Internetzzo: News-Highlights aus Yokohama
Trend Nummer zwei: OLED für große Bildschirme
Bildschirme mit OLED-Technik sind schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Bisher aber meistens nur im Kleinformat, etwa für die Anzeigefenster von Digitalkameras. Dabei machen die Vorteile der organischen Leuchtdioden diese gerade auch für größere Bildschirme und TV-Geräte attraktiv. Sie bringen kräftigere und kontrastreiche Farben und erlauben die Herstellung sehr dünner Panels. Außerdem verbrauchen sie weniger Strom.
Samsung beispielsweise zeigte ein OLED-Notebook mit 14 Zoll-Display und einer WXGA-Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Auch AU Optronics (AUO), ein Panel-Hersteller aus Taiwan, zeigt beispielsweise ein Fernsehgerät mit 14 Zoll und Full-HD-Auflösung. In vier oder fünf Jahren sollen OLED-Bildschirme auch bei 40- oder 50-Zoll-Formaten mit TV-Geräten konkurrieren. Derzeit haben die Panels nach Herstellerangaben eine Lebensdauer von ungefähr 50.000 Stunden. Reicht also für fast sechs Jahre ununterbrochen fernsehen.
Trend Nummer drei: Äußerst flache Displays
Samsung Electronics präsentierte das nach eigener Aussage dünnste Display der Welt, ein 3,9 Millimeter starkes LCD-Panel mit Full-HD-Auflösung und 40 Zoll. Die LEDs für die Hintergrundbeleuchtung sind am Rand des Panels untergebracht. Ein weiteres ultradünnes LCD-Panel misst 24 Zoll und ist als PC-Monitor gedacht. AUO stellte ein mit 65 Zoll mehr als 160 Zentimeter großes LCD-Panel vor, das lediglich 7,9 Millimeter dick ist.
Solange die Displays mit Glas arbeiten, bleiben sie starr. Biegsam dagegen ist Bridgestones E-Paper-Display mit 10,7 Zoll Größe und 5,5 Millimeter Dicke. Auch AUO versucht sich im elektronischen Papier und stellte ein biegsames E-Paper mit sechs Zoll vor.
Trend Nummer vier: Farbige E-Book-Reader
E-Book-Reader mit Schwarzweiß-Anzeige wie Amazons Kindle oder Sonys PRS 600 stehen inzwischen auch hierzulande zum Verkauf. Die Lesegeräte der Zukunft sollen auch Farben darstellen können. Ein Beispiel liefert das Gerät des japanischen Herstellers Bridgestone ab. Wer beim Namen des Unternehmens an Autoreifen denkt, dem sei gesagt, dass die Japaner auch Fahrräder bauen und in der Display-Technik aktiv sind - unter anderem mit einem 13,1-Touchscreen-Display, das 4.096 Farben darstellt.
Auch der Elektronikriese Samsung macht das Lesevergnügen bunt. Das Unternehmen zeigte in Yokohama zwar keinen E-Book-Reader, aber ein 10,1 Zoll großes E-Paper. Die Massenproduktion soll in zwei Jahren beginnen. Das "Gerät", wenn man es so nennen will, ist nur 0,7 Millimeter dick.
Das größte E-Paper-Modul kam aber von AUO. Es ist mit 20 Zoll ungefähr so groß wie eine ausgewachsene Zeitung. PVI, Hersteller von E-Book-Readern für Amazon und Sony, arbeitet nach Presseberichten ebenfalls an Farbbildschirmen für E-Book-Reader. Die Produktion für den Massenmarkt könnte in der zweiten Jahreshälfte 2010 starten.
Trend Nummer fünf: 3D-Fernseher
Sony will schon im Jahr 2010 Fernseher aus der Bravia-Serie mit 3D-Technik ins Wohnzimmer bringen. Dann können Nutzer Videos wie James Camerons demnächst startenden Kinofilm "Avatar" und PC-Spiele in 3D-Technik genießen.

Das Thema ruft aber auch andere Hersteller auf den Plan. Samsung hat ein 3D-Gerät mit 40 Zoll Größe entwickelt. Die Technik arbeitet mit einer Shutterbrille. Ohne die lästige Brille kommt AUO aus. Dessen Technologie reproduziert die Objekte auf dem Bildschirm in acht verschiedenen Blickwinkeln. Daraus errechnet der Bildschirm dann ein räumliches Bild.
