LG GM750 im Test: Kompaktes Windows-Smartphone
Multimedia
Internetseiten baut das GM750 träge auf. Auch das Blättern auf einer Seite geht zäh von der Hand - Benutzereingaben setzen Browser und Handy mit spürbarer Verzögerung um. Die größte Kritik muss die Zoom-Leiste einstecken. Da das Windows-Handy kein Multitouch unterstützt, ist diese Leiste zwingend für das Vergrößern oder Verkleinern von Inhalten notwendig.
Der Nutzer wechselt daher beim Surfen ständig zwischen der Seitendarstellung und den Zoom-Einstellungen hin und her. Auf manchen Seiten reagierte die Zoom-Leiste im Test überhaupt nicht. Stattdessen wählt das System die hinter der transparenten Leiste liegenden Inhalt aus - frustrierend. Immerhin unterstützt der Microsoft-Browser Flash-Inhalte.
Die Kamera liefert eine Auflösung von fünf Megapixeln. Ein Blitz fehlt.
Auf der Rückseite des LG GM750 befindet sich eine Kameralinse. Die maximale Auflösung des Sensors beträgt fünf Megapixel, Blitzlicht und Fotoleuchte sind nicht vorhanden. Die eingebaute Kamera liefert brauchbare Bilder, die durch natürliche Farben und einen guten Kontrast gefallen. Auch die Auslöseverzögerung von knapp einer Sekunde kann sich sehen lassen. Lediglich in dunklen Bildpassagen tritt vermehrt Bildrauschen auf.
Dank Radio und integriertem MP3-Player taugt das GM750 auch als Unterhaltungskünstler. Der MP3-Player liefert einen guten Klang, inklusive knackigem Bass. LG legt dem Handy gut klingende In-Ear-Kopfhörer mit in den Karton. Für die Benutzung der eigenen Lieblingskopfhörer ist aber ein Adapter erforderlich, der ebenfalls zum Lieferumfang gehört. An Spielen hat das Testgerät lediglich zwei Titel zu bieten: Bubble Breaker und Solitaire. Nachschub gibt es im Microsoft Marketplace.
Fazit
Das LG GM750 tanzt auf vielen Hochzeiten gleichzeitig, steht dabei aber oft auf recht wackeligen Beinen. Trotz Windows Mobile 6.5 Professional ist das Gerät kein Business-Handy - dafür fehlt es an Leistung und einer physikalischen Tastatur. Trotz guter Bilder ist es kein Kamera-Handy - dafür fehlen Blitz und Fotoleuchte. Und trotz HSPA und WLAN ist es keine Surfmaschine - dafür stellt das Handy Internetseiten einfach zu träge dar.
LG GM750
Seitlich befindet sich ein Schacht für microSD-Karten. Damit lässt sich die Kapazität um 32 Gigabyte steigern.
Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich der Headset-Eingang sowie eine Wippe zur Lautstärke-Regelung.
Die rückwärtige Kamera bietet eine Auflösung von fünf Megapixeln. Auf der Front nimmt eine zweite Kameralinse den Anrufer auf.
Der Bedienstift wird nur selten benötigt. Da er keinen festen Platz im Gehäuse hat, ist er dann meistens aber nicht zur Hand.
Das GM750 ist das erste LG-Handy mit dem Betriebssystem Windows Mobile 6.5.
Die Gründe, die für einen Kauf des Windows-Handys sprechen, liegen im guten Preis-Leistungsverhältnis. Aktuell bietet Vodafone das Smartphone ohne Vertrag für 330 Euro an. Mit Vertragsbindung sinkt der Preis in den meisten Tarifen auf den symbolischen Euro. Dafür bekommt der Käufer ein Mobiltelefon mit üppigem Ausstattungspaket, das vieles gut macht - aber auch die erwähnten Schwächen aufweist.
