Virtueller Notizblock mit doppeltem Display
Microsoft-Projekt "Courier": Neue Informationen
Zu Microsofts Tablet-PC Courier sind auf der amerikanischen Webseite Gizmodo neue Informationen und Fotos aufgetaucht. Eine offizielle Bestätigung Microsofts steht noch aus, doch Fotos und Funktionsbeschreibungen wecken große Erwartungen.

Auf den Gedanken, dass Microsoft-Entwickler das US-amerikanische Gadget-Blog Gizmodo still und leise mit Informationen füttern, könnte der Leser angesichts der Fülle von detaillierten Angaben und Fotos, die Gizmodo gerade zu "Courier" veröffentlicht, schon kommen. Vorerst allerdings bleibt der Gedanke Spekulation, denn Microsoft hält sich mit Bestätigungen oder Dementis vornehm zurück.
Schon vor einigen Wochen hatte der Redmonder Konzern den Tablet-Rechner mit dem Namen "Courier" in einer Veranstaltung vorgestellt. Bei dem Gerät handelt es sich um einen Tablet-PC mit zwei Displays, der sich wie ein doppelseitiger Schreibblock aufklappen lässt. Die Bedienung erfolgt über die Multitouch-Oberfläche des Displays. Will der Anwender Texte schreiben, greift er zum Stift und schreibt direkt aufs Display. Die Schrifterkennung versucht dann, die Handschrift in Text umzuwandeln.
Die Funktionen weisen den geplanten Rechner als praktische und elegante Alternative zu herkömmlichen Tablet-PCs oder Notebooks aus. Das Touchscreen-Display erlaubt eine intuitive Bedienung. Bei längeren Dokumenten etwa blättert der Anwender mit einer schnellen Fingerbewegung auf dem Display die Seiten um. Öffnen und Schließen von Programmen, Verschieben von Fenstern oder Objekten oder Zoomen, alles funktioniert per Gestensteuerung. Sogar eine Digicam soll der Courier bieten.
Kernstück der Bedienoberfläche ist das "Infinite Journal" - im Prinzip eine große Schreibmappe zum Schreiben, Zeichnen und Speichern von Informationen und Daten. Der Stift arbeitet mit zwei Tasten, eine zum Löschen von Eingaben und eine zum Umschalten zwischen verschiedenen Eingabearten.
Eine Stärke des Courier ist nach Angaben von Gizmodo die Funktion "Clip, Tuck, Paste". Damit kann der Nutzer jedes beliebige Objekt bequem verschieben oder von einem Bereich in den anderen kopieren. Für Suchen oder Organisieren von Fotos, Kalendereinträgen oder Textdokumenten ist die Library zuständig.
Dokumente bearbeiten via Cloud Computing
Nach Angaben der US-Webseite planen die Microsoft-Entwickler auch, den Rechner per Cloud-Techniken mit dem Web zu verbinden. So könnten Dokumente übers Web ausgetauscht oder zum gemeinsamen Bearbeiten im Web gespeichert werden. Ein Beispiel: Wenn ein Freund oder Kollege in einem gemeinsamen Dokument Änderungen gemacht hat, dann erhält der Anwender eine entsprechende Notiz, sobald sein Courier online ist.
Ebenfalls interessant: Auf den Bildern weist ein Symbol "books and subscriptions " darauf hin, dass Microsoft den Courier möglicherweise auch als E-Book-Reader einsetzen will. Angesichts der Größe der Displays ein naheliegender Gedanke. Wann und in welcher Form der Courier auf den Markt kommen soll, ist nicht bekannt. Die beschriebenen Funktionen lassen allerdings vermuten, dass Courier ein sehr praktischer Helfer für den Alltag werden könnte.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Tablet-PC hier.
