Maschine soll Chemikalien in Gewässern erkennen
Auf Patrouille: Roboter-Fisch untersucht Wasserqualität
Wissenschaftler an der britischen Universität von Essex haben ein künstliches Tier entwickelt, das in Gewässern Verunreinigungen aufspüren soll. Nächstes Jahr soll der Roboter-Fisch im Hafenbecken der spanischen Stadt Gijon die Wasserqualität überwachen.
Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein ganz normaler Fisch, der durch die Weltmeere schwimmt. Und auch seine Bewegungen wirken völlig natürlich: Der Fischkörper schwingt der Länge nach im Wasser hin und her, während die Schwanzflosse für Antrieb sorgt. Tatsächlich täuscht der erste Eindruck: Bei dem vermeintlichen Fisch handelt es sich um einen Roboter.
Entwickelt wurde das künstliche Tier an der britischen Universität von Essex. Sein Zweck: In den Meeren soll es als eine Art Unterwasser-Polizei Verunreinigungen aufspüren. Huosheng Hu, der Erfinder des Roboter-Fisches, schickt drei Exemplare der Spezies im kommenden Jahr im Hafen der spanischen Stadt Gijon auf Patrouille.
Sparsame Fortbewegungsmethode
Um die Wasserqualität zu untersuchen und damit mögliche Umweltsünder auszuloten, sind die 1,5 Meter langen Fische mit speziellen Sensoren und Software ausgerüstet. Im Gegensatz zu anderen Roboter-Fischen bewegen sie sich autonom, das heißt: ohne Fernsteuerung, durchs Meer. Dank ihrer speziellen Navigationsfähigkeit erkennen die Maschinen auch, wann es Zeit ist, wieder aufgeladen zu werden.
Dafür steuern sie eigens eingerichtete Ladestationen an. Huosheng Hu hat die Gestalt des Fisches für seine Maschine nicht zufällig ausgewählt: Die Evolutionsgeschichte zeigt offenbar, dass sich diese Form als Modell für energieeffiziente Fortbewegung eignet. Etwa alle acht bis zehn Stunden müssen sich die Roboter-Fische unter Wasser wieder mit Energie versorgen.
Versand per Funk
Vor Zusammenstößen auf dem Weg zu den Ladestationen schützen sich die künstlichen Tiere durch Infrarotsensoren. An den Aufladestationen angekommen, werden die gewonnenen Informationen via Wi-Fi an das Hafenkontrollzentrum gesendet. So können die Verantwortlichen sofort die Quelle und das Ausmaß der Verunreinigung kontrollieren.
Die knapp 20.000 britischen Pfund - umgerechnet rund 22.000 Euro - teuren Roboter sammeln nicht nur Informationen über die Wasserqualität an der Oberfläche, sondern erkennen auch, welche Chemikalien im Wasser gelöst sind. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte der Roboter-Fisch auch in anderen Meeren, Seen oder Flüssen der Welt auf Patrouille gehen.

Roboter Lucys auffälligstes Merkmal ist das Gesicht: eine weibliche Gummimaske unter einer schwarzen Perücke. Vor dem Mund trägt der Roboter ein Headset-Mikrophon. Der Körper der Maschine ist aus Metall. Überall sind Kabel, Schaltelemente und kleine Motoren an den Gelenken.
14 Luftdruckdüsen, über den Rumpf verteilt, setzen diesen ferngesteuerten Unterwasser-Roboter in Bewegung. Die Kamera an der Vorderseite überträgt per Funk ein gestochen scharfes Livebild. Das extrem wendige Gefährt ist etwa so groß wie eine Melone und wurde am taiwanischen Forschungsinstitut ITRI entwickelt.
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insgesamt 1 BeitragWas ist denn bitte ein "künstliches Tier"???? <Um die Wasserqualität zu untersuchen und damit mögliche Umweltsünder auszuloten> Ich bezweifle, dass die Fische mögliche...