Multimedia-Computer für die Hosentasche
Nokia N900: Das Maemo-Smartphone im Kurztest
Nokia präsentierte in Hamburg neue Hardware, darunter auch das auf Linux basierende Smartphone N900. Netzwelt hatte die Gelegenheit, den internetfähigen Mini-Computer zu testen. Dabei hinterließ das neue Nokia-Flaggschiff einen positiven Eindruck.
Inhaltsverzeichnis
- 1Technische Daten
- 2Ausklappbare Tastatur mit Schwachstellen
- 3Leistung: Multitasking hoch 10
- 4Surfen im Netz: Mit Flash und Kreiselbewegungen
- 5Fazit
Es ist schwer, es ist groß, es steckt aber auch eine ganze Menge Technik drin: Das Nokia N900 soll immerhin eine mit dem PC vergleichbare Leistung liefern. Dazu statten es die Finnen mit fast allem aus, was derzeit technisch machbar ist. Beim Blick auf das Datenblatt bleiben kaum Wünsche offen:
Technische Daten
- Quadband
- HSPA
- 32 Gigabyte Speicher
- Erweiterbar durch microSD-Karten bis 16 Gigabyte
- WLAN
- Bluetooth
- FM-Transmitter
- GPS mit AGPS-Unterstützung
- TV-Ausgang
- 5-Megapixel-Kamera mit doppeltem LED-Blitz
N900: Nokia verspricht die Leistung eines PCs im Taschenformat.
Das alles resultiert in einem 110,9 x 59,8 x 19,55 Millimeter und 181 Gramm schweren Gehäuse. In den Händen fühlt sich das N900 gut an, die Verarbeitungsqualität reicht an die des Nokia N97 heran. Auch das N900 verfügt über eine ausziehbare Tastatur. Schiebt man die beiden Gehäusehälften auseinander, kommt sie zum Vorschein und rastet sicher ein. Die einzelnen Tasten sind ein wenig zu klein geraten, gefallen aber durch ihren klar definierten Druckpunkt.
Ausklappbare Tastatur mit Schwachstellen
Die 38 Drücker erleichtern die Eingabe von langen Texten im Vergleich zu einer virtuellen Tastatur erheblich. Leider kommen die Finger beim Schreiben öfters mit dem Gehäuserand des Displays in die Quere. Auch die Leertaste fällt beim N900 sehr klein aus. Nahezu jede Taste ist doppelt mit Funktionen belegt.
Der berührungsempfindliche Bildschirm des Nokia N900 verfügt über eine Diagonale von 3,5 Zoll und stellt maximal 800 x 480 Bildpunkte dar. Im schwach ausgeleuchteten Präsentationsraum konnte die Anzeige durch eine gute Helligkeit und satte Farben überzeugen. Wie es um die Ablesbarkeit des Bildschirms im Freien bestellt ist, muss ein ausführlicher Test klären.
Nokia N900
Das Nokia N900 ist das erste Nokia-Handy das auf das freie Betriebssystem Maemo setzt.
Vorbestellungen nimmt der Online-Shop des Herstellers bereits jetzt schon entgegen. Der Preis beträgt stolze 600 Euro.
Der Bildschirm reagiert auf Berührung. Alternative Eingabemethode ist die ausziehbare QWERTZ-Tastatur.
Das N900 liegt gut in der Hand. Auch wenn es mit einem Gewicht von über 180 Gramm recht schwer ist.
Die beiden Tastatur-Hälften gleiten sauber und ohne Störgeräusche auseinander.
Die Digitalkamera bietet eine Auflösung von fünf Megapixeln und wird unterstützt von einem doppelten LED-Blitz.
Der Kartendienst OVI Maps ist auf dem N900 vorinstalliert. Fußgängernavigation und Kartenmaterial sind kostenlos. Für die Autonavigation verlangt Nokia Geld.
Im direkten Vergleich mit dem Nokia N97 (im Bild oben) zeigt sich die wahre Größe des N900.
Leistung: Multitasking hoch 10
Im Gegensatz zu allen anderen Handy-Modellen von Nokia haucht das offene und auf Linux basierende Betriebssystem Maemo 5 dem Smartphone-Brocken Leben ein. Zusammen mit dem auf 600 Megahertz getakteten ARM Cortex-A8-Prozessors und über einem Gigabyte Arbeitsspeicher (256 Megabyte Ram, 768 Megabyte virtueller Speicher) lässt der Linux-Unterbau eindrucksvoll seine Muskeln spüren.
Nokia N900
Das Nokia N900 ist ein Touchscreen (3,5 Zoll) Smartphone, mit vollständig aufschiebbarer QWERTZ-Tastatur. Die Gehäusemaße betragen 110,9 x 59,8 x 18 mm bei einem Gewicht von 181 Gramm. Betriebssystem ist das auf Linux basierende Meamo 5. Die Akkulaufzeiten betragen bis zu 280 Stunden im Standby und bis zu 380 Minuten Gesprächszeit. Zur Verbindung sind die Schnittstellen Bluetooth 2.1, Micro-USB-Anschluss mit Ladefunktion und USB 2.0, TV-Ausgang (PAL & NTSC) verfügbar.


Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 4 Beiträge
@Mobilefreak: Klar benötigt eine CPU mehr energie, wenn sie rechnet.
Zitat: Dass die Praxis, Anwendungen nicht zu schließen, sondern im Hintergrund weiterlaufen zu lassen, auf Kosten des Akkus geht, ist ein Ammenmärchen. Jeder Computer verbraucht gleich viel Strom...
Dass die Praxis, Anwendungen nicht zu schließen, sondern im Hintergrund weiterlaufen zu lassen, auf Kosten des Akkus geht, ist ein Ammenmärchen. Jeder Computer verbraucht gleich viel Strom unabhängig davon, ob ein...
Welche Version der Navi-Software kam denn auf dem Testgerät zum Einsatz? Auf der Nokia-Deutschland-Seite steht was von Ovi-Maps 3.0, vielerorts im Netz war aber nur von einer älteren Version die Rede.