Erstes Android-Lesegerät noch in diesem Jahr

Spring Design Alex: E-Book-Reader mit Doppeldisplay (Update)

Das kalifornische Unternehmen Spring Design bietet demnächst einen E-Book Reader mit Namen "Alex" an. Das Gerät arbeitet mit zwei Displays und ist das erste E-Book, auf dem das Android-Betriebssystem läuft. Neben E-Books soll das Lesegerät auch Webseiten anzeigen. Das Update vom 8. Januar "Alex erscheint im Februar" finden Sie am Ende des Artikels.

Spring Design Alex
Der E-Book Reader "Alex" von Spring Design verfügt über ein Doppeldisplay und unterstützt das Android-Betriebssystem. (Bild: Spring Design)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Im Internet surfen mit Android
  2. 2Konzeptstreit mit Barnes & Noble
  3. 3Update vom 8. Januar 2010: Alex erscheint am 22. Februar

Spring Designs "Alex" kombiniert ein monochromes, sechs Zoll großes E-Ink-Display mit einer farbigen 3,5-Zoll-Flüssigkristall-Anzeige. Auf der E-Ink-Anzeige stellt das Lesegerät die E-Books dar, der LC-Bildschirm soll vorwiegend zur Navigation dienen und außerdem Inhalte wie Bilder, Videos und Ankündigungen anzeigen. Daneben gibt der E-Book-Reader auch Web-Inhalte wieder.

Im Innern des digitalen Lesegerätes arbeitet nach Herstellerangaben ein neu entwickelter Chip der Armada-Serie von Marvell. Der Prozessor soll wichtige Systembausteine wie Hauptprozessor und Display-Controller auf einem Bauteil zusammen fassen. An Funkstandards unterstützt der E-Book-Reader WLAN, UMTS, EVDO und das auch in Deutschland verbreitete GSM.

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Im Internet surfen mit Android

Neben dem Doppeldisplay bietet das auf Android basierende Gerät einen vollwertigen Webbrowser, der dem Anwender gestattet, auch unterwegs im Internet zu surfen. Eine von Spring Design neu entwickelte Technik soll außerdem beim Lesen eines Buches passende Webinhalte wie Fotos und Videos im unteren Display anzeigen.

Für die Musikwiedergabe erhält "Alex" einen eingebauten Lautsprecher sowie einen Kopfhöreranschluss. Ein Steckplatz für SD-Karten dient zur Speicherplatzerweiterung. Details zu unterstützten E-Book-Formaten und weitere Hardware-Spezifikationen gab der Hersteller bislang nicht bekannt. Spring Design teilt lediglich mit, sich zur Zeit in Verhandlungen mit verschiedenen Anbietern zu befinden. Die Markteinführung des Gerätes in den USA plant der Hersteller bis zum Jahresende, zu einem möglichen Veröffentlichungstermin für Deutschland gibt es noch keine Angaben.

Konzeptstreit mit Barnes & Noble

Anfang der Woche reichte Spring Design eine Klage gegen den amerikanischen Buchhändler Barnes & Noble ein. Der Hersteller wirft dem Buchhändler vor, das dessen neuer E-Book-Reader "nook" zu starke Ähnlichkeiten mit Spring Designs "Alex"-Gerät aufweise und auch einige Funktionen des Readers übernehme.

Spring Design erklärte gegenüber dem amerikanischen Online-Medium Engadget, zuvor mit Barnes & Noble vertrauliche Verhandlungen über das Lesegerät geführt zu haben. Der Buchhändler hätte dazu einer Vertraulichkeitsvereinbarung zugestimmt, sich aber nicht daran gehalten. Eine Stellungnahme von Barnes & Noble zum Plagiatsvorwurf steht bislang noch aus.

Update vom 8. Januar 2010: Alex erscheint am 22. Februar

Anlässlich der CES in Las Vegas gab Spring Design weitere Einzelheiten zum neuen E-Book Reader "Alex" bekannt. So arbeitet das Unternehmen eng mit der Borders Group zusammen, um das Angebot des kurz vor der Veröffentlichung stehenden Borders E-Book Store des Buchhändlers Alex-Käufern zugänglich zu machen. Der elektronische Shop soll in Nordamerika zahlreiche Bücher im ePub- und PDF-Format mit Adobes DRM-Schutz anbieten.

Auch die Darstellung von TXT- und HTML-Dateien soll der E-Book Reader beherschen. Im Browser auf dem kleinen Farbdisplay stoppt das Gerät die Animationen auf Webseiten, um sie anschließend auf dem sechs Zoll großen E-Ink Display stromsparend anzuzeigen. Spring Design "Alex" soll ab dem 22. Februar für 399 US-Dollar auf den Webseiten des Herstellers erhältlich sein. Einen Termin für die Markteinführung in Europa gab das Unternehmen bislang nicht bekannt.

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Spring Design Alex

Spring Design Alex

Spring Design | 04/2010
Vorteile
  • eingebaute WiFi und 3 G
  • Vollfarb-LCD-Touchscreen-Display für flotte und intuitive Benutzung
  • respektable Leistung - nicht so träge wie Nook oder Entourage Edge
Nachteile
  • nur 256 MB interner Speicher
  • keine physische Tastatur
  • 3G-Version wurde wieder zum Sommer 2010 aufgeschoben