Nikon D5000 im Test: DSLR mit beweglichem Monitor
HDMI-Schnittstelle und GPS-Logger-Anschluss
Häufig veränderte Werte, wie Lichtempfindlichkeit, Weißabgleich oder Aufnahmebetriebsart, stehen nur über das Bildschirmmenü zur Verfügung. Ein Druck auf die "i"-Taste führt auf eine Übersichtsseite, die die einzelnen Einstellungen aufführt.
Der Autofokus der D5000 arbeitet zügig und präzise, die Auslöseverzögerung ist für den Nutzer nicht zu spüren. Das gilt allerdings nur bei Benutzung des optischen Suchers. Sobald der Monitor der Kamera ein Livebild anzeigt, verlangsamt sich der Autofokus merklich und die Auslöseverzögerung ist deutlich zu spüren. Schließlich muss der Spiegel des Fotoapparats im Live-View-Betrieb vor jeder Aufnahme erst herunter klappen.
Nikon baut bisher keine Bildstabilisatoren in seine Kameras an, die Stabilisatoren finden sich aber in ausgewählten Objektiven. Das japanische Unternehmen nennt seine Technik zur Verhinderung verwackelter Bilder "Vibration Reduction", damit können geübte Fotografen aus der freien Hand Fotos mit bis zu vier Belichtungsstufen weniger als üblich aufnehmen.
Nikon D5000 im Test
Unser Test-Kit enthält ein Objektiv mit einer Brennweite von 18 bis 55 Millimetern.
Über den Zubehörschuh können zum Beispiel Blitzgeräte, GPS-Logger oder Mikrofone angeschlossen werden.
Der interne Blitz ist nur bedingt tauglich. Für wirklich schöne Blitzlichtaufnahmen muss ein Blitzgerät auf den Zubehörschuh.
Die D5000 speichert Fotos wahlweise als komprimierte JPEG-Dateien oder in Nikons Rohdatenformat NEF. Der Anwender kann mit der Kamera die Aufnahmen auch direkt auf der Speicherkarte bearbeiten. Die Bilder können beschnitten, verkleinert, montiert, automatisch und manuell korrigiert sowie mit Filtern belegt werden.
Das Kunststoffgehäuse der Nikon D5000 ist ordentlich verarbeitet. An seiner linken Seite befinden sich die Schnittstellen der Kamera. Eine Gummikappe schützt den Anschluss für den GPS-Logger sowie die AV- und HDMI-Ausgänge. Der Schacht für SD- und SDHC-Speicherkarten befindet sich auf rechten Seite der DSLR.
Fazit: Umfangreiche Ausstattung und gute Bildqualität
Die Nikon D5000 ist eine günstige Spiegelreflexkamera mit umfangreicher Ausstattung, guter Bildqualität und schnell zu erlernender Bedienung, die neben Fotos auch HD-Videos aufnimmt. Das Kameragehäuse steht im Handel für rund 520 Euro zum Verkauf. Zusammen mit dem 18-bis-55-Millimeter-Objektiv aus dem Test-Kit steigt der Preis auf etwa 580 Euro.
Für Fotografen, die auf Filmfunktion, Livebild-Anzeige und den beweglichen Monitor verzichten können, stellt die Nikon D3000 eine günstige Alternative dar. Die Kamera kostet derzeit rund 350 Euro ohne Objektiv. Die D3000 verfügt zwar über einen anderen Bildsensor als die D5000, liefert aber ebenfalls eine gute Bildqualität. Für etwa 100 Euro mehr als die Nikon D5000 steht die Canon EOS 500D zum Verkauf, die Videos sogar in Full-HD aufzeichnet.
