Objektiv und Bildsensor im Wechselmodul
Ricoh GXR: Neuartige Systemkamera im Kurztest (Update)
Ricoh stellt am heutigen Dienstag mit der GXR seine erste Systemkamera vor. Im Gegensatz zu Modellen anderer Hersteller wechselt der Nutzer bei der kompakten Fotoapparat nicht nur das Objektiv: Auf Wunsch verwandelt der Anwender das Gehäuse durch den Austausch des Moduls, das sowohl Linse als auch Bildsensor enthält, in eine völlig andere Kamera.

Inhaltsverzeichnis
- 1Objektiv und Bildsensor in einem Modul
- 2Handliches Gehäuse, gewöhnungsbedürftige Steuerung
- 3Bildqualität: Positiver Ersteindruck
- 4Fazit: Viel versprechendes Konzept
- 5Update vom 23. Februar 2010: Ricoh kündigt neue Aufnahmemodule für GXR-Systemkamera an
Das Update "Ricoh kündigt neue Aufnahmemodule für GXR-Systemkamera an" finden Sie am Ende des Artikels.
Objektiv und Bildsensor in einem Modul
Bei der Ricoh GXR wechselt der Nutzer, anders als bei kompakten Micro-Four-Thirds-Kameras, mehr als nur das Objektiv: Die Ingenieure von Ricoh entwickelten einen Fotoapparat, bei dem Bildsensor, Prozessor und Linse zusammen in einem Aufnahmemodul stecken und bei Bedarf gemeinsam ausgewechselt werden. Das Verfahren soll unter anderem den Bildsensor beim Objektivwechsel vor Staub schützen.
Daneben verspricht Ricoh den Käufern der GXR auch eine bessere Bildqualität, da der Bildsensor passend zur Brennweite des jeweiligen Objektivs produziert werde. Zum Verkaufsstart der neuen Ricoh-Kamara am 4. Dezember 2009 sollen zwei Module mit aufeinander abgestimmtem Objektiv und Bildsensor zum Verkauf stehen.
Das Standard-Objektiv mit einer Festbrennweite von 50 Millimetern steckt Ricoh zusammen mit einem CMOS-Sensor in das Gehäusemodul. Die Auflösung des Bildsensors liegt bei 12,3 Megapixeln. Die Bilddaten des Teleobjektivs mit einer Brennweite von 24 bis 72 Millimetern verarbeitet dagegen ein deutlich kleinerer CCD-Sensor mit einer Auflösung von zehn Megapixeln. Der Mikrochip fällt damit aber immer noch größer aus als die Sensoren der meisten anderen Kompaktkameras.
Mit dem Austausch des Wechselmoduls ändern sich nicht nur Brennweite und Bildauflösung. So zeichnet zum Beispiel das Aufnahmemodul mit dem CMOS-Sensor Videos in HD-Auflösung auf, fotografiert bis zu vier Serienbilder in der Sekunde und nimmt mit einer Akkuladung etwa 320 Fotos auf. Bei dem Modul mit CCD-Sensor reicht der Kamera-Akku für rund 410 Bilder. Das Modul zeichnet bis zu fünf Aufnahmen in der Sekunde auf, Video-Aufnahmen erfolgen allerdings nur in VGA-Auflösung.
Handliches Gehäuse, gewöhnungsbedürftige Steuerung
Die Ricoh GXR fällt mit etwa 113,9 x 70,2 x 28,9 Millimetern ähnlich groß aus wie herkömmliche Kompaktkameras oder die Systemkameras Panasonic GF1 und Olympus E-P1. Das Kameragehäuse liegt mit seinem gummierten Akku-Handgriff sicher und bequem in der Hand. Ein Riegel sichert das Aufnahmemodul, das sich schnell und einfach wechseln lässt.
Ricoh GXR Vorstellung
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Bild vergrößern Kazuhiro Yuasa, Vizepräsident von Ricoh, zeigt stolz die neue Kamera. - Bild 2 von 7
Bild vergrößern Die Kamera mit dem Aufnahmemodul mit 50mm-Objektiv und zwölf Megapixel CMOS-Sensor sowie dem optionalen elektronischen Sucher. - Bild 3 von 7
Bild vergrößern Kameragehäuse und beide anfangs verfügbaren Aufnahmemodule. - Bild 4 von 7
Bild vergrößern Der Bildschirm auf der Rückseite der Kamera ist drei Zoll groß und verfügt über eine Auflösung von 920.000 Pixeln. - Bild 5 von 7
Bild vergrößern Ein Aufnahmemodul, in dem Bildsensor, Prozessor und Objektiv stecken. Hinten die Metallplatte zum Einschieben in die Schienen am Gehäuse und auf der kurzen Seite die Steckverbindung mit elektronischen Kontakten. - Bild 6 von 7
Bild vergrößern Das extrem leichte Metallskelett der Kamera. - Bild 7 von 7
Bild vergrößern Aufnahmemodule und weiteres Zubehör: Konverterlinsen, Gegenlichtblende und elektronischer Sucher.
Der drei Zoll große Monitor der Kamera bietet eine detailliertes Bild mit kräftigen Farben. Die gut zu erkennende Anzeige dient standardmäßig als Sucher, ein optional erhältlicher elektronischer Sucher soll etwa 250 Euro kosten und auf den Zubehörschuh passen.






