abgeschlossen sein, die Wettbewerbshüter müssen dem Geschäft noch zustimmen. Telecom Italia hatte Hansenet verkauft, um Schulden abzubauen.

Tja, davon kann ich ein Lied singen.Unfähige Mitarbieter, Call Center die einen Müll anbieten und dann, bei einem Nein auch noch frech werden. Wechsel von Verbrauch auf Flatrate schlägt fehl, Kosten von 250...
Guten Tag, Bereits am 4.11.09 habe ich festgestellt, dass meine E-Mail Konten auf dem so genanaten Alice-Lounge vetrschwunden. Mein Master- Email ist gelöcht worden und ein von mir gelöchten E-Mail...
Na ja - solche Pannen ist man von Alice / Hansenet ja fast schon gewöhnt. Man fragt sich wirklich ob in diesem Unternehmen nur noch Computer Entscheidungen treffen. Auf denkende Menschen sind wir in unserer...